Die Ego-State-Therapie stellt ein Teilemodell der Persönlichkeit dar (Watkins & Watkins, 1997). Das ICH (bzw. die Persönlichkeit einer Person) wird dabei durch eine Anzahl von Ich-Zuständen (Persönlichkeitsanteilen, Ego-States) beschrieben, die durch mehr oder weniger durchlässige Grenzen voneinander getrennt sind. Jeder Ego-State wird als ein anpassungsfähiges Mitglied eines inneren Systems betrachtet, das sich auch als innere Familie beschreiben ließe. Ego-States zeichnen sich durch eigene Wahrnehmungen, Gefühle, Überzeugungen, Körperzustände und Bedürfnisse aus und sie existieren bei jedem Menschen, also auch im so genannten Bereich normalen Erlebens. Sie dienen dem Schutz und der Befriedigung von psychischen und physischen Grundbedürfnissen und entstehen meist sehr früh in der Entwicklung, aber auch im weiteren Lebensverlauf in Zusammenhang mit kritischen Lebensereignissen und Traumatisierungen.
Die Ego-State-Therapie hat sich als eine fundierte und effektive Behandlungsmethode für eine Vielzahl von Störungen und in einem breiten Anwendungsspektrum bewährt. Insbesondere bietet Sie einen adäquaten Zugang zu komplexen Störungsbildern. Der Heilungsprozess in der Ego-State-Therapie verläuft in Richtung Integration einerseits über das Erleben der Begegnung mit eigenen Persönlichkeitsanteilen. Es handelt sich dabei um eine Begegnung mit dem Selbst. Andererseits wird mit den Ego-States gearbeitet, sie werden versorgt oder es wird mit ihnen über neue Strategien der Bedürfnisbefriedigung „verhandelt .
Es werden drei Typen von Ego-States unterschieden: a) grundsätzlich ressourcenreiche, b) verletzte bzw. traumatisierte und c) destruktiv wirkende bewältigende. Es wird ihnen unterstützend, respektvoll, würdigend, mit Neugier und Humor begegnet, jedoch nicht entlarvend. Die Ego-State-Therapie stellt ein phänomenologisches multimodales Verfahren dar, das viele Zugänge und Möglichkeiten bietet, mit dem (komplexen) Störungsgeschehen der Patient:innen kreativ zu arbeiten und heilsame Wege zu finden.
Lernschritte, Ziele und Methoden:
Die Teilnehmer:innen sollen auf abwechslungsreiche und praxisorientierte Weise einen Einblick in die konzeptionellen Ansätze, die Behandlungsstrategien und die Interventionen der Ego-State-Therapie gewinnen. Das Überblicksseminar gibt Möglichkeiten zur Selbsterfahrung und soll Lust darauf machen, sich mehr mit diesem Ansatz und seinen vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten zu beschäftigen. Durch verschiedene didaktische Mittel wie Vortrag, Demonstration, Übung und Diskussion wird ein vielfältiger Zugang geschaffen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Im Kurs werden Live-Demonstration angeboten.
Traumasensible Gesprächsführung bedeutet, Menschen so zu begleiten, dass Sicherheit, Selbstbestimmung und Orientierung jederzeit im Mittelpunkt stehen. Gerade nach belastenden oder traumatischen Erfahrungen können vorschnelle Interpretationen, Bewertungen oder gut gemeinte Ratschläge dazu führen, dass Klientinnen sich missverstanden oder übergangen fühlen. Die Idiolektische Gesprächsführung bietet hier einen besonderen Zugang: Sie orientiert sich konsequent an der individuellen Sprache und Wirklichkeit der Klientinnen.
Jeder Mensch verfügt über eine einzigartige Eigensprache (Idiolekt), in der sich persönliche Erfahrungen, Ressourcen, Belastungen, Hoffnungen und innere Bilder ausdrücken.
Indem Therapeutinnen und Beraterinnen aufmerksam zuhören, Schlüsselworte aufgreifen und mit kurzen, offenen Fragen arbeiten, entstehen Gespräche, die nicht von außen gesteuert, sondern von den Klient*innen selbst geführt werden. Dies stärkt Selbstwirksamkeit, Würde und Vertrauen – zentrale Faktoren einer traumasensiblen Begleitung.
Die Methode unterstützt Fachkräfte dabei, auch bei komplexen oder belastenden Themen im Kontakt zu bleiben, ohne zu drängen oder zu interpretieren. Statt nach Defiziten zu suchen, werden vorhandene Kompetenzen, individuelle Ressourcen und innere Lösungswege sichtbar gemacht. Die Eigensprache und die individuelle Körpersprache (Idiomotorik) dienen dabei als Navigationsinstrumente für einen respektvollen und ressourcenaktivierenden Prozess.
Die Arbeit mit Menschen, die unter komplexen Traumafolgestörungen oder dissoziativen Störungen leiden, stellt Therapeut:innen häufig vor besondere Herausforderungen. EMDR bietet hierfür heute eine Vielzahl an Möglichkeiten, die weit über das klassische Standardprotokoll hinausgehen. In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Konzepte und Modifikationen entwickelt, die insbesondere Stabilisierung, Ressourcenaktivierung und eine sichere traumatherapeutische Prozessgestaltung unterstützen.
Spezifische Modifikationen des EMDR-Prozesses sowie moderne Methoden wie Flash-Technik, Instant Ressource Installation (IRI) und die Gear-Box nach Hélène Dellucci werden im Überblick vorgestellt.
Dieser Kurs baut auf der Einführung zu den Grundlagen des potenzialfokussierten Brainspottings auf und beginnt mit einem kurzen Rückblick und der Frage nach den bisherigen Erfahrungen der TeilnehmerInnen. Es werden weitere spezielle Zugangsmöglichkeiten zu einem Brainspot vermittelt, live demonstriert und sollen in Zweiergruppen geübt werden. Neben einer Wiederholung von bereits Gehörtem und Gelerntem sollen weitere neurobiologische Erklärungen zur Wirksamkeit potenzialfokussierten Brainspottings unterrichtet werden. Immer im Zentrum steht dabei die Beachtung der Selbstregulationskräfte unseres Gehirns als einem selbstreferentiellen, selbstregulativen, nicht-linearen und komplexen System. Weitere Zugangsmöglichkeiten („accesses“) zu Begeisterungs- und / oder auch traumatischem Belastungsmaterial werden vermittelt.
Besonders für die Arbeit mit KlientInnen mit sehr komplexer PTBS und jenen, die außerhalb des Toleranzfensters liegen, ist die Vermittlung von Kombinationsmöglichkeiten aller bislang vermittelten Zugangswege von großer Wichtigkeit.
Zielgruppe:
Psychotherapeut*innen mit Approbation, Ärzt*innen und Heilpraktiker*innen mit mindestens dreijähriger psychotherapeutischer Ausbildung bzw. mit der staatlichen Erlaubnis zur Ausübung von Psychotherapie, auch Ergo-, Kunst- und Musiktherapeut*innen sowie – nach Rücksprache – alle, die in anderen Feldern mit traumatisierten Menschen zu tun haben oder an eigener Potenzialentfaltung interessiert sind.
Gebühren:
– Frühbucherrabatt: 395.- Euro
– Bis zwei Monate vor Seminarbeginn: 425.- Euro
– Last-minute-Anmeldung bis zwei Wochen vor Seminarbeginn: 455.- Euro
Anmeldung über die Website www.brainspotting-germany.de
Das von David Grand 2003 zufällig entdeckte „konventionelle“ Brainspotting (BSP) als eine Weiterentwicklung von EMDR wurde vom Team Brainspotting-Germany nochmals weiterentwickelt und um den Aspekt der Potenzialentfaltung erweitert. Bereits Maslow hat sich in den 70-er Jahren mit seiner Bedürfnispyramide mit dem Aspekt der Selbstverwirklichung beschäftigt, Lichtenberg (1988) mit einem hierarchisch aufeinander aufbauenden Motivsystem, was durch Traumatisierungserfahrungen beschädigt werden kann und Wolf Büntig entwickelte und praktizierte als Gründer und Leiter der ZIST-Akademie die sog. „Potenzialorientierte Psychotherapie als Variante der Humanistischen Psychotherapie.
Der Neurobiologe und Hirnforscher Gerald Hüther veröffentlichte 2011 einen „neurobiologischen Mutmacher“, demzufolge die meisten Menschen weit unter ihren Möglichkeiten leben und beschrieb, wie neue Erfahrungen und Entdeckungen, die mit Erstaunen und Begeisterung einhergehen, die Ausschüttung von Dopamin bewirken. In einem Vortrag sprach er davon, dass „Begeisterung Dünger für das Hirn sei, weil Dopamin bekanntlich für bessere Verknüpfungen der neuen Verschaltungen sorgt und auch eine wichtige Rolle bei der Motivationsentwicklung, Bewegung, Belohnung und auch dem Gefühl von Glück spielt.
Alle diese Erkenntnisse hat sich das Team von Brainspotting-Germany zunutze gemacht, um über die Körperebene als vermutlich tiefster Ebene von „subjektiver Wahrheit“ sowohl Möglichkeiten der Potenzialentfaltung mittels erlebter Begeisterungs-Erfahrungen als auch unverarbeitete traumatische Lebenserfahrungen einer Veränderung zuzuführen. Dieses Vorgehen unterstützt als eines der am wenigsten kognitiv orientierten Verfahren mittels visueller Fokussierung die Selbstregulationsfähigkeiten unseres Stressverarbeitungs-systems: Das Gehirn als ein selbstreferentielles, selbstregulatives, nicht-lineares und komplexes System ist tatsächlich hierzu in der Lage – sofern man es läßt und als TherapeutIn in der Lage ist, die entsprechenden Bedingungen hierzu herzustellen. Dementsprechend handelt es sich weniger um eine Technik, sondern eine besondere Haltung. BSP unterscheidet sich damit wesentlich von allen manualisierten und an kognitiven Theorien ausgerichteten Therapieverfahren.
Soweit es die Zeit erlaubt werden Live-Demonstration unter geschützten Realbedingungen zu den jeweiligen Zugangsmöglichkeiten stattfinden, danach ein persönliches Debriefing und ein technisches. Die Teilnehmenden können in Zweiergruppen das Gesehene und Gelernte unter Anleitung und Betreuung selbst erproben, die Wirkungsweise des potenzialfokussierten Brainspottings erleben und sich darüber austauschen.
Über einen sog. Brainspot wird diejenige relevante Blickorientierung gesucht und gefunden, die angesichts der Aktivierung begeisternder und / oder belastender Erfahrungen mit der stärksten Körper-Reaktion des Klienten einhergeht und dementsprechend auf die Aktivierung stress- bzw. traumaassoziierter Hirnprozesse schließen lässt. Im Sinne einer Aufmerksamkeitsverschiebung unterstützt die fokussierte Augenposition den Abruf begeisterungs- und belastungsrelevanter Gedächtnisinhalte und verhilft zu einer besseren Selbstregulation.
Zielgruppe:
Psychotherapeut*innen mit Approbation, Ärzt*innen und Heilpraktiker*innen mit mindestens dreijähriger psychotherapeutischer Ausbildung bzw. mit der staatlichen Erlaubnis zur Ausübung von Psychotherapie, auch Ergo-, Kunst- und Musiktherapeut*innen sowie – nach Rücksprache – alle, die in anderen Feldern mit traumatisierten Menschen zu tun haben oder an eigener Potenzialentfaltung interessiert sind.
Gebühren:
– Frühbucherrabatt: 375.- Euro
– Bis zwei Monate vor Seminarbeginn: 405.- Euro
– Last-minute-Anmeldung bis zwei Wochen vor Seminarbeginn: 435.- Euro
Anmeldung über die Website www.brainspotting-germany.de
Das von David Grand 2003 zufällig entdeckte „konventionelle“ Brainspotting (BSP) als eine Weiterentwicklung von EMDR wurde vom Team Brainspotting-Germany nochmals weiterentwickelt und um den Aspekt der Potenzialentfaltung erweitert. Bereits Maslow hat sich in den 70-er Jahren mit seiner Bedürfnispyramide mit dem Aspekt der Selbstverwirklichung beschäftigt, Lichtenberg (1988) mit einem hierarchisch aufeinander aufbauenden Motivsystem, was durch Traumatisierungserfahrungen beschädigt werden kann und Wolf Büntig entwickelte und praktizierte als Gründer und Leiter der ZIST-Akademie die sog. „Potenzialorientierte Psychotherapie als Variante der Humanistischen Psychotherapie.
Der Neurobiologe und Hirnforscher Gerald Hüther veröffentlichte 2011 einen „neurobiologischen Mutmacher“, demzufolge die meisten Menschen weit unter ihren Möglichkeiten leben und beschrieb, wie neue Erfahrungen und Entdeckungen, die mit Erstaunen und Begeisterung einhergehen, die Ausschüttung von Dopamin bewirken. In einem Vortrag sprach er davon, dass „Begeisterung Dünger für das Hirn sei, weil Dopamin bekanntlich für bessere Verknüpfungen der neuen Verschaltungen sorgt und auch eine wichtige Rolle bei der Motivationsentwicklung, Bewegung, Belohnung und auch dem Gefühl von Glück spielt.
Alle diese Erkenntnisse hat sich das Team von Brainspotting-Germany zunutze gemacht, um über die Körperebene als vermutlich tiefster Ebene von „subjektiver Wahrheit“ sowohl Möglichkeiten der Potenzialentfaltung mittels erlebter Begeisterungs-Erfahrungen als auch unverarbeitete traumatische Lebenserfahrungen einer Veränderung zuzuführen. Dieses Vorgehen unterstützt als eines der am wenigsten kognitiv orientierten Verfahren mittels visueller Fokussierung die Selbstregulationsfähigkeiten unseres Stressverarbeitungs-systems: Das Gehirn als ein selbstreferentielles, selbstregulatives, nicht-lineares und komplexes System ist tatsächlich hierzu in der Lage – sofern man es läßt und als TherapeutIn in der Lage ist, die entsprechenden Bedingungen hierzu herzustellen. Dementsprechend handelt es sich weniger um eine Technik, sondern eine besondere Haltung. BSP unterscheidet sich damit wesentlich von allen manualisierten und an kognitiven Theorien ausgerichteten Therapieverfahren.
Soweit es die Zeit erlaubt werden Live-Demonstration unter geschützten Realbedingungen zu den jeweiligen Zugangsmöglichkeiten stattfinden, danach ein persönliches Debriefing und ein technisches. Die Teilnehmenden können in Zweiergruppen das Gesehene und Gelernte unter Anleitung und Betreuung selbst erproben, die Wirkungsweise des potenzialfokussierten Brainspottings erleben und sich darüber austauschen.
Über einen sog. Brainspot wird diejenige relevante Blickorientierung gesucht und gefunden, die angesichts der Aktivierung begeisternder und / oder belastender Erfahrungen mit der stärksten Körper-Reaktion des Klienten einhergeht und dementsprechend auf die Aktivierung stress- bzw. traumaassoziierter Hirnprozesse schließen lässt. Im Sinne einer Aufmerksamkeitsverschiebung unterstützt die fokussierte Augenposition den Abruf begeisterungs- und belastungsrelevanter Gedächtnisinhalte und verhilft zu einer besseren Selbstregulation.
Zielgruppe:
Psychotherapeut*innen mit Approbation, Ärzt*innen und Heilpraktiker*innen mit mindestens dreijähriger psychotherapeutischer Ausbildung bzw. mit der staatlichen Erlaubnis zur Ausübung von Psychotherapie, auch Ergo-, Kunst- und Musiktherapeut*innen sowie – nach Rücksprache – alle, die in anderen Feldern mit traumatisierten Menschen zu tun haben oder an eigener Potenzialentfaltung interessiert sind.
Gebühren:
– Frühbucherrabatt: 375.- Euro
– Bis zwei Monate vor Seminarbeginn: 405.- Euro
– Last-minute-Anmeldung bis zwei Wochen vor Seminarbeginn: 435.- Euro
Anmeldung über die Website www.brainspotting-germany.de
Therapeutisches Boxen ist kein Boxtraining – sondern eine strukturierte, traumasensible Methode, den Körper als Ressource wiederzuentdecken. Nach belastenden Erfahrungen bleibt das Nervensystem oft im Alarmmodus: Anspannung, Übererregung oder Erstarrung erschweren Selbstregulation und den Zugang zu eigenen Ressourcen. Genau hier setzt diese Praxiswerkstatt an.
Sie lernen das Wirkmodell des therapeutischen Boxens kennen (Trauma – Nervensystem – Körperarbeit), erleben die traumasensible Grundhaltung „Sicherheit vor Herausforderung, Wahrnehmung vor Leistung“ und probieren zentrale Übungen selbst aus: Grundstellung und Grundschläge, Spiegel-, Stop-and-Go- und Pendelübungen sowie Kraft-Dosierung. Kontraindikationen und Red Flags werden ebenso praxisnah behandelt wie der Transfer in Beratung, Therapie und Pädagogik.
Nicht das Kämpfen steht im Mittelpunkt, sondern die Erfahrung: Ich kann mich wahrnehmen. Ich kann mich regulieren. Ich kann handeln.
Sportliche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Sie wissen nicht genau, ob diese Technik etwas für Ihren therapeutischen Alltag ist? Am 25.02.2026 findet hierzu ein 45min. Impulsvortrag statt.
Die einmalige Erfahrung des unbedingten Angenommen-Seins und die Erfahrung von Selbstwirksamkeit, Achtsamkeit und Handlungsorientierung in der psychotherapeutischen Zusammenarbeit mit einem Hund ist tiefgreifend, berührend und außerordentlich heilsam.
Neben der Geschichte der hundgestützten Intervention im therapeutischen Kontext werden Theorie, Wirkfaktoren und Therapieplanung für den Einsatz eines Hundes in der Psychotherapie reflektiert. Überlegungen am Beispiel konkreter Patient:innen, Rahmenbedingungen der therapeutischen Arbeit mit Hunden (u.a. Recht, Haltung, Tierethik) stehen neben den praktischen Überlegungen zur Zusammenarbeit zwischen Patient:in, Hund und Therapeut:in im Fokus dieses Seminars.
Neben Kleingruppenarbeit zur Indikation von hundegestützten Interventionen und deren möglicher Ausgestaltung wird es die Möglichkeit geben, spezifische Fragen zu erörtern.
Videobeispiele des Referenten aus realen Therapie-Situationen unterstützen den theoretischen Lerninhalt.
Ziel des eintägigen Seminars ist der Aufbau grundlegenden Wissens und erster Kompetenzen zum Einsatz eines Hundes in der psychotherapeutischen Arbeit der Teilnehmenden sowie die Kenntnis der rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen.
In diesem Seminar wird ausdrücklich NICHT mit Hunden in vivo gearbeitet bzw. trainiert. Sollte hier Interesse bestehen, haben Sie die Möglichkeit, vertiefende Seminare beim Referenten zu belegen.
Diese Fortbildung richtet sich an Fachkräfte aus dem psychosozialen Bereich, die ihre therapeutische Arbeit um körperorientierte Methoden erweitern möchten.
Im Fokus steht die Vermittlung traumasensibler Yoga- und Körperübungen, die Klient:innen dabei unterstützen können, mehr Sicherheit, Stabilität und Selbstregulation zu entwickeln.
Die Teilnehmenden lernen praxisnahe Tools kennen, die sich sowohl im therapeutischen Alltag als auch im Notfallkontext einsetzen lassen.
Ziel ist es, auf der einen Seite Sicherheit und Stabilität zu fördern, und auf der anderen Seite den Zugang zum eigenen Körper und seinen Empfindungen zu eröffnen. Dadurch wird es möglich, Affekte besser einzuordnen, erlebbar zu machen und in den therapeutischen Prozess zu integrieren.
Zum Methodenrepertoire gehören Atem- und Koordinationsübungen, ressourcenorientierte Körperarbeit sowie auf der Polyvagal-Theorie basierende Ansätze, die leicht in Einzel- oder Gruppensettings Anwendung finden.
Neben der praktischen Arbeit werden theoretische Grundlagen zu Trauma, dessen Auswirkung auf den Körper und, als hilfreiche Methode, die Polyvagal Theorie vermittelt.
Ziel ist es, Fachkräften konkrete Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie ihre Klient:innen unterstützen können, innere Stabilität aufzubauen, den Kontakt zum eigenen Körper zu stärken und heilsame Selbstbestimmtheit zu fördern.
Vorkenntnisse im Yoga sind nicht erforderlich.
Für dieses Seminar werden keine Fortbildungspunkte beantragt.
Die Einführung in die Respiratorische Neuromodulation bei Dissoziation vermittelt ein kompaktes, fachlich fundiertes Verständnis dieser Mechanismen und eröffnet einen klar strukturierten Zugang zu körperorientierten Interventionsformen.
Die Fortbildung unterscheidet zwischen zentralen und peripheren dissoziativen Prozessen und stellt deren neurophysiologische Grundlagen vor. Forschungsergebnisse der letzten Jahre (u.u8239?a. Herzog et al. 2025; Vesuna et al. 2020; Pick et al. 2026) bilden den wissenschaftlichen Rahmen.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Atem- und Körperarbeit als unmittelbare Zugänge zur Selbstregulation:
  • Einführung in Pranayama und autonome Reaktionsmuster
  • Atemtechniken zur Modulation zentraler Dissoziation (Intentionale Atem-Reflex-Hemmung)
  • Übungen zu Hyper- und Hypoventilation (Sighra Pranayama, Kapalabhati, Ujjayi, Nadi Shodhana)
  • Sensomotorische und achtsamkeitsbasierte Körperwahrnehmung
  • Praktische Sequenzen zur emotionalen Selbstregulation (Pratyahara)
Die Teilnehmenden arbeiten in Kleingruppen, erforschen eigene körperliche und emotionale Muster und reflektieren die Wirkung der Übungen auf das eigene Erleben. Kurzfristige Coping-Strategien zur Stabilisierung und Erdung werden ebenso vermittelt wie längerfristige Wege zur Integration und zur Wiederherstellung eines kohärenten Körpererlebens.
Die Einführung richtet sich an Fachkräfte, die in Beratung, Therapie oder pädagogischen Kontexten mit dissoziativen Phänomenen arbeiten. Ziel ist ein präzises, praxisrelevantes Verständnis sowie ein klar anwendbarer Werkzeugkasten, der die traumasensible Arbeit im Alltag unterstützt.