Umfang: 9 UEs
Bitte melden Sie sich in diesem Kurs an, wenn Sie KEINEN eigenen Fall in der Supervision einbringen möchten.
Die Supervision ist nur für die Teilnehmenden des aktuellen Curriculums vorgesehen.
Wenn man Lebensgeschichten von Menschen mit Suchtproblemen betrachtet, wird schnell deutlich, dass diese meist von traumatischen Erfahrungen geprägt sind.
Sie beginnen häufig bereits in früher Kindheit und ziehen sich durch die Lebensbiografie wie „ein roter Faden“. Häufig geht es um frühe interpersonelle Traumatisierungen, wie sexuellen Missbrauch, emotionale oder körperliche Misshandlung, aber auch um traumatische Erfahrungen in späteren Lebensabschnitten.
Es bestehen also häufig Zusammenhänge zwischen Traumatisierungen und Substanzmittelkonsum, der bei vielen Betroffenen als Bewältigungs-, wenn nicht Überlebensstrategie verstanden werden kann.
Bei Helfer*innen und Angehörigen besteht oft Unsicherheit, wie ein gutes Unterstützungsangebot für Betroffene aussehen kann. Abgesehen von der Notwendigkeit eines integrativen therapeutischen Behandlungsangebotes, ist es wichtig, schon in der Beratung, Begleitung und Betreuung den Folgen dieser traumatischen Erlebnisse und der gewählten Bewältigungsstrategie Rechnung zu tragen, um eine erfolgreiche Unterstützung zu gewährleisten.
  • Theoretische und praxisorientierte Grundlagen zum Themenfeld „Sucht“ -einschließlich geschlechtsspezifischer Besonderheiten
  • Diagnostik
  • Zahlen und Fakten
  • Zusammenhänge zwischen Traumatisierung und Sucht und die Auswirkungen auf die Beratung
  • Praxisrelevantes Beratungs- und Behandlungswissen
  • Ressourcenorientierte und stabilisierende Techniken als Interventionsansätze bei Menschen mit Suchtmittelabhängigkeit und Traumafolgestörung
  • Vorstellung eines integrativen Behandlungsprogramms, Fallsupervision
Der Workshop ist gekennzeichnet durch einen kontinuierlichen Wechsel an theoretischem
Input und praxisorientierten Übungen.
Umfang: 9 UEs
Bitte melden Sie sich in diesem Kurs an, wenn Sie einen eigenen Fall in der Supervision einbringen möchten.
Die Supervision ist nur für die Teilnehmenden des aktuellen Curriculums vorgesehen.
Therapeutisches Boxen ist kein Boxtraining – sondern eine strukturierte, traumasensible Methode, den Körper als Ressource wiederzuentdecken. Nach belastenden Erfahrungen bleibt das Nervensystem oft im Alarmmodus: Anspannung, Übererregung oder Erstarrung erschweren Selbstregulation und den Zugang zu eigenen Ressourcen. Genau hier setzt diese Praxiswerkstatt an.
Sie lernen das Wirkmodell des therapeutischen Boxens kennen (Trauma – Nervensystem – Körperarbeit), erleben die traumasensible Grundhaltung „Sicherheit vor Herausforderung, Wahrnehmung vor Leistung“ und probieren zentrale Übungen selbst aus: Grundstellung und Grundschläge, Spiegel-, Stop-and-Go- und Pendelübungen sowie Kraft-Dosierung. Kontraindikationen und Red Flags werden ebenso praxisnah behandelt wie der Transfer in Beratung, Therapie und Pädagogik.
Nicht das Kämpfen steht im Mittelpunkt, sondern die Erfahrung: Ich kann mich wahrnehmen. Ich kann mich regulieren. Ich kann handeln.
Sportliche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Sie wissen nicht genau, ob diese Technik etwas für Ihren therapeutischen Alltag ist? Am 25.02.2026 findet hierzu ein 45min. Impulsvortrag statt.
Nach belastenden Erfahrungen reagiert das Nervensystem oft mit Anspannung, Übererregung oder Rückzug. Therapeutisches Boxen nutzt gezielte körperliche Übungen, um Selbstwahrnehmung, Selbstregulation und Handlungskompetenz zu fördern. In diesem Impulsvortrag erhalten Sie einen Einblick in die Zusammenhänge von Trauma, Nervensystem und Körperarbeit und lernen die Grundprinzipien des therapeutischen Boxens kennen. Wer erfahren möchte, wie sich diese Ansätze in der Praxis anfühlen und einsetzen lassen, hat im Präsenzseminar am 09.04.2027 die Möglichkeit, die Methoden selbst zu erleben und auszuprobieren.
Das Basisseminar am 30.04. – 02.05.27 ist Voraussetzung für die Teilnahme an dem Aufbauseminar 1 sowie Aufbauseminar 2.
Im dritten Teil der Seminarreihe erfolgt eine weitere Vertiefung der Arbeit mit transgenerationaler Traumatisierung. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf den Erfahrungen von Verlust, Verlassen-Werden und Nicht-Gesehen-Werden. Diese oft subtil wirkenden Themen prägen das Selbstbild eines Menschen, seine Glaubenssätze, Wertvorstellungen und Beziehungsdynamiken. Nicht selten führen sie dazu, dass Menschen unbewusst ihre Lebensfreude, ihren Erfolg oder ihre persönliche Entwicklung einschränken oder sabotieren.
Untersucht wird dabei auch die Bedeutung früher Erziehungsmodelle und Beziehungserfahrungen in den vorausgegangenen Generationen sowie deren Auswirkungen auf spätere Nachkommen. Dabei stellt sich die Frage, wie generationenübergreifende Dynamiken von den eigenen biografischen Erfahrungen eines Menschen unterschieden werden können. Ebenso wird betrachtet, wie sich sowohl das „Trauma der Ahnen“ als auch das daraus hervorgehende „Trauma der Nachkommen“ erkennen und bearbeiten lässt.
Mithilfe von Videobeispielen, Übungen, Ritualen, Demonstrationen und theoretischen Grundlagen werden diese zentralen Themen praxisnah erforscht. Die Auflösung transgenerationaler Belastungen kann nicht nur individuelle Heilungsprozesse unterstützen, sondern auch einen wichtigen Beitrag zu einem friedlicheren und bewussteren Miteinander leisten.
Aufbauseminar 1 ‚Transgenerationale Traumatisierung unter dem Aspekt von Scham und Schuld“ findet am 16. – 18.7.2027 statt.
Das Basisseminar am 30.04. – 02.05.27 ist Voraussetzung für die Teilnahme an dem Aufbauseminar 1 sowie Aufbauseminar 2.
Im 1. Aufbaumodul der Seminarreihe wird die Arbeit zur transgenerationalen Traumatisierung vertieft und um weitere Herangehensweisen zur Auflösung und Integration überlieferter Traumafolgen ergänzt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem oft unbewussten und unerkannten Nachwirken von Erfahrungen der Vorfahren im Leben ihrer Nachkommen.
Dabei werden Themen wie Verrat, Verachtung, Entwürdigung, Wut, Trauer, Scham, Schuld und Überlebensschuld betrachtet. Nicht selten zeigen sich diese ungelösten Erfahrungen der Ahnen in ähnlicher Form im Leben der Nachfahren. Mitunter übernehmen diese Symptome, erleben vergleichbare Schicksale, entwickeln Erkrankungen oder versuchen durch selbstschädigendes Verhalten, familiäre Themen aus unbewusster Loyalität weiterzuführen oder zu vollenden.
Das Seminar vermittelt, wie solche Dynamiken erkannt und verstanden werden können, und zeigt Wege zu ihrer Auflösung auf. Ziel ist es, die Lasten der Vergangenheit in Ressourcen und neue Handlungsmöglichkeiten im Hier und Jetzt zu verwandeln. Durch Demonstrationen, praktische Übungen und vielfältige fachliche Impulse erhalten die Teilnehmenden konkrete Anregungen für die Begleitung und Bearbeitung transgenerationaler Traumatisierungen.
Aufbauseminar 2 ‚Transgenerationale Traumatisierung unter dem Aspekt von Frühen Störungen“ findet am 10. – 12.12.2027 statt.
In den letzten Jahren haben die Neurowissenschaften gezeigt, wie sich extremer Stress und frühe Traumatisierungen auf das Autonome Nervensystem und den gesamten Organismus auswirken. Gleichzeitig ist das Wissen über die transgenerationale Weitergabe von Traumata durch psychologische und epigenetische Forschung gewachsen.
Heute wird zunehmend erkannt, dass nicht nur Menschen mit schweren traumatischen Erfahrungen unter den Folgen leiden, sondern auch ihre Kinder und Enkel. Die Weitergabe von Traumata wurde besonders bei Nachkommen von Holocaust-Überlebenden sowie von Menschen beobachtet, die Krieg, Vertreibung, Völkermord oder Folter erlebt haben. Auch traditionelle Kulturen kannten dieses Phänomen und entwickelten Rituale, um damit umzugehen.
Im therapeutischen Kontext bleiben solche „ererbten“ Traumatisierungen oft unerkannt, da der Fokus meist auf den Symptomen der Nachkommen liegt. Ohne Verständnis für das ursprüngliche Trauma und die daraus entstandene Kette der Belastungen bleiben viele Probleme jedoch schwer lösbar. Traumatische Erfahrungen können über mehrere Generationen hinweg nachwirken und soziale Beziehungen nachhaltig beeinflussen.
Im Basismodul der Seminarreihe geht es um die Ursachen, Übertragungsmechanismen und Symptome transgenerationaler Traumatisierung. Ziel ist es, Verständnis, Diagnostik und praktische Ansätze zur Heilung des „Traumas der Ahnen“ zu vermitteln. Durch Übungen, Demonstrationen und Selbsterfahrung erhalten die Teilnehmenden wertvolle Werkzeuge zur Bewältigung transgenerationaler Traumata und zur Regulation des Autonomen Nervensystems. Finden die Ahnen Ruhe, kann sich auch das Leben der Nachkommen verändern.
Das Basisseminar ist Voraussetzung für die Teilnahme an dem Aufbauseminar 1 sowie Aufbauseminar 2.
Aufbauseminar 1 „Transgenerationale Traumatisierung unter dem Aspekt von Scham und Schuld“ findet am 16. – 18.07.2027 statt.
Aufbauseminar 2 ‚Transgenerationale Traumatisierung unter dem Aspekt von Frühen Störungen“ findet am 10. – 12.12.2027 statt.
Die einmalige Erfahrung des unbedingten Angenommen-Seins und die Erfahrung von Selbstwirksamkeit, Achtsamkeit und Handlungsorientierung in der psychotherapeutischen Zusammenarbeit mit einem Hund ist tiefgreifend, berührend und außerordentlich heilsam.
Neben der Geschichte der hundgestützten Intervention im therapeutischen Kontext werden Theorie, Wirkfaktoren und Therapieplanung für den Einsatz eines Hundes in der Psychotherapie reflektiert. Überlegungen am Beispiel konkreter Patient:innen, Rahmenbedingungen der therapeutischen Arbeit mit Hunden (u.a. Recht, Haltung, Tierethik) stehen neben den praktischen Überlegungen zur Zusammenarbeit zwischen Patient:in, Hund und Therapeut:in im Fokus dieses Seminars.
Neben Kleingruppenarbeit zur Indikation von hundegestützten Interventionen und deren möglicher Ausgestaltung wird es die Möglichkeit geben, spezifische Fragen zu erörtern.
Videobeispiele des Referenten aus realen Therapie-Situationen unterstützen den theoretischen Lerninhalt.
Ziel des eintägigen Seminars ist der Aufbau grundlegenden Wissens und erster Kompetenzen zum Einsatz eines Hundes in der psychotherapeutischen Arbeit der Teilnehmenden sowie die Kenntnis der rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen.
In diesem Seminar wird ausdrücklich NICHT mit Hunden in vivo gearbeitet bzw. trainiert. Sollte hier Interesse bestehen, haben Sie die Möglichkeit, vertiefende Seminare beim Referenten zu belegen.
Diese Fortbildung richtet sich an Fachkräfte aus dem psychosozialen Bereich, die ihre therapeutische Arbeit um körperorientierte Methoden erweitern möchten.
Im Fokus steht die Vermittlung traumasensibler Yoga- und Körperübungen, die Klient:innen dabei unterstützen können, mehr Sicherheit, Stabilität und Selbstregulation zu entwickeln.
Die Teilnehmenden lernen praxisnahe Tools kennen, die sich sowohl im therapeutischen Alltag als auch im Notfallkontext einsetzen lassen.
Ziel ist es, auf der einen Seite Sicherheit und Stabilität zu fördern, und auf der anderen Seite den Zugang zum eigenen Körper und seinen Empfindungen zu eröffnen. Dadurch wird es möglich, Affekte besser einzuordnen, erlebbar zu machen und in den therapeutischen Prozess zu integrieren.
Zum Methodenrepertoire gehören Atem- und Koordinationsübungen, ressourcenorientierte Körperarbeit sowie auf der Polyvagal-Theorie basierende Ansätze, die leicht in Einzel- oder Gruppensettings Anwendung finden.
Neben der praktischen Arbeit werden theoretische Grundlagen zu Trauma, dessen Auswirkung auf den Körper und, als hilfreiche Methode, die Polyvagal Theorie vermittelt.
Ziel ist es, Fachkräften konkrete Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie ihre Klient:innen unterstützen können, innere Stabilität aufzubauen, den Kontakt zum eigenen Körper zu stärken und heilsame Selbstbestimmtheit zu fördern.
Vorkenntnisse im Yoga sind nicht erforderlich.
Für dieses Seminar werden keine Fortbildungspunkte beantragt.