Diese Gruppe richtet sich an Menschen, deren letzte schwere Phase bereits etwas hinter ihnen liegt. Wenn sich eine gewisse Stabilität einstellt eröffnen sich neue Fragen, zum Beispiel:
Wie kann ich das Erlebte in mein Leben integrieren?
Wer bin ich mit meinen Erfahrungen?
Diese Gruppe öffnet den Raum, um zu ermöglichen, sich an diese Fragen heranzutasten.
Im Detail geht es um Werte, Grenzen und Bedürfnisse, deren Bedeutung für das eigene Leben und in den einzelnen Lebensbereichen. Wie erforschen die individuellen Entwicklungsmöglichkeiten vor dem Hintergrund von Lebenserfahrungen. Es geht darum, ein klarere Bild für eine weitere Ausrichtung im Leben zu zeichnen.
Dabei geht es nicht um Selbstoptimierung. Es geht um das Üben eines achtsamen Fokus auf ganz individuelle Bedürfnisse als Menschen mit besonderen Erfahrungen und wie wir diese kommunizieren und erfüllen können. Diese Gruppe ist für Menschen, die sich bereits selbst regulieren und halten können. Sie ist geeignet für Menschen mit Bindungsverletzungen in der Vergangenheit.
Wir arbeiten mit Körper- und Imaginationsübungen, als auch mit Selbstreflexion und Austausch in der Gruppe. Die Treffen finden wöchentlich online statt, in der Zeit von 01.06. bis 27.07.2026, wobei der erste Termin ein unverbindlicher Informationstermin ist. Erst ab dem zweiten Treffen ist die Teilnahme verbindlich.
Die Gruppe richtet sich an Betroffene, die einen Wohnsitz im Bezirk Oberbayern haben.
In Beziehung kommen mit beziehungstraumatisierten Jugendlichen
Psychotherapie mit früh und komplex traumatisierten Jugendlichen stellt für Therapeutinnen und Therapeuten sowie für Bezugspersonen eine besondere Herausforderung dar.
Die Betroffenen leiden in der Regel unter schweren Bindungsstörungen als Folge ihrer frühen Beziehungstraumatisierungen. Während sich manche Kinder noch scheinbar symptomfrei an ungünstige Lebensbedingungen anpassen, manifestieren sich spätestens im Jugendalter – nach dem „Bröckeln der Abwehr“ – vielfältige Traumafolgesymptome.
Der therapeutische Ansatz basiert auf der personzentrierten therapeutischen Haltung, insbesondere auf Wertschätzung, Empathie und Authentizität.
Ergänzt wird er durch Erkenntnisse aus der Bindungsforschung, etwa durch das Angebot und die Aufrechterhaltung von Beziehung sowie die Ermöglichung von Nachentwicklung. Hinzu kommen neurowissenschaftliche Erkenntnisse, beispielsweise zur Neurobiologie früher Stressverarbeitung und zur Psychoedukation, sowie anerkannte traumatherapeutische Grundsätze und Methoden.
Dazu zählen insbesondere die Gewährleistung von Sicherheit, die Aktivierung von Ressourcen, der Umgang mit traumabedingten Symptomen und schonende Trauma-Interventionen.
Dieser Ansatz kann in einem vertiefendem Seminar mit integriertem Supervisionsteil erlernt werden.
In dem eineinhalbstündigen Online-Vortrag am 08.10.2026 wird zum einen ein Einblick in die Befindlichkeit dieser Jugendlichen vermittelt. Zum anderen werden, ausgehend davon, wesentliche Bausteine für einen tragfähigen Beziehungsaufbau sowie für eine längerfristige therapeutische Begleitung aufgezeigt.
Zielgruppe:
Kinder- und Jugendlichen-Therapeut:innen aller Therapierichtungen, Mitarbeiter:innen sozialer Einrichtungen wie Beratungsstellen, öffentliche Erziehungseinrichtungen, z.T. auch Ergotherapeut:innen
Literatur:
Heidi Zorzi: „Psychotherapie mit komplex traumatisierten Jugendlichen – Ein integrativer Ansatz für die Praxis“
Klett-Cotta, 2019
Für diesen Vortrag werden Fortbildungspunkte beantragt.
Sie arbeiten mit Menschen mit Traumafolgestörungen – oder möchten künftig in diesem Bereich tätig sein und sich gezielt weiterbilden?
Dann werden Sie Traumafachberater*in bzw. Traumapädagog*in!
Im Oktober startet unser neuer Grundlagenteil im Curriculum Traumazentrierte Fachberatung | Traumapädagogik am Trauma Hilfe Zentrum München.
Wir laden Sie herzlich zu unserem kostenlosen Online-Infoabend am 9. Juni 2026 ein!
Dienstag, 09.06.2026
18:30 – 19:30 Uhr
Online-Veranstaltung
Im Rahmen des Infoabends erhalten Sie einen kompakten und praxisnahen Einblick in unser Curriculum und können Ihre Fragen direkt klären.
Infoabend zum Curriculum Traumapädagogik
Das erwartet Sie im Infoabend:
-Aufbau des Curriculums (Grundlagenteil, Aufbauteil, Supervision und Abschluss)
-Zugangsvoraussetzungen für die Teilnahme mit oder ohne DeGPT-Zertifikat
– Möglichkeiten eines Einfach- oder Doppelabschlusses (Erwachsene / Kinder & Jugendliche)
Warum diese Weiterbildung sinnvoll ist:
– Mehr Sicherheit und Wirksamkeit in Ihrer Arbeit Sie lernen, Verhaltensweisen im Kontext von Trauma besser zu verstehen, Muster zu erkennen und neue, tragfähige Ansätze für die Begleitung zu entwickeln.
– Flexibler Aufbau individuelle Schwerpunktsetzung Im Aufbauteil stehen Ihnen vielfältige Wahlmöglichkeiten offen. So gestalten Sie Ihr Curriculum passend zu Ihrem beruflichen Kontext.
– Praxisnah und fundiert Aus der Praxis für die Praxis: Erfahrene Dozent*innen bringen ihre langjährige Expertise ein und ergänzen diese durch neue Impulse für eine lebendige Lernkultur.
– Starke Kooperation in der Traumapädagogik Die Zusammenarbeit mit der AETAS Kinderstiftung ermöglicht einen qualitätsgesicherten Abschluss.
– Anerkannte Zertifizierung Das Curriculum wurde nach den Vorgaben der DeGPT sowie relevanter Fachverbände konzipiert.
– Mit entsprechenden Voraussetzungen erhalten Sie ein DeGPT-Zertifikat alternativ ein Abschlusszertifikat des Trauma Hilfe Zentrums München.
Für wen ist das Curriculum geeignet?
Für nicht approbierte Fachkräfte aus helfenden Berufen z. B. aus pädagogischen, sozialen, pflegerischen oder therapeutischen Arbeitsfeldern sowie Heilpraktiker*innen und Coaches.
Wir freuen uns, Ihnen unser Curriculum vorzustellen und mit Ihnen ins Gespräch zu kommen!
Umfang: 9 UEs
Bitte melden Sie sich in diesem Kurs an, wenn Sie KEINEN eigenen Fall in der Supervision einbringen möchten.
Die Supervision ist nur für die Teilnehmenden des aktuellen Curriculums vorgesehen.
Wenn Kinder über lange Zeit oder bei zentralen (Beziehungs-) Erfahrungen immer wieder über ihre Kräfte gehen müssen, bringt dies sowohl kurz-, als auch langfristig Folgen für ihr Selbst- und Weltverständnis mit sich.
Die Konsequenzen solch massiver und früher Belastung unterscheiden sich in Symptomatik aber auch in der Art und Weise sich selbst, die Welt und sich selbst in dieser Welt zu erleben teils deutlich von den Folgen späterer Monotraumatisierungen. Wenn Orientierung schon früh sehr schwierig ist, brauchen Kinder später umso sicherere Leuchttürme.
Wie erleben Kinder, deren Reise in stürmischen Gewässern begann, die Welt? Wie gestalten sich sehr alte und ganz neue Bindungs- und Beziehungsfragen? Warum verwechseln diese Kinder unter Umständen immer wieder Vergangenheit und Gegenwart, auch wenn jetzt doch „alles gut“ ist? Wie werden persönliche und professionelle Bezugspersonen stabile Bezugspunkte für kindliches Erleben und legen sichere Trittsteine auf dem gemeinsamen Weg, ohne sich selbst aus den Augen zu verlieren?
Der Workshop geht diesen Fragen nach und vermittelt praxisbezogen hilfreiches Wissen und Ansätze zum Umgang mit diesen speziellen kleinen und größeren Seefahrern. Ein gemeinsames Verstehensmodell bietet eine erlebbare Basis für den Transfer in den beruflichen Alltag:
  • Das unsichtbare Band – Bindung im Kontext traumatischer Lebenserfahrung
  • Das Eisen schmieden solange es kalt ist – Grundlegende Strategien im Umgang mit früher und komplexer Traumatisierung
  • Und wenn es brennt? – Krisenintervention, Coregulation und eigene Erdung
  • „Es war einmal…“ – Die Arbeit mit heilsamen und nährenden Narrativen
Umfang: 9 UEs
Bitte melden Sie sich zu dieser Veranstaltung an, wenn Sie KEINEN eigenen Fall einbringen möchten.
Die Supervision ist nur für die Teilnehmenden des aktuellen Curriculums vorgesehen.
Umfang: 9 UEs
Bitte melden Sie sich in diesem Kurs an, wenn Sie einen eigenen Fall in der Supervision einbringen möchten.
Die Supervision ist nur für die Teilnehmenden des aktuellen Curriculums vorgesehen.
Umfang: 9 UEs
Bitte melden Sie sich in diesem Kurs an, wenn Sie einen eigenen Fall in der Supervision einbringen möchten.
Die Supervision ist nur für die Teilnehmenden des aktuellen Curriculums vorgesehen.
„Geh Du vor“, sagte die Seele zum Körper, „auf mich hört er nicht.
Vielleicht hört er auf Dich.“
„Ich werde krank werden, dann wird er Zeit für Dich haben.“ Ulrich Schaffer
Seelisches Leid hat Auswirkungen auf den Körper und auf die Gesundheit. Angst, Wut, Stress und traumatisches Erleben lässt Menschen aus dem Gleichgewicht geraten. Hält der traumatische Stress über einen langen Zeitraum an oder nimmt die Traumalast mehr und mehr zu, können sich körperliche Symptome manifestieren. Wenn die Seele stark leidet, wird das Erlebnis in Form von körperlichen Symptomen zum Ausdruck gebracht und der Körper erkrankt.
Körper und Seele sind eng miteinander verbunden. Daher ist es unabdingbar, auch die körperliche Symptomatik in den Heilungsweg mit einzubeziehen.
In diesem Seminar geht es um die Beschäftigung mit körperbezogenen Aspekten der traumapädagogischen Begleitung:
-Was bedeutet Psycho-Somatik im Traumakontext?
Polyvagaltheorie, Psychoneuroimmunologie, innere und äußere Haltung,
Stresskaskade, Dissoziation, somatische Dissoziation.
-Der Körper vergisst nie – alles ist gespeichert. Selbsterfahrung.
-Übungen aus dem Bereich des Somatic Experiencing, des polyvagalen Embodiments und der körperorientierten Achtsamkeit.
Dieser Bewegungskurs verbindet Elemente aus Yoga, Feldenkrais, Rückenschule, sanfter Kräftigung und Somatic Experiencing zu einem ganzheitlichen, traumasensiblen Angebot.
Im Mittelpunkt steht nicht Leistung, sondern die achtsame Wahrnehmung des eigenen Körpers. Gerade nach belastenden oder traumatischen Erfahrungen kann der Zugang zum Körper erschwert sein – Spannungen, Unsicherheit oder ein Gefühl von Abgetrenntsein sind häufige Reaktionen. Der Kurs bietet einen geschützten Rahmen, um diesen Zugang behutsam und im eigenen Tempo wiederzuentdecken.
Durch eine abwechslungsreiche Kombination aus
  • Yoga zur sanften Mobilisation und bewussten Atmung
  • Feldenkrais zur Schulung von Körperwahrnehmung und Bewegungsqualität
  • Rückenschule zur Unterstützung einer gesunden Haltung im Alltag
  • Kräftigungsübungen für Stabilität und Halt
  • Somatic Experiencing zur Regulation des Nervensystems
entsteht ein Raum, in dem sowohl Entspannung als auch Stabilität gefördert werden.
Alle Übungen werden achtsam angeleitet, sind freiwillig und individuell anpassbar. Die Teilnehmenden werden eingeladen, ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu respektieren. Kleine Schritte, Pausen und das eigene Tempo sind ausdrücklich willkommen.
Ziele des Kurses:
  • Verbesserung der Körperwahrnehmung
  • Förderung von Selbstregulation und innerer Stabilität
  • Reduktion von Stress und körperlicher Anspannung
  • Aufbau von Kraft, Beweglichkeit und Sicherheit im eigenen Körper
  • Stärkung von Selbstwirksamkeit und Vertrauen.
Der Kurs richtet sich an Menschen, die sich einen sanften und stabilisierenden Zugang zu Bewegung wünschen – unabhängig von körperlicher Fitness oder Vorerfahrung.