Einführung in die Respiratorische Neuromodulation bei Dissoziation
Dieser 90-minütige Vortrag gibt einen kompakten Überblick über die Respiratorische Neuromodulation bei Dissoziation. Vermittelt werden die neurophysiologischen Grundlagen zentraler und peripherer dissoziativer Prozesse sowie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu deren Entstehung und Regulation.
Im Fokus stehen die Bedeutung von Atmung, Körperwahrnehmung und autonomem Nervensystem für dissoziative Zustände. Vorgestellt werden theoretische Wirkmodelle körperorientierter Interventionen und deren Bedeutung für Stabilisierung, Selbstregulation und traumasensible Begleitung.
Der Vortrag richtet sich an Fachkräfte aus Therapie, Beratung und Pädagogik, die ihr Verständnis dissoziativer Phänomene um neurobiologische und körperorientierte Perspektiven erweitern möchten.
Traumafokussierte Psychotherapie zählt zu den wirksamsten Behandlungsverfahren der Posttraumatischen Belastungsstörung. Gleichzeitig besteht insbesondere bei Patient:innen, die Opfer von Straftaten wurden oder ein Strafverfahren erwägen, häufig die Sorge, therapeutische Interventionen könnten Erinnerungen verändern und dadurch die spätere Aussage beeinträchtigen. Der Vortrag beleuchtet dieses Spannungsfeld zwischen psychotherapeutischer Behandlung und aussagepsychologischen Anforderungen.
Ausgehend von aktuellen Erkenntnissen zur Funktionsweise autobiografischer
Erinnerungen werden Grundlagen der Gedächtnispsychologie (u. a. Rekonsolidierung, Source Monitoring, Fuzzy Trace Theory) sowie mögliche Mechanismen von Erinnerungsveränderungen dargestellt. Anschließend wird diskutiert, welche Bedeutung diese Erkenntnisse für traumafokussierte Verfahren wie Prolongierte Exposition, EMDR und Imagery Rescripting haben. Dabei werden sowohl aktuelle internationale Forschung als auch eigene experimentelle Studien vorgestellt, die den Einfluss traumafokussierter Interventionen auf die Erinnerungsgenauigkeit untersuchen.
Anhand praxisnaher Fallbeispiele werden schließlich konkrete Handlungsempfehlungen für den therapeutischen Alltag erarbeitet. Ziel ist es, evidenzbasierte Traumatherapie und forensische Sorgfalt miteinander zu verbinden und einen reflektierten Umgang mit Traumaerinnerungen in der klinischen Praxis zu fördern.
Lernziele
  • die Funktionsweise autobiografischer Erinnerungen und zentrale Mechanismen
  • von Erinnerungsveränderungen erläutern,
  • aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zum Einfluss traumafokussierter
  • Psychotherapie auf Erinnerungen kritisch einordnen,
  • therapeutische Risiken suggestiver Vorgehensweisen erkennen und vermeiden,
  • den rechtlichen und aussagepsychologischen Kontext traumatherapeutischer
  • Behandlungen berücksichtigen,
  • praktische Handlungsempfehlungen für den professionellen Umgang mit Traumaerinnerungen im klinischen Alltag anwenden.
Methoden
  • Fachvortrag mit aktueller Evidenz
  • Darstellung und Diskussion klinischer Fallbeispiele
  • Einordnung aktueller Forschungsergebnisse
  • Praxisorientierte Handlungsempfehlungen
  • Diskussion und Erfahrungsaustausch
Onlinevortrag + Diskussionsrunde
Manipulative und ausbeuterische Beziehungsanbahnungen beginnen nur selten mit offener Gewalt. Häufig entstehen sie zunächst durch Aufmerksamkeit, besondere Zuwendung, scheinbares Verstandenwerden und das Gefühl, „endlich gesehen“ zu sein. Gerade darin liegt ihre Gefährlichkeit: Was anfangs wie Nähe, Hilfe, Verliebtheit oder ein exklusives Vertrauensverhältnis erscheint, kann schrittweise in Kontrolle, Grenzverschiebung, emotionale Abhängigkeit, sexuelle Ausbeutung und massive Beschämung übergehen.
Der Vortrag beleuchtet unterschiedliche Erscheinungsformen solcher Dynamiken – darunter Cybergrooming, Lovebombing, Sextortion, Loverboy-Strategien sowie weitere Formen gezielter Manipulation im analogen und digitalen Raum. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Täter:innen Beziehungen aufbauen, Vertrauen gewinnen, Geheimhaltung fördern, Grenzen verschieben und Betroffene in Loyalitätskonflikte, Scham und Schweigen verwickeln. Dabei wird deutlich, dass solche Prozesse nicht ausschließlich online stattfinden, sondern ebenso in realen sozialen Kontexten – und dass digitale und analoge Gewaltformen häufig ineinandergreifen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der psychischen Dynamik von Beziehungstraumatisierung: Warum fällt es Betroffenen oft schwer, sich abzugrenzen, Hilfe zu holen oder das Geschehen als Übergriff zu erkennen? Weshalb schützen Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene mitunter gerade die Beziehung, die ihnen schadet? Und welche Rolle spielen Bindung, Ambivalenz, Angst, Schuld und Scham in diesen Prozessen?
Zielgruppe:
Interessierte, pädagogische Fachkräfte, beratend Tätige, Eltern sowie erwachsene Betroffene. Ziel ist es, manipulative Beziehungsmuster frühzeitiger zu erkennen, die innere Logik Betroffener besser zu verstehen und angemessen reagieren zu können – ohne vorschnelle Schuldzuweisungen, aber mit Klarheit, Schutz und Handlungssicherheit.
Neben der Einordnung der Phänomene werden auch Hinweise zum unterstützenden Umgang bei Verdacht sowie Informationen zu Beratungs- und Hilfsmöglichkeiten gegeben.
Scham gehört zu den stillsten, aber zugleich wirkmächtigsten Emotionen in traumatischen Lebensgeschichten. Sie zeigt sich auf unterschiedliche Weise – bei Klient:innen ebenso wie bei uns als Begleiter:innen und Fachkräften: etwa in Rückzug, übermäßiger Selbstkritik, Vermeidung oder in leisen Sätzen, die lange nachhallen.
Gerade in der psychosozialen Arbeit beeinflusst Scham Beziehungsgestaltung, Kontakt und emotionale Regulation oft stärker, als uns bewusst ist.
In diesem 45-minütigen Onlineimpulsvortrag zu dem 1,5-tägigen Präsenzseminar „Schuld und Scham in Beratung und Begleitung“ erhalten Sie einen ersten Einblick in:
– die Entstehung und Dynamik von Scham im Kontext von Trauma
– typische Muster, die in Beratung und Therapie sichtbar werden
– die Bedeutung der eigenen Resonanz als Fachkraft
– erste, unmittelbar anwendbare Impulse für einen sicheren Umgang mit Schamgefühlen
Anhand praxisnaher Beispiele und konkreter Reflexionsanregungen lädt der Vortrag dazu ein, eigene Perspektiven zu erweitern und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und einen Ausblick auf das vertiefende 1,5-tägige Seminar am 30. & 31.10.26 zu gewinnen.
Dissoziative Anfälle und andere funktionelle Störungen gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern in der klinischen Neurologie.
Dennoch werden sie oft verkannt, missverstanden und falsch behandelt. Die Zusammenführung psychotraumatologischer Konzepte und neuerer Erkenntnisse aus den kognitiven Neurowissenschaften ermöglichen einen ganzheitlichen Blick auf diese Störungen und ebnen den Weg zu einer transdisziplinären Versorgung.
Zielgruppe: Fachärzt*innen für Neurologie und Psychiatrie, Psychologische Psychotherapeut*innen, Traumatherapeut*innen, Neuropsycholog*innen, Ärzt*innen in Weiterbildung sowie weitere Berufsgruppen aus dem psychosozialen und medizinischen Bereich
Inhalt:
Die Dialektisch Behaviorale Therapie (DBT) nach Marsha Linehan ist seit über drei Jahrzehnten auf dem Psychotherapie-Markt und findet in immer mehr Bereichen Anwendung. Sie ist nicht nur bei Patienten beliebt, sondern auch bei Therapeuten – und das, obwohl die DBT für Betroffene konzipiert wurde, deren Behandlung als anstrengend, kräftezehrend und hoffnungslos gilt.
Was macht diese Therapie so besonders? Was hatte sich die Begründerin Marsha Linehan gedacht, als sie in den 1980er Jahren die Psychotherapie-Welt auf den Kopf stellte und begann, mit dieser Methode mit chronisch suizidalen Patientinnen zu arbeiten?
In diesem Workshop wird die Konzeption der DBT dargestellt und die Besonderheit dieses einzigartigen Ansatzes herausgearbeitet. Neben dem dialektischen Herangehen wird ein Überblick über die wichtigsten therapeutischen Interventionen vermittelt und deren diagnoseübergreifende Einsatzmöglichkeiten diskutiert.
Zielgruppe:
Psychologische und ärztliche Psychotherapeuten, therapeutisches Fachpersonal
Weitere Hinweise:
– Die Bereitschaft zur aktiven Teilnahme wird vorausgesetzt, mit eingeschaltener Kamera
– Jede:r Teilnehmende ist selbst verantwortlich für funktionierende Kamera und Mikrofon
Begleitende Literatur:
Marsha M. Linehan, 2021: Building a Life Worth Living: A Memoir
Martin Bohus, 2024: DBT-Skillstraining: Das Patienten-Manual
Bindungstraumatisierung ist keine Diagnose im Sinne der klassischen Diagnosesysteme (ICD, DSM). Dennoch kann sie weitreichende Folgen auf die Beziehungsgestaltung sowie auf die körperliche und psychische Gesundheit haben.
In diesem Vortrag wollen wir zunächst grundsätzlich klären, was unter Bindungstraumatisierung verstanden wird. Dabei nähern wir uns dem Thema aus einer nervensystemischen Perspektive an.
Darüber hinaus soll eine Idee vermittelt werden, warum es hilfreich sein kann, Bindungstraumatisierung auch im Kontext von Diagnosen zu berücksichtigen, die auf den ersten Blick nicht unmittelbar mit Trauma assoziiert werden – wie z. B. Depressionen oder chronische Entzündungsprozesse.
Der Vortrag bietet einen ersten Überblick über dieses Thema und richtet sich an alle Interessierten.
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Nähe und Verbundenheit Zwischen Sehnsucht und Schutz
Warum Nähe gleichzeitig gewünscht und gefürchtet sein kann und wie Beziehung in kleinen, sicheren Schritten möglich wird.
Viele Gefühle, die Menschen nach belastenden oder traumatischen Erfahrungen erleben, sind sogenannte traumabezogene Gefühle. Dazu gehören unter anderem Angst, Wut, Trauer, Scham, Schuld sowie das Spannungsfeld von Nähe und Verbundenheit.
In dieser Online-Sommerakademie geht es darum, diese Gefühle besser zu verstehen:
– Woher kommen sie?
– Warum tauchen sie im Leben von heute wieder auf?
– Wie können wir lernen, Gefühle von damals als solche zu erkennen – statt sie mit der Gegenwart zu verwechseln und von ihnen überwältigt zu werden?
Die Reihe vermittelt grundlegendes Wissen über traumabezogene emotionale Reaktionen und lädt dazu ein, die eigene Gefühlswelt mit mehr Verständnis und Selbstmitgefühl zu betrachten.
Sie orientiert sich an der Struktur des evidenzbasierten Programms Finding Solid Ground und verbindet stabilisierende Traumainformation mit verständlicher Psychoedukation.
Teilnahme und Mitwirkung
Die Teilnahme an der Sommerakademie ist niedrigschwellig gestaltet. Eine Teilnahme ist auch unter einem Pseudonym möglich; Kamera und Mikrofon müssen nicht aktiviert werden. Jede Person entscheidet selbst, in welchem Umfang sie sichtbar sein oder sich beteiligen möchte.
Die Veranstaltung wird nicht aufgezeichnet oder mitgeschnitten.
Die Veranstaltung ist als offenes, psychoedukatives Format konzipiert. Eine individuelle Begleitung oder das Eingehen auf besondere persönliche Bedürfnisse ist im Rahmen dieser Reihe nicht möglich.
Die Teilnahme erfolgt eigenverantwortlich. Jede Person entscheidet selbst, was sie für sich mitnehmen möchte und kann die Teilnahme jederzeit unterbrechen oder beenden.
Gleichzeitig leben die Abende von der Mitwirkung der Teilnehmenden – von Gedanken, Fragen und Rückmeldungen. Jede Form der Beteiligung ist willkommen, ohne Verpflichtung und im individuell passenden Rahmen.
Ein respektvoller Umgang miteinander wird vorausgesetzt.
Schuld – Verantwortung neu einordnen
Zwischen realer Verantwortung und übernommener Schuld unterscheiden lernen.
Viele Gefühle, die Menschen nach belastenden oder traumatischen Erfahrungen erleben, sind sogenannte traumabezogene Gefühle. Dazu gehören unter anderem Angst, Wut, Trauer, Scham, Schuld sowie das Spannungsfeld von Nähe und Verbundenheit.
In dieser Online-Sommerakademie geht es darum, diese Gefühle besser zu verstehen:
– Woher kommen sie?
– Warum tauchen sie im Leben von heute wieder auf?
– Wie können wir lernen, Gefühle von damals als solche zu erkennen – statt sie mit der Gegenwart zu verwechseln und von ihnen überwältigt zu werden?
Die Reihe vermittelt grundlegendes Wissen über traumabezogene emotionale Reaktionen und lädt dazu ein, die eigene Gefühlswelt mit mehr Verständnis und Selbstmitgefühl zu betrachten.
Sie orientiert sich an der Struktur des evidenzbasierten Programms Finding Solid Ground und verbindet stabilisierende Traumainformation mit verständlicher Psychoedukation.
Teilnahme und Mitwirkung
Die Teilnahme an der Sommerakademie ist niedrigschwellig gestaltet. Eine Teilnahme ist auch unter einem Pseudonym möglich; Kamera und Mikrofon müssen nicht aktiviert werden. Jede Person entscheidet selbst, in welchem Umfang sie sichtbar sein oder sich beteiligen möchte.
Die Veranstaltung wird nicht aufgezeichnet oder mitgeschnitten.
Die Veranstaltung ist als offenes, psychoedukatives Format konzipiert. Eine individuelle Begleitung oder das Eingehen auf besondere persönliche Bedürfnisse ist im Rahmen dieser Reihe nicht möglich.
Die Teilnahme erfolgt eigenverantwortlich. Jede Person entscheidet selbst, was sie für sich mitnehmen möchte und kann die Teilnahme jederzeit unterbrechen oder beenden.
Gleichzeitig leben die Abende von der Mitwirkung der Teilnehmenden – von Gedanken, Fragen und Rückmeldungen. Jede Form der Beteiligung ist willkommen, ohne Verpflichtung und im individuell passenden Rahmen.
Ein respektvoller Umgang miteinander wird vorausgesetzt.
Scham – Wenn das Selbst angegriffen wurde
Warum Scham so stark wirkt und wie wir lernen können, uns selbst mit mehr Mitgefühl zu begegnen.
Viele Gefühle, die Menschen nach belastenden oder traumatischen Erfahrungen erleben, sind sogenannte traumabezogene Gefühle. Dazu gehören unter anderem Angst, Wut, Trauer, Scham, Schuld sowie das Spannungsfeld von Nähe und Verbundenheit.
In dieser Online-Sommerakademie geht es darum, diese Gefühle besser zu verstehen:
– Woher kommen sie?
– Warum tauchen sie im Leben von heute wieder auf?
– Wie können wir lernen, Gefühle von damals als solche zu erkennen – statt sie mit der Gegenwart zu verwechseln und von ihnen überwältigt zu werden?
Die Reihe vermittelt grundlegendes Wissen über traumabezogene emotionale Reaktionen und lädt dazu ein, die eigene Gefühlswelt mit mehr Verständnis und Selbstmitgefühl zu betrachten.
Sie orientiert sich an der Struktur des evidenzbasierten Programms Finding Solid Ground und verbindet stabilisierende Traumainformation mit verständlicher Psychoedukation.
Teilnahme und Mitwirkung
Die Teilnahme an der Sommerakademie ist niedrigschwellig gestaltet. Eine Teilnahme ist auch unter einem Pseudonym möglich; Kamera und Mikrofon müssen nicht aktiviert werden. Jede Person entscheidet selbst, in welchem Umfang sie sichtbar sein oder sich beteiligen möchte.
Die Veranstaltung wird nicht aufgezeichnet oder mitgeschnitten.
Die Veranstaltung ist als offenes, psychoedukatives Format konzipiert. Eine individuelle Begleitung oder das Eingehen auf besondere persönliche Bedürfnisse ist im Rahmen dieser Reihe nicht möglich.
Die Teilnahme erfolgt eigenverantwortlich. Jede Person entscheidet selbst, was sie für sich mitnehmen möchte und kann die Teilnahme jederzeit unterbrechen oder beenden.
Gleichzeitig leben die Abende von der Mitwirkung der Teilnehmenden – von Gedanken, Fragen und Rückmeldungen. Jede Form der Beteiligung ist willkommen, ohne Verpflichtung und im individuell passenden Rahmen.
Ein respektvoller Umgang miteinander wird vorausgesetzt.