Modul 1:
  • Stabilisierungstechniken
  • Resilienz- und Ressourcenorientierung, Ressourcenaktivierung auf verschiedenen Ebenen
  • Einführung in die Arbeit mit imaginativen Verfahren
  • Distanzierungstechniken, „“Ego-State“-orientierte Arbeit mit inneren verletzten Anteilen
  • Achtsamkeit und MItgefühl als Grundhaltung; Achtsamkeitsübungen
  • Selbstfürsorge
  • Fallvignetten und Kleingruppenarbeit
Modul 2
  • Distanzierungstechniken, „Ego-State“-orientierte Arbeit mit inneren verletzten und inneren verletzenden Anteilen
  • Umgang mit Dissoziation
  • Fortsetzung der Arbeit aus Modul 1 und verstärkte Kleingruppenarbeit
  • Selbsterfahrung mit dem erlernten Verfahren
Modul 3
  • Vertiefung des Verfahrens
  • Beobachter- und die Bildschirmtechnik als Verfahren der Traumakonfrontation in PITT® erarbeitet, demonstirert und eingeübt
  • Selbsterfahrungs- und Supervisionsmöglichkeit von Fallvignetten ggfs. möglich
Seminar 1: 19./20.11.2027 Therapieplanung und Stolpersteine in der Behandlung von Menschen mit komplexen Traumafolgestörungen ( 12 Stunden)
  • Das Spektrum der Traumafolgestörungen & Implikationen für die Behandlung: Bindungsstörungen, komplexe posttraumatische Belastungsstörung (kPTBS), partielle Dissoziative Identitätsstörung pDIS), Dissoziative Identitätsstörung (DIS)
  • Behandlungsplanung in der Therapie von Menschen mit komplexen Traumafolgestörungen: Übersicht über Interventionen, Indikationen & Kontraindikationen, Pacing & Leading, langfristige Therapieziele
  • Stolpersteine in der Langzeitbehandlung: Probleme in der Therapiebeziehung, Chronische Depersonalisations- & Derealisationsstörung, Verlassenheitsängste, Abhängigkeiten in Therapien, «versteckte» Persönlichkeitsstörungen (Borderline, Narzissmus), artifizielle Erinnerungen, instabile oder gewalttätige Lebensumstände, u.a.
  • Möglichkeiten, Grenzen und Risiken in der Arbeit mit Persönlichkeitszuständen bei (p)DIS
Literaturempfehlung für das Seminar:
Steele K., Boon S., Van der Hart O. (2021): Die Behandlung traumabasierter Dissoziation. Probst Verlag. Kapitel 1-4 (p. 53 – 118), 6-14 (p. 119 – 346)
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Seminar 2: 10./11.03.2028 Traumabindung und Risiken für Therapeut*innen (12 Stunden)
  • Traumabindung («Trauma-Coerced Attachment»): Merkmale, Therapie, Gefahren, Behandlung
  • Teufelskreis von Gewalt: Bindungstrauma & Reviktimisierung, Möglichkeiten für den Ausstieg
  • Möglichkeiten & Grenzen der Behandlung bei anhaltender Gewalt
  • Dunkle Tetrade bei Täter:innen & Implikationen für die Therapie, speziell Umgang mit Psychopathie und Sadismus
  • Dysfunktionale Copingstrategien: Suizidalität, Selbstverletzungen, Fremdgefährdung
  • Warnhinweise für Therapeut:innen: Aggressionen, «False Litigant Syndrome» & Falschbeschuldigungen gegen Therapeut:innen, Burnout
Literaturempfehlng für das Seminar:
Steele K., Boon S., Van der Hart O. (2021): Die Behandlung traumabasierter Dissoziation. Probst Verlag Kapitel 15 – 19 (p. 347 – 474)
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Seminar 3: 19./20.05.2028 Traumakonfrontation bei Komplextrauma (12 Stunden)
  • Traumakonfrontation bei kPTBS und pDIS/DIS: mögliche Techniken unter Berücksichtigung der Komplexität der Traumafolgestörungen, Anpassung bekannter Techniken, Vorsichtsmassnahmen
  • Vorgehen bei Traumakonfrontation: Symptomlandkarte, Traumalandkarte, Behandlungsplanung, Affektregulationsmassnahmen, u.a.
  • Spezielle Herausforderungen: Exposition von Scham, Bindungsängsten, Verlassenheitsängsten, Wut & Aggression, Rachephantasien, u.a
  • Trauern, Neuorientieren, Entwickeln neuer Lebensperspektiven
Literaturempfehlung für das Seminar:
Steele K., Boon S., Van der Hart O. (2021): Die Behandlung traumabasierter Dissoziation. Probst Verlag: Kapitel 20 – 23 (p. 475 – 558)
Sack, M., Gromes B. (2020). Schonende Traumatherapie: Ressourcenorientierte Behandlung von Traumafolgestörungen. Klett-Cotta.
Kapitel 6: Schonende konfrontative Behandlungstechniken
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Teilnahmebedingungen:
  • Grundlagenwissen zur Psychotraumatologie
  • approbierte Ärzt*innen und psychologische Psychotherapeut*innen mit Grundwissen der Psychotramatologie, die regelmäßig mit Menschen mit Traumafolgen arbeiten – Ausnahmen auf Nachfrage
  • Der vorherige Besuch des Diagnostikseminars wird empfohlen, ist jedoch keine Voraussetzung.
  • Die Seminarreihe sollte als Ganzes besucht werden – Teilnahme an Einzelseminaren nur auf Nachfrage.
Fortbildungspunkte werden bei der Bundesärztekammer beantragt
Grundlagen zur Entstehung posttraumatischer Störungen, von Bindungstraumatisierungen zu Monotrauma bis zu schweren dissoziativen Störungen
Diagnostik nach multiaxialem Trauma-Dissoziations-Modell nach ICD-11:
o Kapitel „Spezifisch belastungsbezogene Störungen“ (6B4): posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), komplexe PTBS (kPTBS), Anhaltende Trauerstörung, Anpassungsstörung
o Kapitel „Dissoziative Störungen“ (6B6): Dissoziative Identitätsstörung (DIS), partielle DIS, dissoziativ-neurologische Symptomstörungen, Depersonalisa-tions-Derealisationsstörung, Dissoziative Amnesie. Zusätzlich: Imitierte und falsch positive DIS
o Persönlichkeitsstörungen, inkl. Borderline-Muster
o Komorbide Störungen
Differentialdiagnosen, insbesondere:
o Affektregulationsprobleme: kPTBS, Borderline-Muster, bipolare Störung, ADHS, pDIS/DIS
o Stimmenhören: DIS, Schizophrenie, u. a.
Fragebögen: Trauma und Dissoziative Symptome Interview (TADS-I, nach S. Boon & H. Mathess), International Trauma Questionnaire (ITQ), und andere
Verstehen von Traumadiagnostik als Prozessdiagnostik
Grundlagen für Berichte an Versicherungen, Krankenkassen, Strafverfolgungs- und Migrationsbehörden, und andere; Besonderheiten bei der Begutachtung
Inhalte aus dem DeGPT Curriculum: Vertiefungsmodul „Dissoziative Störung“ (2 Stunden)
– Strukturierte diagnostische Abklärung von Art und Schwere der Dissoziativen
– Symptome [c PTSD, (partielle) Dissoziative Identitätsstörung, partielle DIS und DIS (ICD 11)] und Störungen
– Differenzialdiagnostik mit anderen psychiatrischen Störungen (Psychosen, Schizophrenie, Persönlichkeitsstörungen und Zwangserkrankungen). Klinisch therapeutische Implikationen
Zielgruppe: Fachleute und Interessierte.
Das Diagnostikseminar ist sowohl auf Einsteiger*innen wie auch auf Fortgeschrittene Fachleute ausgerichtet. Dies gelingt, indem z.B. mit ausführlichen Übersichtstabellen gearbeitet wird, die später im Selbststudium zur Vertiefung verwendet werden können.
!! Dieses Seminar kann unabhängig von den weiteren Seminaren besucht werden. Der Fokus liegt auf Wissensvermittlung und Besprechen von eigenen Fällen zur Verbindung von Theorie und Praxis.
Fortbildungspunkte werden bei der Bundesärztekammer beantragt.
Wer mit traumatisierten Menschen arbeitet, begegnet Geschichten, die nachwirken und
erschüttern. Manchmal ist es eine akute Krise, manchmal das Gefühl, festzuhängen oder mit
dem Schweren allein zu sein. Wer anderen Halt gibt, braucht selbst einen Ort, an dem er Halt
finden kann.
Unsere Supervisionsgruppe richtet sich an psychotherapeutisch tätige Heilpraktiker:innen und
Sozialpädagog:innen, die mit Menschen mit Traumafolgestörungen arbeiten. Gerade in
Einzelpraxen kommt die Kooperation und der Austausch zu kurz. Wir sind in der Behandlung oft
„zu nah dran“ und von der Komplexität erdrückt. Hier neue Wege zu suchen und andere
Perspektiven zu hören, ist eine wichtige Säule dieses Angebotes. Oft wird die Dynamik und
Komplexität eines Falls dem Behandelnden selbst in der Fallvorstellung transparent und kann
durch die verschiedenen Perspektiven der anderen Teilnehmer:Innen besser eingeordnet und
entlasteter behandelt werden. Da Traumatisierung mit Grenzverletzungen zu tun haben, richtet
diese Supervision sich besonders auf die Sicherung eigener Grenzen.
Die Gruppe trifft sich einmal monatlich online, dienstags von 18:00 bis 20:00 Uhr, mit sechs bis
acht Teilnehmenden. Alle Fallbesprechungen erfolgen anonymisiert und unter Schweigepflicht.
Eine Kontinuität der Teilnahme während eines Jahres wird erwartet. Die ersten zwei Treffen finden
als „Schnuppermöglichkeit“ statt. Wobei ein „Schnuppertermin“ wahrgenommen werden muss.
Wer mit traumatisierten Menschen arbeitet, begegnet Geschichten, die nachwirken und
erschüttern. Manchmal ist es eine akute Krise, manchmal das Gefühl, festzuhängen oder mit
dem Schweren allein zu sein. Wer anderen Halt gibt, braucht selbst einen Ort, an dem er Halt
finden kann.
Unsere Supervisionsgruppe richtet sich an psychotherapeutisch tätige Heilpraktiker:innen und
Sozialpädagog:innen, die mit Menschen mit Traumafolgestörungen arbeiten. Gerade in
Einzelpraxen kommt die Kooperation und der Austausch zu kurz. Wir sind in der Behandlung oft
„zu nah dran“ und von der Komplexität erdrückt. Hier neue Wege zu suchen und andere
Perspektiven zu hören, ist eine wichtige Säule dieses Angebotes. Oft wird die Dynamik und
Komplexität eines Falls dem Behandelnden selbst in der Fallvorstellung transparent und kann
durch die verschiedenen Perspektiven der anderen Teilnehmer:Innen besser eingeordnet und
entlasteter behandelt werden. Da Traumatisierung mit Grenzverletzungen zu tun haben, richtet
diese Supervision sich besonders auf die Sicherung eigener Grenzen.
Die Gruppe trifft sich einmal monatlich online, dienstags von 18:00 bis 20:00 Uhr, mit sechs bis
acht Teilnehmenden. Alle Fallbesprechungen erfolgen anonymisiert und unter Schweigepflicht.
Eine Kontinuität der Teilnahme während eines Jahres wird erwartet. Die ersten zwei Treffen finden
als „Schnuppermöglichkeit“ statt. Wobei ein „Schnuppertermin“ wahrgenommen werden muss.
Wer mit traumatisierten Menschen arbeitet, begegnet Geschichten, die nachwirken und
erschüttern. Manchmal ist es eine akute Krise, manchmal das Gefühl, festzuhängen oder mit
dem Schweren allein zu sein. Wer anderen Halt gibt, braucht selbst einen Ort, an dem er Halt
finden kann.
Unsere Supervisionsgruppe richtet sich an psychotherapeutisch tätige Heilpraktiker:innen und
Sozialpädagog:innen, die mit Menschen mit Traumafolgestörungen arbeiten. Gerade in
Einzelpraxen kommt die Kooperation und der Austausch zu kurz. Wir sind in der Behandlung oft
„zu nah dran“ und von der Komplexität erdrückt. Hier neue Wege zu suchen und andere
Perspektiven zu hören, ist eine wichtige Säule dieses Angebotes. Oft wird die Dynamik und
Komplexität eines Falls dem Behandelnden selbst in der Fallvorstellung transparent und kann
durch die verschiedenen Perspektiven der anderen Teilnehmer:Innen besser eingeordnet und
entlasteter behandelt werden. Da Traumatisierung mit Grenzverletzungen zu tun haben, richtet
diese Supervision sich besonders auf die Sicherung eigener Grenzen.
Die Gruppe trifft sich einmal monatlich online, dienstags von 18:00 bis 20:00 Uhr, mit sechs bis
acht Teilnehmenden. Alle Fallbesprechungen erfolgen anonymisiert und unter Schweigepflicht.
Eine Kontinuität der Teilnahme während eines Jahres wird erwartet. Die ersten zwei Treffen finden
als „Schnuppermöglichkeit“ statt. Wobei ein „Schnuppertermin“ wahrgenommen werden muss.
Die Dissoziative Identitätsstörung (DIS) wird häufig mit schwerer psychosozialer Beeinträchtigung, auffälligen Identitätswechseln und deutlich eingeschränkter Alltagsfunktion verbunden. In der klinischen Praxis begegnen jedoch auch Menschen mit DIS oder partieller DIS, die beruflich erfolgreich, sozial angepasst und nach außen hochfunktional erscheinen.
Diese Hochfunktionalität steht nicht im Widerspruch zur Schwere der zugrunde liegenden Störung. Vielmehr kann sie Ausdruck einer ausgeprägten inneren Organisation und Kompartmentalisierung sein: Unterschiedliche Selbst- und Funktionszustände übernehmen spezialisierte Aufgaben, während andere traumabezogene Erfahrungen, Affekte und Erinnerungen vom Alltag weitgehend getrennt bleiben.
Die Fortbildung vermittelt eine differenzierte Betrachtung dissoziativer Störungen zwischen psychopathologischer Beeinträchtigung und äußerer Funktionsfähigkeit. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Frage, warum hohe Leistungsfähigkeit eine schwere dissoziative Symptomatik verdecken kann und welche Konsequenzen sich daraus für Diagnostik, Differentialdiagnostik und Behandlung ergeben.
Teil 1: Diagnostik, Phänomenologie und Hochfunktionalität
Teil 2: Differentialdiagnostik, therapeutische Konsequenzen und Fallarbeit
In der Arbeit mit Menschen mit Traumafolgestörungen ist die Stimme mehr als ein Transportmittel für Worte. Tempo, Pausen, Lautstärke und Klangfarbe entscheiden mit darüber, ob ein Gegenüber sich sicher fühlt und ob eine Beziehung tragfähig wird. Gleichzeitig zeigt die eigene Stimme, wie es der sprechenden Person selbst gerade geht – besonders unter emotionaler Belastung.
Der erste Termin öffnet den Zugang zur eigenen Stimme: Atem, Körperspannung, Klang sowie die eigenen stimmlichen Muster in verschiedenen Gesprächssituationen. Sie lernen erste Techniken zur Stimmpflege kennen.
Im zweiten Termin blicken wir auf die Stimme als Instrument. Sie erproben, wie Ihre Stimme Ihre Sprechabsicht (z.B. zu regulieren, zu orientieren, abzuschließen) unterstützen kann – und wo unbeabsichtigte Wirkungen entstehen können.
Der dritte Termin richtet den Blick auf das Gegenüber. Die Wahrnehmung für Phänomene wie Tonlosigkeit oder Stimmbruchstellen wird sensibilisiert. Ergänzend werden stimmliche Angebote vorgestellt, die Selbstwirksamkeit stärken können.
Ziel der Reihe ist es, die eigene Stimme als bewusst einsetzbares Werkzeug der Beziehungsgestaltung zu verstehen, sie im Berufsalltag zu schonen und stimmliche Signale bei Klient*innen differenzierter wahrzunehmen. Es geht nicht um Stimmbildung oder Auftrittstraining; stimmliche Vorerfahrung ist nicht erforderlich
Wenn Kinder über lange Zeit oder bei zentralen (Beziehungs-) Erfahrungen immer wieder über ihre Kräfte gehen müssen, bringt dies sowohl kurz-, als auch langfristig Folgen für ihr Selbst- und Weltverständnis mit sich.
Die Konsequenzen solch massiver und früher Belastung unterscheiden sich in Symptomatik aber auch in der Art und Weise sich selbst, die Welt und sich selbst in dieser Welt zu erleben teils deutlich von den Folgen anderer oder späterer Monotraumatisierungen. Wenn Orientierung schon früh sehr schwierig ist, brauchen Kinder später umso sicherere Leuchttürme.
Wie erleben Kinder, deren Reise in stürmischen Gewässern begann, die Welt? Wie gestalten sich sehr alte und ganz neue Bindungs- und Beziehungsfragen? Warum verwechseln diese Kinder unter Umständen immer wieder Vergangenheit und Gegenwart, auch wenn jetzt doch „alles gut ist? Was braucht es um neue, heilsame Erfahrungen machen zu können und welche Unterstützungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche gibt es auf beraterischer Ebene?
Der Impulsvortrag geht diesen und weiteren traumapädagogischen Fragen nach und vermittelt praxisbezogen hilfreiches Wissen und Ansätze zur Unterstützung von kleinen und größeren Seefahrenden.
Umfang:
Je Unterrichtstag: 9 UEs
Insgesamt: 18 UEs