In heilkundlichen und psychosozialen Arbeitsfeldern begegnen Fachkräften häufig Menschen, die unter innerer Unruhe, emotionaler Überforderung, Scham, Beziehungsunsicherheit oder Rückzug leiden. Belastende Lebens- und Beziehungserfahrungen spielen dabei oft eine zentrale Rolle ohne dass eine therapeutische Behandlung oder Traumabearbeitung angezeigt ist.
Dieses Angebot des Traumahilfezentrums München (THZM) vermittelt eine traumasensible, stabilisierende Grundhaltung, die Sicherheit schafft und Orientierung gibt im Gespräch, im Kontakt und im Alltag.
Ein einführender Vortrag führt in grundlegende Fragen ein:
– Was ist Trauma und welche Bedeutung hat dieses Wissen für psychosoziale und heilkundliche Begleitung?
– Welche Rolle spielen Bindungserfahrungen für heutige Reaktions- und Beziehungsmuster?
– Wie zeigen sich dissoziative Symptome und DIS im Alltag oft leise, situativ und schwer einzuordnen?
Darauf aufbauend werden haltungsgeleitete, alltagstaugliche Zugänge vorgestellt.
Dazu gehören eine stabilisierende und strukturierende Gesprächsführung, das frühzeitige Erkennen von Überforderung und eine regulierende Begleitung, die Förderung von Gegenwartsbezug und Selbstwahrnehmung sowie eine klare Rollenklärung und sichere Grenzsetzung.
Der Schwerpunkt liegt auf dem Wie des Begleitens nicht auf Diagnostik oder einem therapeutischen Behandlungsauftrag.
Das Angebot richtet sich an
Heilpraktiker:innen, Sozialpädagog:innen und weitere psychosoziale Fachkräfte, die Menschen traumasensibel stabilisieren und ihre Arbeit sicher, klar und entlastend gestalten möchten.
Dieser Kurs baut auf der Einführung in die Grundlagen des potenzialfokussierten Brainspottings auf. Er beginnt mit einem kurzen Rückblick sowie der Reflexion der bisherigen Erfahrungen der Teilnehmer:innen. Im weiteren Verlauf werden zusätzliche spezifische Zugangsmöglichkeiten zu einem Brainspot vermittelt, live demonstriert und anschließend in Zweiergruppen praktisch geübt. Neben der Wiederholung bereits gehörter und erlernter Inhalte werden vertiefende neurobiologische Erklärungen zur Wirksamkeit des potenzialfokussierten Brainspottings vermittelt. Im Zentrum steht dabei stets die Beachtung der Selbstregulationskräfte des Gehirns als selbstreferenzielles, selbstregulatives, nicht-lineares und komplexes System. Darüber hinaus werden weitere Zugangswege („Accesses“) zu begeisterungs- und/oder traumabezogenem Belastungsmaterial vorgestellt.
Besonders für die Arbeit mit Klient:innen mit sehr komplexer PTBS sowie mit Personen, die sich außerhalb des Toleranzfensters befinden, ist die Vermittlung von Kombinationsmöglichkeiten aller bisher erlernten Zugangswege von großer Bedeutung.
Zielgruppe
  • Angesprochen sind:
  • Psychotherapeut:innen mit Approbation
  • Ärzt:innen
  • Heilpraktiker:innen mit mindestens dreijähriger psychotherapeutischer Ausbildung bzw. mit staatlicher Erlaubnis zur Ausübung von Psychotherapie
  • Ergo-, Kunst- und Musiktherapeut:innen
  • Nach Rücksprache auch Personen,die in anderen beruflichen Feldern mit traumatisierten Menschen arbeiten oder an eigener Potenzialentfaltung interessiert sind
Gebühren
  • Frühbucherrabatt: 395,- €
  • Bis zwei Monate vor Seminarbeginn: 425,- €
  • Last-Minute-Anmeldung (bis zwei Wochen vor Seminarbeginn): 455,- €
Das von David Grand 2003 zufällig entdeckte „konventionelle“ Brainspotting (BSP) als Weiterentwicklung von EMDR wurde inzwischen nochmals weiterentwickelt und um den Aspekt der Potenzialentfaltung ergänzt.
Bereits Abraham Maslow beschäftigte sich in den 1970er-Jahren im Rahmen seiner Bedürfnispyramide mit dem Aspekt der Selbstverwirklichung. Lichtenberg (1988) beschrieb ein hierarchisch aufgebautes Motivsystem, das durch Traumatisierungserfahrungen beschädigt werden kann. Wolf Büntig, Gründer und Leiter der ZIST-Akademie, entwickelte und praktizierte die sogenannte potenzialorientierte Psychotherapie als Variante der Humanistischen Psychotherapie.
Der Neurobiologe und Hirnforscher Gerald Hüther veröffentlichte 2011 einen „neurobiologischen Mutmacher“, in dem er darlegt, dass die meisten Menschen weit unter ihren Möglichkeiten leben. Er beschreibt, wie neue Erfahrungen und Entdeckungen, die mit Erstaunen und Begeisterung einhergehen, die Ausschüttung von Dopamin bewirken. In einem Vortrag formulierte er prägnant, dass „Begeisterung Dünger für das Hirn“ sei, da Dopamin für verbesserte neuronale Verschaltungen sorgt und eine zentrale Rolle bei Motivationsentwicklung, Bewegung, Belohnung und dem Erleben von Glück spielt.
All diese Erkenntnisse macht sich das Team von Brainspotting-Germany zunutze, um über die Körperebene – als vermutlich tiefste Ebene subjektiver Wahrheit – sowohl Möglichkeiten der Potenzialentfaltung durch erlebte Begeisterungserfahrungen als auch unverarbeitete traumatische Lebenserfahrungen einer Veränderung zuzuführen. Dieses Vorgehen unterstützt als eines der am wenigsten kognitiv orientierten Verfahren mithilfe visueller Fokussierung die Selbstregulationsfähigkeiten unseres Stressverarbeitungssystems. Das Gehirn als selbstreferenzielles, selbstregulatives, nicht-lineares und komplexes System ist hierzu grundsätzlich in der Lage – sofern man es lässt und Therapeut:innen die entsprechenden Rahmenbedingungen herstellen können. Dementsprechend handelt es sich bei Brainspotting weniger um eine Technik als vielmehr um eine besondere therapeutische Haltung. BSP unterscheidet sich damit wesentlich von manualisierten und primär kognitiv ausgerichteten Therapieverfahren.
Soweit es die Zeit erlaubt, finden Live-Demonstrationen unter geschützten Realbedingungen zu den jeweiligen Zugangsmöglichkeiten statt. Darauf folgen ein persönliches sowie ein technisches Debriefing. Die Teilnehmenden haben anschließend die Möglichkeit, in Zweiergruppen das Gesehene und Gelernte unter Anleitung selbst zu erproben, die Wirkungsweise des potenzialfokussierten Brainspottings zu erleben und sich darüber auszutauschen.
Über einen sogenannten Brainspot wird jene relevante Blickorientierung gesucht und gefunden, die bei der Aktivierung begeisternder und/oder belastender Erfahrungen mit der stärksten körperlichen Reaktion der Klient:innen einhergeht. Dies lässt Rückschlüsse auf die Aktivierung stress- bzw. traumaassoziierter Hirnprozesse zu. Im Sinne einer Aufmerksamkeitsverschiebung unterstützt die fokussierte Augenposition den Abruf begeisterungs- und belastungsrelevanter Gedächtnisinhalte und fördert eine verbesserte Selbstregulation.
Zielgruppe
  • Psychotherapeut:innen mit Approbation
  • Ärzt:innen
  • Heilpraktiker:innen mit mindestens dreijähriger psychotherapeutischer Ausbildungbzw. mit staatlicher Erlaubnis zur Ausübung von Psychotherapie
  • Ergo-, Kunst- und Musiktherapeut:innen
  • Nach Rücksprache auch Personen,die in anderen beruflichen Feldern mit traumatisierten Menschen arbeitenoder an eigener Potenzialentfaltung interessiert sind
Gebühren
  • Frühbucherrabatt: 375,- €
  • Bis zwei Monate vor Seminarbeginn: 405,- €
  • Last-Minute-Anmeldung (bis zwei Wochen vor Seminarbeginn): 435,- €
Anmeldung
Die Anmeldung erfolgt über die Webseiten
www.brainspotting-germany.de
oder www.thzm.de
Das zweitägige Seminar widmet sich dem vertieften Verständnis narzisstischer Dynamiken im psychotherapeutischen Kontext – sowohl aus der Perspektive von Patient:innen mit narzisstischen Charakterzügen als auch aus der Perspektive der Interaktionspartner:innen, die sich bewusst oder unbewusst in narzisstische Missbrauchs- oder Anpassungsdynamiken verstrickt haben oder hatten.
Im Mittelpunkt steht der professionelle Umgang mit narzisstischer Ego-Regulation sowie mit komplementär narzisstischen Anpassungsstrategien auf Seiten der Patient:innen wie auch der Therapeut:innen. Ziel ist es, ungesunde, rein regulierende psychodynamische Beziehungsgestaltungen frühzeitig zu erkennen und Wege zu entwickeln, wie daraus nachhaltige Entwicklungs- und Wachstumsprozesse entstehen können – für Patient:innen ebenso wie für Behandler:innen in ihrer therapeutischen Kompetenz.
Ein besonderer Fokus liegt auf der bewussten Arbeit mit Übertragung und Gegenübertragung. Typische Fallstricke wie narzisstische Tests, narzisstische Reaktanz oder scheinbar hilfreiche Strategien wie „es nicht persönlich nehmen werden kritisch beleuchtet und in eine reflektierte Metaperspektive überführt. Die Teilnehmenden lernen, Interaktionen differenziert auf der Spielebene und der Motivebene zu analysieren sowie das Funktionsniveau und die Selbststruktur bei der inneren Organisation des Selbst systematisch mitzudenken.
Auf dieser Grundlage wird nachvollziehbar, wie ein innerlich desorganisiertes Selbst, das primär über narzisstische Regulation funktioniert und andere als Selbstobjekte nutzt, schrittweise zu einer stabileren, reiferen Selbstorganisation finden kann. Die therapeutische Beziehung wird dabei als zentrale Quelle von Nachreifung und Erneuerung verstanden, an der unreife, narzisstische und ko-narzisstisch-dependente Strukturen sich weiterentwickeln können.
Ergänzend werden aktuelle evidenzbasierte Forschungsergebnisse zu narzisstischen Eigenschaften einbezogen, insbesondere zu grandiosem, vulnerablem und kommunalem Narzissmus. Frühe Bindungstraumata, genetische Faktoren und biografische Schlüsselereignisse werden als entscheidende Weichensteller in der Persönlichkeitsentwicklung beleuchtet. Ein dynamisches Verständnis narzisstischer Eigenschaften wird vermittelt, wonach dieselben Merkmale – abhängig von ihrem Ausprägungsgrad – sowohl funktional als auch dysfunktional wirken können.
Zielgruppe:
Psychologische Psychotherapeut:innen
Ärztliche Psychotherapeut:innen
Psychiater:innen
Therapeutisch tätige Fachpersonen mit tiefenpsychologischem, psychodynamischem oder integrativem Schwerpunkt
Fortgeschrittene in Ausbildung (nach Absprache)
Oder: Warum die DBT immer noch der Goldstandard für die Behandlung der Borderline-Störung ist.
Inhalt:
Borderline. Borderline mit Sucht, Borderline mit Essstörung, Borderline bei Adoleszenten und komplexe PTBS – die Dialektisch Behaviorale Therapie (DBT) nach Marsha Linehan ist seit über drei Jahrzehnten auf dem Psychotherapie-Markt und findet in immer mehr Bereichen Anwendung. Sie ist nicht nur bei Patienten beliebt, sondern auch bei Therapeuten – und das, obwohl die DBT für Betroffene konzipiert wurde, deren Behandlung als anstrengend, kräftezehrend und hoffnungslos gilt.
Was macht diese Therapie so besonders? Was hatte sich die Begründerin Marsha Linehan gedacht, als sie in den 1980er Jahren die Psychotherapie-Welt auf den Kopf stellte und begann, mit dieser Methode mit chronisch suizidalen Patientinnen zu arbeiten?
In dem 2-tägigen Workshop wird die Konzeption der DBT dargestellt und die Besonderheit dieses einzigartigen Ansatzes herausgearbeitet. Neben dem dialektischen Herangehen wird ein Überblick über die wichtigsten therapeutischen Interventionen vermittelt und deren diagnoseübergreifende Einsatzmöglichkeiten diskutiert.
Zielgruppe:
Psychologische und ärztliche Psychotherapeuten, therapeutisches Fachpersonal
Begleitende Literatur:
Marsha M. Linehan, 2021: Building a Life Worth Living: A Memoir
Martin Bohus, 2024: DBT-Skillstraining: Das Patienten-Manual
Für diese Veranstaltung werden Fortbildungspunkte beantragt.
In der psychosozialen Beratung und Psychotherapie begegnen Fachkräfte immer wieder Situationen, in denen KlientInnen von Straftaten berichten – insbesondere von sexualisierter Gewalt. Solche Offenbarungen werfen komplexe rechtliche und ethische Fragen auf, etwa im Hinblick auf Schweigepflicht, Schweigerecht, Aussage- und Auskunftspflichten gegenüber Polizei und Justiz sowie auf den Umgang mit anvertrauten Geheimnissen.
Besonders herausfordernd wird es, wenn es sich um minderjährige oder nicht geschäftsfähige Personen handelt oder wenn Angehörige mitreden wollen – etwa durch Schweigepflichtsentbindungen oder Informationsforderungen.
Zugleich steht das eigene berufliche Rollenverständnis auf dem Prüfstand: Bin ich parteiliche UnterstützerIn? TherapeutIn? Zeuge oder sogar potenzielle AuskunftgeberIn im Strafverfahren? Welche Verantwortung trage ich – und wo sind meine rechtlichen und fachlichen Grenzen?
Die Veranstaltung bietet eine fundierte juristische Orientierung für BeraterInnen, TherapeutInnen und andere psychosoziale Fachkräfte, die in ihrem Berufsalltag mit diesen Herausforderungen konfrontiert sind. Sie vermittelt Handlungssicherheit bei Fragen wie:
– Was darf ich sagen – was muss ich verschweigen?
– Wann gilt die Schweigepflicht, wann habe ich ein Schweigerecht?
– Wie gehe ich mit Auskunftsersuchen von Polizei oder Gerichten um?
– Welche Unterschiede gelten bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern?
– Welche Rolle spiele ich – und welche sollte ich bewusst nicht übernehmen?
Ein besonderer Fokus liegt auf dem professionellen Umgang mit dem Spannungsfeld zwischen rechtlichen Anforderungen, therapeutischer Beziehungsgestaltung und Schutzauftrag – insbesondere im Kontext sexualisierter Gewalt. Anhand konkreter Fallbeispiele werden praxisnahe Strategien entwickelt, ohne dass eine juristische Beratung im Einzelfall ersetzt wird.
Ziel ist es, im interdisziplinären Austausch sowohl rechtliches Grundwissen zu vertiefen als auch die eigene berufliche Rolle klarer zu definieren – für mehr Sicherheit und Klarheit im Umgang mit hochsensiblen Situationen.
Angemeldete TeilnehmerInnen können bis Ende Januar 2026 auf max. einer halben DIN A 4-Seite ein anonymisiertes juristisches Problem aus ihrem Arbeitsalltag uns zusenden, auf das Frau Böök beispielhaft eingehen könnte (akademie@thzm.de).
Das THZM lädt erfahrene Psychotherapeut*innen, die auf dem Gebiet der Psychotraumatologie tätig sind, zur Teilnahme an einer fortgeschrittenen Online-Supervision mit Dr. Jan Gysi ein. Diese Supervision bietet eine professionelle Plattform für den Austausch von Wissen, die Diskussion von Fallstudien und die Weiterentwicklung klinischer Fähigkeiten im Umgang mit komplexen Traumafolgestörungen.
Die Supervisionsveranstaltungen werden online über Zoom abgehalten. Jede Gruppensupervision dauert von 14.00 bis 17.15h, inkl. 15 Minuten Pause.
Sie besteht aus einer Kombination von Fallvorstellungen, theoretischen Inputs und Diskussionen. Jeweils 4 Personen können einen eigenen anonymisierten Fall vorstellen.
Weitere Fachpersonen sind eingeladen, bei den Supervisionen zuzuhören und bei Bedarf Fragen zu stellen.
Das THZM lädt erfahrene Psychotherapeut*innen, die auf dem Gebiet der Psychotraumatologie tätig sind, zur Teilnahme an einer fortgeschrittenen Online-Supervision mit Dr. Jan Gysi ein. Diese Supervision bietet eine professionelle Plattform für den Austausch von Wissen, die Diskussion von Fallstudien und die Weiterentwicklung klinischer Fähigkeiten im Umgang mit komplexen Traumafolgestörungen.
Die Supervisionsveranstaltungen werden online über Zoom abgehalten. Jede Gruppensupervision dauert von 14.00 bis 17.15h, inkl. 15 Minuten Pause.
Sie besteht aus einer Kombination von Fallvorstellungen, theoretischen Inputs und Diskussionen. Jeweils 4 Personen können einen eigenen anonymisierten Fall vorstellen.
Weitere Fachpersonen sind eingeladen, bei den Supervisionen zuzuhören und bei Bedarf Fragen zu stellen.
Mitarbeiter*innen der Sozialpsychiatrie begegnen in ihrer Arbeit Menschen, deren Lebenswege durch traumatische Erlebnisse geprägt sind. Manchmal werden die Gewalterfahrungen von Beginn an offen thematisiert. Häufig kommt der Kontakt mit dem professionellen Hilfesystem wegen vielfältiger alltäglicher Probleme zustande:
  • wegen körperlicher Symptome
  • wegen Stress oder Schlafstörungen
  • weil der Arbeitsplatz nicht gehalten werden kann
  • weil Beziehungen nicht gelingen
  • weil Kinder verhaltensauffällig sind oder nicht gut versorgt werden können
Mit traumasensiblem Wissen können Klient*innen stabilisierend und psychoedukativ begleitet werden. Auch die Familie kann Unterstürzung finden. Ein Fokus im Seminar richtet sich auf die Frage, wie es den Kindern von Eltern mit Traumatisierung geht?
Für Berater*innen ist ein Verständnis für den Zusammenhang zwischen Gewalterfahrung und seelischer Erkrankung wichtig, um handlungsfähig zu bleiben. Auch ein Blick auf das Erleben der Helfenden ist wichtig: Häufig entstehen Dynamiken, die von Verärgerung über Hilflosigkeit bis hin zu Rettungsphantasien reichen.
Inhalte
  • Grundlagen der Sozialpsychiatrie mit Fokus auf psychische Erkrankung als Folge von Gewalt
  • Das Modell der Traumaverarbeitung von Handke und Görges als Handlungsbasis für den sozialpsychiatrischen Alltag
  • Praxisorientiertes Arbeiten an Fallbeispielen
  • Methodenvielfalt, z.B. konkretes Arbeiten mit der Notfalltasche
Ziel ist eine Verbindung von Psychotraumatologie und sozialpsychiatrischem Alltag. Das Seminar soll den Fachkräften Orientierung geben für den traumasensiblen Umgang mit gewalterfahrenen Menschen und ihren Angehörigen.
Teilnehmen dürfen alle Interessierte, psychotraumatologische Vorkenntnisse werden vorausgesetzt.
Das Seminar ist Teil unseres Curriculums Traumazentrierte Fachberatung | Traumapädagogik. Diese Weiterbildung ist anerkannt von der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) und vom Fachverband Traumapädagogik sowie von der Gesellschaft für Psychotraumatologie, Traumatherapie und Gewaltforschung (GPTG).
Das THZM lädt erfahrene Psychotherapeut*innen, die auf dem Gebiet der Psychotraumatologie tätig sind, zur Teilnahme an einer fortgeschrittenen Online-Supervision mit Dr. Jan Gysi ein. Diese Supervision bietet eine professionelle Plattform für den Austausch von Wissen, die Diskussion von Fallstudien und die Weiterentwicklung klinischer Fähigkeiten im Umgang mit komplexen Traumafolgestörungen.
Die Supervisionsveranstaltungen werden online über Zoom abgehalten. Jede Gruppensupervision dauert von 14.00 bis 17.15h, inkl. 15 Minuten Pause. Sie besteht aus einer Kombination von Fallvorstellungen, theoretischen Inputs und Diskussionen. Jeweils 4 Personen können einen eigenen anonymisierten Fall vorstellen. Weitere Fachpersonen sind eingeladen, bei den Supervisionen zuzuhören und bei Bedarf Fragen zu stellen.