Scham ist eine zutiefst soziale und bindungsbezogene Emotion. Sie entsteht im Blick realer oder vorgestellter anderer und betrifft nicht nur eine Handlung, sondern das Erleben der eigenen Person: „Mit mir stimmt etwas nicht. Ich bin beschädigt, minderwertig oder der Zugehörigkeit nicht würdig. Besonders nach sexualisierter Gewalt in der Kindheit kann Scham über lange Zeit fortbestehen. Sie erschwert das Sprechen über die Erfahrung, beeinflusst die Reaktionen auf Offenlegung und kann den Zugang zu Hilfe und tragfähigen Beziehungen behindern.
Der Vortrag verbindet bindungstheoretische und traumatherapeutische Perspektiven mit aktuellen Forschungsergebnissen zur Scham nach sexualisierter Gewalt in der Kindheit. Er zeigt, wie Scham in missbrauchenden und beschämenden Beziehungen entsteht, durch Reaktionen des familiären und sozialen Umfeldes verstärkt werden kann und schließlich das Selbstbild, die Beziehungsfähigkeit sowie das Offenlegen traumatischer Erfahrungen prägt. Scham wird dabei nicht lediglich als Begleitsymptom verstanden, sondern als ein zentraler Mechanismus, durch den Gewalt und Beziehungserfahrungen im Selbst fortwirken.
Bindungstraumatisierung ist keine Diagnose im Sinne der klassischen Diagnosesysteme (ICD, DSM). Dennoch kann sie weitreichende Folgen für Beziehungsgestaltung sowie auf körperliche und psychische Gesundheit haben. In diesem Vortrag wollen wir zunächst grundsätzlich klären, was unter Bindungstraumatisierung verstanden wird. Dabei nähern wir uns dem Thema aus einer nervensystematischen Perspektive an. Darüber hinaus soll eine Idee vermittelt werden, warum es hilfreich sein kann, Bindungstraumatisierung auch im Kontext von Diagnosen zu berücksichtigen, die auf den ersten Blick nicht unmittelbar mit Trauma assoziiert werden wie z.B. Depressionen oder chronische Entzündungsprozesse. Der Vortrag bietet einen ersten Überblick über dieses Thema und richtet sich an alle Interessierten.
Die musiktherapeutische Stabilisierungsgruppe basiert auf dem Prinzip, durch gemeinsames Musizieren und Hören von Musik sichere und unterstützende Räume zu schaffen, die den Austausch und das Erleben von Gefühlen ermöglichen. Dies fördert die Selbstregulation, stärkt das Gefühl mit anderen Menschen verbunden zu sein und unterstützt damit die Bewältigung von Traumafolgen. Sie müssen dazu kein Instrument spielen können sondern sind eingeladen mit verschiedenen Instrumenten zu experimentieren.
Die musiktherapeutische Stabilisierungsgruppe findet als feste und fortlaufende Gruppe mit mindestens 9 und maximal mit 14 Teilnehmer*innen statt.
Der erste Termin dient als Information über die Vorgehensweise, die Inhalte und sie können die verschiedenen Instrumente erkunden. Zudem lernen Sie die anderen Gruppenmitglieder sowie die Gruppenleiter*innen kennen.
Nach diesem ersten Termin entscheiden Sie sich verbindlich zur Teilnahme.
Achtung, die Gruppe findet nicht im THZM e.V. statt, sondern in Rosenheim, in der Nähe des Bahnhofes.
Bindungstraumatisierung ist keine eigenständige Diagnose im ICD. Und dennoch kann es für die Behandlung psychisch belasteter Menschen hilfreich sein, ein grundlegendes Verständnis davon zu haben. Warum? Genau dieser Frage möchte ich in meinem Vortrag nachgehen.
Wir beginnen bei der klassischen Bindungstheorie, werfen einen kurzen Blick auf Traumatisierung im Allgemeinen und beschäftigen uns etwas ausführlicher mit Stressregulation. Aus dieser Perspektive kann sich der Blick auf Diagnosen wie zum Beispiel Depression, Angstörungen oder auch Sucht verändern. Darüber hinaus bringt Bindungstraumatisierung einige Besonderheiten mit sich, die auch für die therapeutische Arbeit relevant sein können. Hierzu möchte ich einige grundlegende Gedanken Anregungen mit auf den Weg geben.
Der Vortrag versteht sich als Einführung und als Einladung, vertraute Phänomene einmal aus einer etwas anderen Perspektive zu betrachten.
In diesem Vortrag wird deutlich gemacht, wie man sicher von Anfang an mit Traumatisierungen arbeitet und zügig zur Traumakonfrontation kommt. Anhand des Prozessmodells wird dargestellt, wie das methodenübergreifend möglich ist.
Unabhängig von den spezifischen Charakteristika der einzelnen Methoden bekommen die Teilnehmenden einen Kompass an die Hand für die Begegnung und Zielsetzung in der Beratung oder Therapie ihrer Klient:innen.
Zielgruppe: PsychotherapeutInnen, psychosoz. Fachkräfte, Ärzt:innen, Berater:innen
Trauma erschüttert zutiefst das subjektive Sicherheitsgefühl und dadurch wird Bindung zum zentralen Regulationssystem belasteter Menschen.
Moralische Verletzungen erschüttern zusätzlich das eigene Werte-, Identitäts- und Beziehungssystem mit den Folgen, dass Scham, Schuld, Misstrauen, Rückzug und Bindungsprobleme besonders hartnäckig werden. Zudem erschüttert dieses das Kohärenzgefühl zutiefst.
Ziel dieses Vortrages ist es, diesen Prozess von Trauma auf unser Bindungsverhalten im Kontext auf moralische Verletzungen zu verstehen, die unterschiedlichen Reaktionen kennenzulernen und daraus folgend, wie eine gute Begleitung für belastete Personen unter dem besonderen Gesichtspunkt von „Bindung“ hilfreich sein kann.
Affektstabilisierung, Selbstwirksamkeit und Selbstfürsorge durch BODY 2 BRAIN CCM®: Durch bestimmte willentliche Körperhaltungen und Körpertätigkeiten Mimik, Gestik, sensomotorische Abläufe können Klientinnen und Klienten lernen, ihre Affekte zu beeinflussen – beruhigend bei Wut und Panik oder stimulierend bei Niedergeschlagenheit/Depression und Ängstlichkeit. Besonders nach Traumatisierung ist diese Möglichkeit zur Selbstwirksamkeit für Betroffene sehr wertvoll.
Level I dient der gezielten Anwendung von BODY 2 BRAIN Übungen bei verschiedenen Krankheitsbildern.
Schwerpunkte:
Erarbeitung eines positiven Körperbildes, Körpergedächtnis, Affekt und Selbstregulation am Beispiel Angst und Wut.
Level I ist auch als Element der Selbstfürsorge für Therapeutinnen und Therapeuten konzipiert.
Voraussetzung zur Gesamtausbildung:
abgeschlossene Berufsausbildung im Bereich der Medizin, Psychologie, Psychotherapie, der Krankenpflege und Altenpflege, Ergotherapie, Logopädie, der Pädagogik und Heilpädagogik, der Sozialpädagogik und Sozialarbeit, Seelsorge und Beratung, Kinder- und Jugendhilfe, Trauma-Fachberatung.
Teilnahme anderer Berufsgruppen nur auf Anfrage.
Aktive Embodiment-Mitarbeit wird vorausgesetzt.
Das Ausbildungsangebot dient nicht dem eigenen Therapieersatz/der eigenen Therapieergänzung.
Ausbildung:
– Einführungstag Basic (ausschließlich Präsenzveranstaltung)
– Ganztageskurs BODY 2 BRAIN CCM Level I (ausschließlich Präsenzveranstaltung)
– Ganztageskurs BODY 2 BRAIN CCM Level II ausschließlich Präsenzveranstaltung)
– Ganztageskurs BODY 2 BRAIN CCM Level III ausschließlich Präsenzveranstaltung)
– 4 x 2 Einheiten online Theorie-Vertiefung (Neurologie, Neurophysiologie, Psychotraumatologie)
– 16 Einheiten Supervision, davon jeweils nur maximal 4 als online-Supervision
– schriftliche Arbeit über 8 Therapieeinheiten BODY 2 BRAIN CCM Anwendungen
Unabhängig von einer Ausbildung können je nach Interesse die Module auch einzeln gebucht/besucht werden.
Nachdem die Grundlagen von Embodiment, Körperpsychotherapie und BODY 2 BRAIN vermittelt wurden und bei Klientinnen und Klienten zur Anwendung kamen, wird anhand der Erfahrungen ergänzt und vertieft.
In Level II wird vor allem die Möglichkeit der Kombination von BODY 2 BRAIN CCM® Übungen mit anderen therapeutischen Elementen aufgezeigt und geübt Themenschwerpunkte sind Nähe und Distanz, Selbstbild, Anblick und Selbstakzeptanz und Würde, Trauma, Ressourcen- Verankerung mit B2B.
Level II beinhaltet auch wiederum Elemente der Selbstfürsorge für Therapeutinnen und Therapeuten.
Affektstabilisierung, Selbstwirksamkeit und Selbstfürsorge durch BODY 2 BRAIN CCM®: Durch bestimmte willentliche Körperhaltungen und Körpertätigkeiten Mimik, Gestik, sensomotorische Abläufe können Klientinnen und Klienten lernen, ihre Affekte zu beeinflussen – beruhigend bei Wut und Panik oder stimulierend bei Niedergeschlagenheit/Depression und Ängstlichkeit. Besonders nach Traumatisierung ist diese Möglichkeit zur Selbstwirksamkeit für Betroffene sehr wertvoll.
Level I dient der gezielten Anwendung von BODY 2 BRAIN Übungen bei verschiedenen Krankheitsbildern.
Schwerpunkte:
Erarbeitung eines positiven Körperbildes, Körpergedächtnis, Affekt und Selbstregulation am Beispiel Angst und Wut.
Level I ist auch als Element der Selbstfürsorge für Therapeutinnen und Therapeuten konzipiert.
Voraussetzung zur Gesamtausbildung:
abgeschlossene Berufsausbildung im Bereich der Medizin, Psychologie, Psychotherapie, der Krankenpflege und Altenpflege, Ergotherapie, Logopädie, der Pädagogik und Heilpädagogik, der Sozialpädagogik und Sozialarbeit, Seelsorge und Beratung, Kinder- und Jugendhilfe, Trauma-Fachberatung.
Teilnahme anderer Berufsgruppen nur auf Anfrage.
Aktive Embodiment-Mitarbeit wird vorausgesetzt.
Das Ausbildungsangebot dient nicht dem eigenen Therapieersatz/der eigenen Therapieergänzung.
Ausbildung:
– Einführungstag Basic (ausschließlich Präsenzveranstaltung)
– Ganztageskurs BODY 2 BRAIN CCM Level I (ausschließlich Präsenzveranstaltung)
– Ganztageskurs BODY 2 BRAIN CCM Level II ausschließlich Präsenzveranstaltung)
– Ganztageskurs BODY 2 BRAIN CCM Level III ausschließlich Präsenzveranstaltung)
– 4 x 2 Einheiten online Theorie-Vertiefung (Neurologie, Neurophysiologie, Psychotraumatologie)
– 16 Einheiten Supervision, davon jeweils nur maximal 4 als online-Supervision
– schriftliche Arbeit über 8 Therapieeinheiten BODY 2 BRAIN CCM Anwendungen
Unabhängig von einer Ausbildung können je nach Interesse die Module auch einzeln gebucht/besucht werden.
Vermittlung von Grundlagen zu Neurologie/Neurophysiologie und verbunden mit angewandten Beispielen zu Körpertherapie/Embodiment. Übungen und erste eigene Erfahrungen mit der Methode, unter anderem zu den Themen „äußere Haltung macht innere Haltung , Stabilität und Standhaftigkeit, Vorgehensweisen.
Voraussetzung zur Gesamtausbildung:
abgeschlossene Berufsausbildung im Bereich der Medizin, Psychologie, Psychotherapie, der Krankenpflege und Altenpflege, Ergotherapie, Logopädie, der Pädagogik und Heilpädagogik, der Sozialpädagogik und Sozialarbeit, Seelsorge und Beratung, Kinder- und Jugendhilfe, Trauma-Fachberatung.
Teilnahme anderer Berufsgruppen nur auf Anfrage.
Das Modul Basic ist unabhängig von beruflichen Voraussetzungen allen Interessierten zugänglich.
Aktive Embodiment-Mitarbeit wird vorausgesetzt.
Das Ausbildungsangebot dient nicht dem eigenen Therapieersatz/der eigenen Therapieergänzung.
Ausbildung:
– Einführungstag Basic (ausschließlich Präsenzveranstaltung)
– Ganztageskurs BODY 2 BRAIN CCM Level I (ausschließlich Präsenzveranstaltung)
– Ganztageskurs BODY 2 BRAIN CCM Level II ausschließlich Präsenzveranstaltung)
– Ganztageskurs BODY 2 BRAIN CCM Level III ausschließlich Präsenzveranstaltung)
– 4 x 2 Einheiten online Theorie-Vertiefung (Neurologie, Neurophysiologie, Psychotraumatologie)
– 16 Einheiten Supervision, davon jeweils nur maximal 4 als online-Supervision
– schriftliche Arbeit über 8 Therapieeinheiten BODY 2 BRAIN CCM Anwendungen
Unabhängig von einer Ausbildung können je nach Interesse die Module auch einzeln gebucht/besucht werden.