Traumasensible Gesprächsführung bedeutet, Menschen so zu begleiten, dass Sicherheit, Selbstbestimmung und Orientierung jederzeit im Mittelpunkt stehen. Gerade nach belastenden oder traumatischen Erfahrungen können vorschnelle Interpretationen, Bewertungen oder gut gemeinte Ratschläge dazu führen, dass Klientinnen sich missverstanden oder übergangen fühlen. Die Idiolektische Gesprächsführung bietet hier einen besonderen Zugang: Sie orientiert sich konsequent an der individuellen Sprache und Wirklichkeit der Klientinnen.
Jeder Mensch verfügt über eine einzigartige Eigensprache (Idiolekt), in der sich persönliche Erfahrungen, Ressourcen, Belastungen, Hoffnungen und innere Bilder ausdrücken.
Indem Therapeutinnen und Beraterinnen aufmerksam zuhören, Schlüsselworte aufgreifen und mit kurzen, offenen Fragen arbeiten, entstehen Gespräche, die nicht von außen gesteuert, sondern von den Klient*innen selbst geführt werden. Dies stärkt Selbstwirksamkeit, Würde und Vertrauen – zentrale Faktoren einer traumasensiblen Begleitung.
Die Methode unterstützt Fachkräfte dabei, auch bei komplexen oder belastenden Themen im Kontakt zu bleiben, ohne zu drängen oder zu interpretieren. Statt nach Defiziten zu suchen, werden vorhandene Kompetenzen, individuelle Ressourcen und innere Lösungswege sichtbar gemacht. Die Eigensprache und die individuelle Körpersprache (Idiomotorik) dienen dabei als Navigationsinstrumente für einen respektvollen und ressourcenaktivierenden Prozess.
Die Arbeit mit Menschen, die unter komplexen Traumafolgestörungen oder dissoziativen Störungen leiden, stellt Therapeut:innen häufig vor besondere Herausforderungen. EMDR bietet hierfür heute eine Vielzahl an Möglichkeiten, die weit über das klassische Standardprotokoll hinausgehen. In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Konzepte und Modifikationen entwickelt, die insbesondere Stabilisierung, Ressourcenaktivierung und eine sichere traumatherapeutische Prozessgestaltung unterstützen.
Spezifische Modifikationen des EMDR-Prozesses sowie moderne Methoden wie Flash-Technik, Instant Ressource Installation (IRI) und die Gear-Box nach Hélène Dellucci werden im Überblick vorgestellt.
Die Arbeit mit Menschen, die unter komplexen Traumafolgestörungen oder dissoziativen Störungen leiden, stellt Therapeut:innen häufig vor besondere Herausforderungen. EMDR bietet hierfür heute eine Vielzahl an Möglichkeiten, die weit über das klassische Standardprotokoll hinausgehen. In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Konzepte und Modifikationen entwickelt, die insbesondere Stabilisierung, Ressourcenaktivierung und eine sichere traumatherapeutische Prozessgestaltung unterstützen.
Spezifische Modifikationen des EMDR-Prozesses sowie moderne Methoden wie Flash-Technik, Instant Ressource Installation (IRI) und die Gear-Box nach Hélène Dellucci werden im Überblick vorgestellt.
Dieser Kurs baut auf der Einführung zu den Grundlagen des potenzialfokussierten Brainspottings auf und beginnt mit einem kurzen Rückblick und der Frage nach den bisherigen Erfahrungen der TeilnehmerInnen. Es werden weitere spezielle Zugangsmöglichkeiten zu einem Brainspot vermittelt, live demonstriert und sollen in Zweiergruppen geübt werden. Neben einer Wiederholung von bereits Gehörtem und Gelerntem sollen weitere neurobiologische Erklärungen zur Wirksamkeit potenzialfokussierten Brainspottings unterrichtet werden. Immer im Zentrum steht dabei die Beachtung der Selbstregulationskräfte unseres Gehirns als einem selbstreferentiellen, selbstregulativen, nicht-linearen und komplexen System. Weitere Zugangsmöglichkeiten („accesses“) zu Begeisterungs- und / oder auch traumatischem Belastungsmaterial werden vermittelt.
Besonders für die Arbeit mit KlientInnen mit sehr komplexer PTBS und jenen, die außerhalb des Toleranzfensters liegen, ist die Vermittlung von Kombinationsmöglichkeiten aller bislang vermittelten Zugangswege von großer Wichtigkeit.
Zielgruppe:
Psychotherapeut*innen mit Approbation, Ärzt*innen und Heilpraktiker*innen mit mindestens dreijähriger psychotherapeutischer Ausbildung bzw. mit der staatlichen Erlaubnis zur Ausübung von Psychotherapie, auch Ergo-, Kunst- und Musiktherapeut*innen sowie – nach Rücksprache – alle, die in anderen Feldern mit traumatisierten Menschen zu tun haben oder an eigener Potenzialentfaltung interessiert sind.
Gebühren:
– Frühbucherrabatt: 395.- Euro
– Bis zwei Monate vor Seminarbeginn: 425.- Euro
– Last-minute-Anmeldung bis zwei Wochen vor Seminarbeginn: 455.- Euro
Anmeldung über die Website www.brainspotting-germany.de
Das von David Grand 2003 zufällig entdeckte „konventionelle“ Brainspotting (BSP) als eine Weiterentwicklung von EMDR wurde vom Team Brainspotting-Germany nochmals weiterentwickelt und um den Aspekt der Potenzialentfaltung erweitert. Bereits Maslow hat sich in den 70-er Jahren mit seiner Bedürfnispyramide mit dem Aspekt der Selbstverwirklichung beschäftigt, Lichtenberg (1988) mit einem hierarchisch aufeinander aufbauenden Motivsystem, was durch Traumatisierungserfahrungen beschädigt werden kann und Wolf Büntig entwickelte und praktizierte als Gründer und Leiter der ZIST-Akademie die sog. „Potenzialorientierte Psychotherapie als Variante der Humanistischen Psychotherapie.
Der Neurobiologe und Hirnforscher Gerald Hüther veröffentlichte 2011 einen „neurobiologischen Mutmacher“, demzufolge die meisten Menschen weit unter ihren Möglichkeiten leben und beschrieb, wie neue Erfahrungen und Entdeckungen, die mit Erstaunen und Begeisterung einhergehen, die Ausschüttung von Dopamin bewirken. In einem Vortrag sprach er davon, dass „Begeisterung Dünger für das Hirn sei, weil Dopamin bekanntlich für bessere Verknüpfungen der neuen Verschaltungen sorgt und auch eine wichtige Rolle bei der Motivationsentwicklung, Bewegung, Belohnung und auch dem Gefühl von Glück spielt.
Alle diese Erkenntnisse hat sich das Team von Brainspotting-Germany zunutze gemacht, um über die Körperebene als vermutlich tiefster Ebene von „subjektiver Wahrheit“ sowohl Möglichkeiten der Potenzialentfaltung mittels erlebter Begeisterungs-Erfahrungen als auch unverarbeitete traumatische Lebenserfahrungen einer Veränderung zuzuführen. Dieses Vorgehen unterstützt als eines der am wenigsten kognitiv orientierten Verfahren mittels visueller Fokussierung die Selbstregulationsfähigkeiten unseres Stressverarbeitungs-systems: Das Gehirn als ein selbstreferentielles, selbstregulatives, nicht-lineares und komplexes System ist tatsächlich hierzu in der Lage – sofern man es läßt und als TherapeutIn in der Lage ist, die entsprechenden Bedingungen hierzu herzustellen. Dementsprechend handelt es sich weniger um eine Technik, sondern eine besondere Haltung. BSP unterscheidet sich damit wesentlich von allen manualisierten und an kognitiven Theorien ausgerichteten Therapieverfahren.
Soweit es die Zeit erlaubt werden Live-Demonstration unter geschützten Realbedingungen zu den jeweiligen Zugangsmöglichkeiten stattfinden, danach ein persönliches Debriefing und ein technisches. Die Teilnehmenden können in Zweiergruppen das Gesehene und Gelernte unter Anleitung und Betreuung selbst erproben, die Wirkungsweise des potenzialfokussierten Brainspottings erleben und sich darüber austauschen.
Über einen sog. Brainspot wird diejenige relevante Blickorientierung gesucht und gefunden, die angesichts der Aktivierung begeisternder und / oder belastender Erfahrungen mit der stärksten Körper-Reaktion des Klienten einhergeht und dementsprechend auf die Aktivierung stress- bzw. traumaassoziierter Hirnprozesse schließen lässt. Im Sinne einer Aufmerksamkeitsverschiebung unterstützt die fokussierte Augenposition den Abruf begeisterungs- und belastungsrelevanter Gedächtnisinhalte und verhilft zu einer besseren Selbstregulation.
Zielgruppe:
Psychotherapeut*innen mit Approbation, Ärzt*innen und Heilpraktiker*innen mit mindestens dreijähriger psychotherapeutischer Ausbildung bzw. mit der staatlichen Erlaubnis zur Ausübung von Psychotherapie, auch Ergo-, Kunst- und Musiktherapeut*innen sowie – nach Rücksprache – alle, die in anderen Feldern mit traumatisierten Menschen zu tun haben oder an eigener Potenzialentfaltung interessiert sind.
Gebühren:
– Frühbucherrabatt: 375.- Euro
– Bis zwei Monate vor Seminarbeginn: 405.- Euro
– Last-minute-Anmeldung bis zwei Wochen vor Seminarbeginn: 435.- Euro
Anmeldung über die Website www.brainspotting-germany.de
Das von David Grand 2003 zufällig entdeckte „konventionelle“ Brainspotting (BSP) als eine Weiterentwicklung von EMDR wurde vom Team Brainspotting-Germany nochmals weiterentwickelt und um den Aspekt der Potenzialentfaltung erweitert. Bereits Maslow hat sich in den 70-er Jahren mit seiner Bedürfnispyramide mit dem Aspekt der Selbstverwirklichung beschäftigt, Lichtenberg (1988) mit einem hierarchisch aufeinander aufbauenden Motivsystem, was durch Traumatisierungserfahrungen beschädigt werden kann und Wolf Büntig entwickelte und praktizierte als Gründer und Leiter der ZIST-Akademie die sog. „Potenzialorientierte Psychotherapie als Variante der Humanistischen Psychotherapie.
Der Neurobiologe und Hirnforscher Gerald Hüther veröffentlichte 2011 einen „neurobiologischen Mutmacher“, demzufolge die meisten Menschen weit unter ihren Möglichkeiten leben und beschrieb, wie neue Erfahrungen und Entdeckungen, die mit Erstaunen und Begeisterung einhergehen, die Ausschüttung von Dopamin bewirken. In einem Vortrag sprach er davon, dass „Begeisterung Dünger für das Hirn sei, weil Dopamin bekanntlich für bessere Verknüpfungen der neuen Verschaltungen sorgt und auch eine wichtige Rolle bei der Motivationsentwicklung, Bewegung, Belohnung und auch dem Gefühl von Glück spielt.
Alle diese Erkenntnisse hat sich das Team von Brainspotting-Germany zunutze gemacht, um über die Körperebene als vermutlich tiefster Ebene von „subjektiver Wahrheit“ sowohl Möglichkeiten der Potenzialentfaltung mittels erlebter Begeisterungs-Erfahrungen als auch unverarbeitete traumatische Lebenserfahrungen einer Veränderung zuzuführen. Dieses Vorgehen unterstützt als eines der am wenigsten kognitiv orientierten Verfahren mittels visueller Fokussierung die Selbstregulationsfähigkeiten unseres Stressverarbeitungs-systems: Das Gehirn als ein selbstreferentielles, selbstregulatives, nicht-lineares und komplexes System ist tatsächlich hierzu in der Lage – sofern man es läßt und als TherapeutIn in der Lage ist, die entsprechenden Bedingungen hierzu herzustellen. Dementsprechend handelt es sich weniger um eine Technik, sondern eine besondere Haltung. BSP unterscheidet sich damit wesentlich von allen manualisierten und an kognitiven Theorien ausgerichteten Therapieverfahren.
Soweit es die Zeit erlaubt werden Live-Demonstration unter geschützten Realbedingungen zu den jeweiligen Zugangsmöglichkeiten stattfinden, danach ein persönliches Debriefing und ein technisches. Die Teilnehmenden können in Zweiergruppen das Gesehene und Gelernte unter Anleitung und Betreuung selbst erproben, die Wirkungsweise des potenzialfokussierten Brainspottings erleben und sich darüber austauschen.
Über einen sog. Brainspot wird diejenige relevante Blickorientierung gesucht und gefunden, die angesichts der Aktivierung begeisternder und / oder belastender Erfahrungen mit der stärksten Körper-Reaktion des Klienten einhergeht und dementsprechend auf die Aktivierung stress- bzw. traumaassoziierter Hirnprozesse schließen lässt. Im Sinne einer Aufmerksamkeitsverschiebung unterstützt die fokussierte Augenposition den Abruf begeisterungs- und belastungsrelevanter Gedächtnisinhalte und verhilft zu einer besseren Selbstregulation.
Zielgruppe:
Psychotherapeut*innen mit Approbation, Ärzt*innen und Heilpraktiker*innen mit mindestens dreijähriger psychotherapeutischer Ausbildung bzw. mit der staatlichen Erlaubnis zur Ausübung von Psychotherapie, auch Ergo-, Kunst- und Musiktherapeut*innen sowie – nach Rücksprache – alle, die in anderen Feldern mit traumatisierten Menschen zu tun haben oder an eigener Potenzialentfaltung interessiert sind.
Gebühren:
– Frühbucherrabatt: 375.- Euro
– Bis zwei Monate vor Seminarbeginn: 405.- Euro
– Last-minute-Anmeldung bis zwei Wochen vor Seminarbeginn: 435.- Euro
Anmeldung über die Website www.brainspotting-germany.de
Aus systemischer Perspektive werden traumabedingte Symptome nicht ausschließlich als Störungen, sondern als Kompetenz- und Überlebensleistungen verstanden. Der Mensch entwickelt sich als bio-psycho-sozio-ökologisches Wesen in einer fortwährenden Antwortbeziehung zu seinen sozialen und natürlichen Umwelten.
Der Vortrag beleuchtet, wie traumatische Erfahrungen Bindung, Körpererleben und Selbstregulation prägen und wie neue Formen der Kommunikation, des Beantwortetwerdens und der Beziehungsgestaltung entstehen können. Dabei werden auch natur- und tiergestützte Erfahrungsräume als mögliche Zugänge zu Sicherheit, Verbundenheit und erweiterten Handlungsmöglichkeiten einbezogen.
Umfang: 9 UEs
Bitte melden Sie sich in diesem Kurs an, wenn Sie KEINEN eigenen Fall in der Supervision einbringen möchten.
Die Supervision ist nur für die Teilnehmenden des aktuellen Curriculums vorgesehen.
Wenn man Lebensgeschichten von Menschen mit Suchtproblemen betrachtet, wird schnell deutlich, dass diese meist von traumatischen Erfahrungen geprägt sind.
Sie beginnen häufig bereits in früher Kindheit und ziehen sich durch die Lebensbiografie wie „ein roter Faden“. Häufig geht es um frühe interpersonelle Traumatisierungen, wie sexuellen Missbrauch, emotionale oder körperliche Misshandlung, aber auch um traumatische Erfahrungen in späteren Lebensabschnitten.
Es bestehen also häufig Zusammenhänge zwischen Traumatisierungen und Substanzmittelkonsum, der bei vielen Betroffenen als Bewältigungs-, wenn nicht Überlebensstrategie verstanden werden kann.
Bei Helfer*innen und Angehörigen besteht oft Unsicherheit, wie ein gutes Unterstützungsangebot für Betroffene aussehen kann. Abgesehen von der Notwendigkeit eines integrativen therapeutischen Behandlungsangebotes, ist es wichtig, schon in der Beratung, Begleitung und Betreuung den Folgen dieser traumatischen Erlebnisse und der gewählten Bewältigungsstrategie Rechnung zu tragen, um eine erfolgreiche Unterstützung zu gewährleisten.
  • Theoretische und praxisorientierte Grundlagen zum Themenfeld „Sucht“ -einschließlich geschlechtsspezifischer Besonderheiten
  • Diagnostik
  • Zahlen und Fakten
  • Zusammenhänge zwischen Traumatisierung und Sucht und die Auswirkungen auf die Beratung
  • Praxisrelevantes Beratungs- und Behandlungswissen
  • Ressourcenorientierte und stabilisierende Techniken als Interventionsansätze bei Menschen mit Suchtmittelabhängigkeit und Traumafolgestörung
  • Vorstellung eines integrativen Behandlungsprogramms, Fallsupervision
Der Workshop ist gekennzeichnet durch einen kontinuierlichen Wechsel an theoretischem
Input und praxisorientierten Übungen.
Umfang: 9 UEs
Bitte melden Sie sich in diesem Kurs an, wenn Sie einen eigenen Fall in der Supervision einbringen möchten.
Die Supervision ist nur für die Teilnehmenden des aktuellen Curriculums vorgesehen.