Das THZM lädt erfahrene Psychotherapeut*innen, die auf dem Gebiet der Psychotraumatologie tätig sind, zur Teilnahme an einer fortgeschrittenen Online-Supervision mit Dr. Jan Gysi ein. Diese Supervision bietet eine professionelle Plattform für den Austausch von Wissen, die Diskussion von Fallstudien und die Weiterentwicklung klinischer Fähigkeiten im Umgang mit komplexen Traumafolgestörungen.
Die Supervisionsveranstaltungen werden online über Zoom abgehalten. Jede Gruppensupervision dauert von 14.00 bis 17.15h, inkl. 15 Minuten Pause.
Sie besteht aus einer Kombination von Fallvorstellungen, theoretischen Inputs und Diskussionen. Jeweils 4 Personen können einen eigenen anonymisierten Fall vorstellen.
Weitere Fachpersonen sind eingeladen, bei den Supervisionen zuzuhören und bei Bedarf Fragen zu stellen.
Menschen mit traumatischen Erfahrungen und Traumafolgestörungen sind häufig auch von suizidalem Erleben und Verhalten betroffen, deshalb ist es auch in der Arbeit mit dieser Zielgruppe sehr wichtig, Kompetenzen im Umgang damit zu erwerben und zu festigen.
Im Seminar werden kompakt theoretische Grundlagen vermittelt, Theorien und Risikofaktoren der Entstehung suizidalen Verhaltens sowie klinische Implikationen vorgestellt.
Die Zusammenhänge mit traumatischen Erfahrungen werden diskutiert und Behandlungsansätze zu suizidalem Erleben und Verhalten überblicksartig vorgestellt. Im zweiten Teil wird das Vorgehen zur Erfassung/Dokumentation suizidalen Erlebens und Verhaltens vorgestellt und in Kleingruppen geübt.
Darüber hinaus werden Basisinterventionen (Sicherheitsplan, Methodensicherung) eingeführt und in Kleingruppen geübt.
Der plötzliche Verlust eines geliebten Menschen, die Konfrontation mit dem Thema Suizid oder das (Mit-)erleben einer extremen Situation sind für Kinder und Eltern Herausforderungen, die Grenzen berühren. Im Spannungsfeld zwischen Trauer und Trauma können verlorene Sicherheit, das Infrage-stellen des Verständnisses der eigenen Welt, sich aufdrängende Bilder und schwierige Fragen Familien in ungewohnte und nicht selten ängstigende Situationen bringen. Dabei befinden sich Kinder entwicklungsbedingt in einer grundlegend anderen Position als Erwachsene, wenn es zu potenziell traumatisierenden Lebensereignissen kommt. Das hat vielfältige Auswirkungen für die konkrete Begleitung von Kindern und Bezugspersonen.
In diesem Kurzbeitrag stellt die KinderKrisenIntervention der AETAS Kinderstiftung ihre Arbeit vor. Anhand aktueller psychotraumatologischer und bindungstheoretischer Erkenntnisse sollen konkrete Empfehlungen zur Begleitung von Kindern, Bezugspersonen und Fachkräften nach Extremereignissen dargestellt werden.
Anmeldeschluss ist Montag, der 23.03.2026, 18 Uhr
FINKELDEI, SIMON
Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut (VT), Lehrtherapeut, Supervisor. Nach seiner Tätigkeit im Rettungsdienst studierte Herr Finkeldei Psychologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Seit 1999 ist er im Bereich Psychosoziale Notfallversorgung aktiv. 2007 war er am von Tita Kern entwickelten Konzept APSN und dessen Umsetzung im Pilotprojekt „KIDS – Kinder nach belastenden Ereignissen stützen“ beteiligt. Herr Finkeldei ist Psychotherapeutischer Leiter der KinderKrisenIntervention der AETAS Kinderstiftung und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Trauma Hilfe Zentrums München e.V.. Als Dozent lehrt er zu den Schwerpunktthemen Krisenintervention/Notfallpsychologie, Suizidprävention und Traumatherapie.
KERN, TITA
Psychotraumatologin (MSc.), Systemische Familientherapeutin (DGSF), Traumatherapeutin. Nach ihrer Tätigkeit im Rettungsdienst war Frau Kern langjährig stellvertretende Leitung des KIT-München (Krisenintervention im Rettungsdienst) und Leitung der Akademie und der Nachsorge des KIT Münchens. Sie entwickelte den traumaspezifischen Frühinterventionsansatz „Aufsuchende Psychosozial Systemische Notfallversorgung (APSN)“ und war von 2007 an die fachliche Leitung des nach diesem Konzept arbeitenden Pilotprojektes „KIDS – Kinder nach belastenden Ereignissen stützen“ beim Arbeiter Samariter Bund München.
2013 wurde zur Sicherung des Angebotes die AETAS Kinderstiftung in München gegründet, deren fachliche Leitung Frau Kern ist. Als Dozentin lehrt und schreibt sie zu den Schwerpunktthemen Notfallpsychologie, Traumatherapie sowie Folgen komplexer Traumatisierung im Kindes- und Jugendalter.
Kunsttherapie bietet eine gute Möglichkeit, sich in einem geschützten und begleiteten Rahmen über künstlerische Mittel auszuprobieren. Sie fördert die eigenen Fähigkeiten zur Selbstregulation und unterstützt einen ressourcenorientierten Kontext. Die Erfahrung eigener schöpferischer Kräfte ermöglicht das Erleben eigener Kompetenz und stärkt Mut und Vertrauen in die Gestaltung des eigenen Lebens.
Anmeldeschluss: 02.03.2026, 18:00 Uhr
Der Frauennotruf München arbeitet seit 1992 zum Thema sexualisierte Gewalt und wird mit Hilfe von öffentlichen Mitteln und Spenden finanziert. Wir beraten und unterstützen Frauen* die sexualisierte Gewalt erlebt haben. Darunter zählt u.a. Vergewaltigung, Gewalt, Grenzverletzungen und sexuelle Belästigung. Ebenso beraten wir angehörige Bezugspersonen wie Eltern, Freund*innen oder Partner*innen und Fachpersonal zum Thema sexualisierte Gewalt.
Anmeldeschluss: Montag, 23.02.2026, 18:00 Uhr
Der WEISSE RING ist ein gemeinnütziger Verein, der sich seit 1976 in Deutschland für die Unterstützung von Kriminalitätsopfern und deren Angehörige sowie für Prävention einsetzt.
Zu den Hilfsmöglichkeiten zählen unter anderem menschlicher Beistand und persönliche Betreuung, Begleitung zur Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht, Gewährung von Rechtsschutz sowie finanzielle Unterstützung bei tatbedingten Notlagen. Für die Betroffenen stehen rund 2.900 ehrenamtliche, professionell ausgebildete Opferhelferinnen und Opferhelfer in ca. 400 Außenstellen in ganz Deutschland zur Verfügung. Unabhängig von Geschlecht, Alter, Religion, Staatsangehörigkeit und politischer Überzeugung erhalten Opfer von Kriminalität schnelle direkte Hilfe. Darüber hinaus leistet der Verein wichtige Präventionsarbeit und setzt sich politisch für die Belange von Opfern ein. Finanziert wird die Arbeit größtenteils durch Spenden und Mitgliedsbeiträge.
Seit 2013 ist der WEISSE RING beratend tätig für die Antragsstellung von Hilfeleistungen aus dem bundesweiten Fonds Sexueller Missbrauch für Betroffene, die in ihrer Kindheit oder Jugend sexuellen Missbrauch im familiären Bereich erlitten haben und noch heute unter dessen Folgewirkungen leiden.
Anmeldeschluss: 16.02.2026, 18:00 Uhr