Dieser Kurs baut auf der Einführung in die Grundlagen des potenzialfokussierten Brainspottings auf. Er beginnt mit einem kurzen Rückblick sowie der Reflexion der bisherigen Erfahrungen der Teilnehmer:innen. Im weiteren Verlauf werden zusätzliche spezifische Zugangsmöglichkeiten zu einem Brainspot vermittelt, live demonstriert und anschließend in Zweiergruppen praktisch geübt. Neben der Wiederholung bereits gehörter und erlernter Inhalte werden vertiefende neurobiologische Erklärungen zur Wirksamkeit des potenzialfokussierten Brainspottings vermittelt. Im Zentrum steht dabei stets die Beachtung der Selbstregulationskräfte des Gehirns als selbstreferenzielles, selbstregulatives, nicht-lineares und komplexes System. Darüber hinaus werden weitere Zugangswege („Accesses“) zu begeisterungs- und/oder traumabezogenem Belastungsmaterial vorgestellt.
Besonders für die Arbeit mit Klient:innen mit sehr komplexer PTBS sowie mit Personen, die sich außerhalb des Toleranzfensters befinden, ist die Vermittlung von Kombinationsmöglichkeiten aller bisher erlernten Zugangswege von großer Bedeutung.
Zielgruppe
  • Angesprochen sind:
  • Psychotherapeut:innen mit Approbation
  • Ärzt:innen
  • Heilpraktiker:innen mit mindestens dreijähriger psychotherapeutischer Ausbildung bzw. mit staatlicher Erlaubnis zur Ausübung von Psychotherapie
  • Ergo-, Kunst- und Musiktherapeut:innen
  • Nach Rücksprache auch Personen,die in anderen beruflichen Feldern mit traumatisierten Menschen arbeiten oder an eigener Potenzialentfaltung interessiert sind
Gebühren
  • Frühbucherrabatt: 395,- €
  • Bis zwei Monate vor Seminarbeginn: 425,- €
  • Last-Minute-Anmeldung (bis zwei Wochen vor Seminarbeginn): 455,- €
Das von David Grand 2003 zufällig entdeckte „konventionelle“ Brainspotting (BSP) als Weiterentwicklung von EMDR wurde inzwischen nochmals weiterentwickelt und um den Aspekt der Potenzialentfaltung ergänzt.
Bereits Abraham Maslow beschäftigte sich in den 1970er-Jahren im Rahmen seiner Bedürfnispyramide mit dem Aspekt der Selbstverwirklichung. Lichtenberg (1988) beschrieb ein hierarchisch aufgebautes Motivsystem, das durch Traumatisierungserfahrungen beschädigt werden kann. Wolf Büntig, Gründer und Leiter der ZIST-Akademie, entwickelte und praktizierte die sogenannte potenzialorientierte Psychotherapie als Variante der Humanistischen Psychotherapie.
Der Neurobiologe und Hirnforscher Gerald Hüther veröffentlichte 2011 einen „neurobiologischen Mutmacher“, in dem er darlegt, dass die meisten Menschen weit unter ihren Möglichkeiten leben. Er beschreibt, wie neue Erfahrungen und Entdeckungen, die mit Erstaunen und Begeisterung einhergehen, die Ausschüttung von Dopamin bewirken. In einem Vortrag formulierte er prägnant, dass „Begeisterung Dünger für das Hirn“ sei, da Dopamin für verbesserte neuronale Verschaltungen sorgt und eine zentrale Rolle bei Motivationsentwicklung, Bewegung, Belohnung und dem Erleben von Glück spielt.
All diese Erkenntnisse macht sich das Team von Brainspotting-Germany zunutze, um über die Körperebene – als vermutlich tiefste Ebene subjektiver Wahrheit – sowohl Möglichkeiten der Potenzialentfaltung durch erlebte Begeisterungserfahrungen als auch unverarbeitete traumatische Lebenserfahrungen einer Veränderung zuzuführen. Dieses Vorgehen unterstützt als eines der am wenigsten kognitiv orientierten Verfahren mithilfe visueller Fokussierung die Selbstregulationsfähigkeiten unseres Stressverarbeitungssystems. Das Gehirn als selbstreferenzielles, selbstregulatives, nicht-lineares und komplexes System ist hierzu grundsätzlich in der Lage – sofern man es lässt und Therapeut:innen die entsprechenden Rahmenbedingungen herstellen können. Dementsprechend handelt es sich bei Brainspotting weniger um eine Technik als vielmehr um eine besondere therapeutische Haltung. BSP unterscheidet sich damit wesentlich von manualisierten und primär kognitiv ausgerichteten Therapieverfahren.
Soweit es die Zeit erlaubt, finden Live-Demonstrationen unter geschützten Realbedingungen zu den jeweiligen Zugangsmöglichkeiten statt. Darauf folgen ein persönliches sowie ein technisches Debriefing. Die Teilnehmenden haben anschließend die Möglichkeit, in Zweiergruppen das Gesehene und Gelernte unter Anleitung selbst zu erproben, die Wirkungsweise des potenzialfokussierten Brainspottings zu erleben und sich darüber auszutauschen.
Über einen sogenannten Brainspot wird jene relevante Blickorientierung gesucht und gefunden, die bei der Aktivierung begeisternder und/oder belastender Erfahrungen mit der stärksten körperlichen Reaktion der Klient:innen einhergeht. Dies lässt Rückschlüsse auf die Aktivierung stress- bzw. traumaassoziierter Hirnprozesse zu. Im Sinne einer Aufmerksamkeitsverschiebung unterstützt die fokussierte Augenposition den Abruf begeisterungs- und belastungsrelevanter Gedächtnisinhalte und fördert eine verbesserte Selbstregulation.
Zielgruppe
  • Psychotherapeut:innen mit Approbation
  • Ärzt:innen
  • Heilpraktiker:innen mit mindestens dreijähriger psychotherapeutischer Ausbildungbzw. mit staatlicher Erlaubnis zur Ausübung von Psychotherapie
  • Ergo-, Kunst- und Musiktherapeut:innen
  • Nach Rücksprache auch Personen,die in anderen beruflichen Feldern mit traumatisierten Menschen arbeitenoder an eigener Potenzialentfaltung interessiert sind
Gebühren
  • Frühbucherrabatt: 375,- €
  • Bis zwei Monate vor Seminarbeginn: 405,- €
  • Last-Minute-Anmeldung (bis zwei Wochen vor Seminarbeginn): 435,- €
Anmeldung
Die Anmeldung erfolgt über die Webseiten
www.brainspotting-germany.de
oder www.thzm.de
Das zweitägige Seminar widmet sich dem vertieften Verständnis narzisstischer Dynamiken im psychotherapeutischen Kontext – sowohl aus der Perspektive von Patient:innen mit narzisstischen Charakterzügen als auch aus der Perspektive der Interaktionspartner:innen, die sich bewusst oder unbewusst in narzisstische Missbrauchs- oder Anpassungsdynamiken verstrickt haben oder hatten.
Im Mittelpunkt steht der professionelle Umgang mit narzisstischer Ego-Regulation sowie mit komplementär narzisstischen Anpassungsstrategien auf Seiten der Patient:innen wie auch der Therapeut:innen. Ziel ist es, ungesunde, rein regulierende psychodynamische Beziehungsgestaltungen frühzeitig zu erkennen und Wege zu entwickeln, wie daraus nachhaltige Entwicklungs- und Wachstumsprozesse entstehen können – für Patient:innen ebenso wie für Behandler:innen in ihrer therapeutischen Kompetenz.
Ein besonderer Fokus liegt auf der bewussten Arbeit mit Übertragung und Gegenübertragung. Typische Fallstricke wie narzisstische Tests, narzisstische Reaktanz oder scheinbar hilfreiche Strategien wie „es nicht persönlich nehmen werden kritisch beleuchtet und in eine reflektierte Metaperspektive überführt. Die Teilnehmenden lernen, Interaktionen differenziert auf der Spielebene und der Motivebene zu analysieren sowie das Funktionsniveau und die Selbststruktur bei der inneren Organisation des Selbst systematisch mitzudenken.
Auf dieser Grundlage wird nachvollziehbar, wie ein innerlich desorganisiertes Selbst, das primär über narzisstische Regulation funktioniert und andere als Selbstobjekte nutzt, schrittweise zu einer stabileren, reiferen Selbstorganisation finden kann. Die therapeutische Beziehung wird dabei als zentrale Quelle von Nachreifung und Erneuerung verstanden, an der unreife, narzisstische und ko-narzisstisch-dependente Strukturen sich weiterentwickeln können.
Ergänzend werden aktuelle evidenzbasierte Forschungsergebnisse zu narzisstischen Eigenschaften einbezogen, insbesondere zu grandiosem, vulnerablem und kommunalem Narzissmus. Frühe Bindungstraumata, genetische Faktoren und biografische Schlüsselereignisse werden als entscheidende Weichensteller in der Persönlichkeitsentwicklung beleuchtet. Ein dynamisches Verständnis narzisstischer Eigenschaften wird vermittelt, wonach dieselben Merkmale – abhängig von ihrem Ausprägungsgrad – sowohl funktional als auch dysfunktional wirken können.
Zielgruppe:
Psychologische Psychotherapeut:innen
Ärztliche Psychotherapeut:innen
Psychiater:innen
Therapeutisch tätige Fachpersonen mit tiefenpsychologischem, psychodynamischem oder integrativem Schwerpunkt
Fortgeschrittene in Ausbildung (nach Absprache)
Das THZM lädt erfahrene Psychotherapeut*innen, die auf dem Gebiet der Psychotraumatologie tätig sind, zur Teilnahme an einer fortgeschrittenen Online-Supervision mit Dr. Jan Gysi ein. Diese Supervision bietet eine professionelle Plattform für den Austausch von Wissen, die Diskussion von Fallstudien und die Weiterentwicklung klinischer Fähigkeiten im Umgang mit komplexen Traumafolgestörungen.
Die Supervisionsveranstaltungen werden online über Zoom abgehalten. Jede Gruppensupervision dauert von 14.00 bis 17.15h, inkl. 15 Minuten Pause.
Sie besteht aus einer Kombination von Fallvorstellungen, theoretischen Inputs und Diskussionen. Jeweils 4 Personen können einen eigenen anonymisierten Fall vorstellen.
Weitere Fachpersonen sind eingeladen, bei den Supervisionen zuzuhören und bei Bedarf Fragen zu stellen.
Das THZM lädt erfahrene Psychotherapeut*innen, die auf dem Gebiet der Psychotraumatologie tätig sind, zur Teilnahme an einer fortgeschrittenen Online-Supervision mit Dr. Jan Gysi ein. Diese Supervision bietet eine professionelle Plattform für den Austausch von Wissen, die Diskussion von Fallstudien und die Weiterentwicklung klinischer Fähigkeiten im Umgang mit komplexen Traumafolgestörungen.
Die Supervisionsveranstaltungen werden online über Zoom abgehalten. Jede Gruppensupervision dauert von 14.00 bis 17.15h, inkl. 15 Minuten Pause.
Sie besteht aus einer Kombination von Fallvorstellungen, theoretischen Inputs und Diskussionen. Jeweils 4 Personen können einen eigenen anonymisierten Fall vorstellen.
Weitere Fachpersonen sind eingeladen, bei den Supervisionen zuzuhören und bei Bedarf Fragen zu stellen.
Warum fällt es uns so schwer, freundlich und liebevoll mit uns selbst umzugehen?
So, wie wir Fürsorge und Wertschätzung nahestehenden Menschen zukommen lassen, sollten diese wohlmeinenden Qualitäten auch im Umgang mit uns selbst gelten.
Selbstmitgefühl bedeutet, uns selbst in schwierigen Momenten mit Freundlichkeit und Verständnis zu begegnen- statt mit Panik, Abwehr, Ignoranz oder harscher Selbstkritik. Und darüber hinaus den Ressourcen, die uns nähren, inspirieren und erfreuen, mehr Raum zu geben.
Aus den uralten Traditionen der östlichen Weisheitslehren wissen wir, dass Herzensgüte etwas ist, was jeder Mensch braucht und verdient, unabhängig von seiner Vorgeschichte. Und ich möchte Sie gerne einladen, die Qualitäten des Mitgefühls für sich selbst und Ihr individuelles ‚Gewordensein‘ mit Ihrer ganz persönlichen Lebensgeschichte zu üben und praktisch anzuwenden.
Bei dieser Praxis ist ein achtsames Vorgehen von großer Wichtigkeit, denn insbesondere bei einer Trauma-Vorgeschichte können unter anderem auch bis dahin verdeckte alte, seelische und psychosomatische Schmerzen wieder zum Vorschein kommen, wie Gefühle der Trauer, Scham oder Einsamkeit, entwertende Gedanken oder körperliches Unwohlsein. All diesen Reaktionen wollen wir mit mitfühlender Präsenz und liebevoller Anteilnahme begegnen.
Was in den letzten Jahrzehnten von den Neurowissenschaften intensiv erforscht wurde und in der buddhistischen Psychologie seit langem bekannt ist, dokumentiert, dass Herzensgüte und Mitgefühl menschliche Fähigkeiten sind, die entwickelt, eingeübt und dann ins tägliche Leben integriert werden können.
In dem wir gemeinsam die praktischen Werkzeuge kennenlernen, die zum Einüben von Selbstmitgefühl und Selbstfürsorge notwendig sind, können wir beginnen, unser oft einengendes Schutzkorsett Schritt für Schritt vorsichtig zu weiten. Und indem wir üben, selbst unser bester Freund zu werden, können wir anfangen einen Weg zu gehen, der uns neue Handlungsspielräume eröffnet.
Am 11.03.2026 findet die Infoveranstaltung (als Telefontermin – Gruppenleitung kontaktiert Sie vorab zur Terminvereinbarung) statt und die Stabilisierungsgruppe beginnt dann am 18.03.2026.
Die Infoveranstaltung ist verpflichtend.
Migration ist ein gravierender Einschnitt in der Lebensgeschichte und birgt Chancen, aber auch Risiken für die psychische Gesundheit und die persönliche Entwicklung. Werden im Rahmen der Migration noch zusätzlich traumatische Situationen erlebt, steigt die persönliche Belastung und der Integrationsprozess wird wesentlich erschwert.
Flucht als unfreiwillige Migration aufgrund von Krieg, Verfolgung, Folter und Entbehrung bringt Menschen in existenzielle Bedrohungen und ist häufig mit schwierigen Lebensereignissen, Krisen und traumatischen Situationen verbunden. Diese Erfahrungen und ihre Folgen zu verstehen und verarbeiten zu können, ist eine wichtige Aufgabe der psychosozialen Traumatologie mit MigrantInnen und Flüchtlingen.
Durch kultursensible Beratungsangebote und traumapädagogische Hilfen sollen Chancen eröffnet werden, biografische Verletzungen zu erkennen und schonend neue, alternative Erfahrungen zur Persönlichkeitsstabilisierung zu erleben. Durch dieses Erleben bietet sich die Chance für die weitere Entwicklung und damit die Möglichkeit, einer gelingenden Integration in den Lebensalltag des neuen Landes.
Folgende Themen werden bearbeitet:
  • Wie wirken sich die Phasen der Migration auf Anpassungsprozesse und Identitätsentwicklung aus?
  • Gibt es spezielle Traumatisierungen durch Krieg und Flucht und mit welchen Folgen ist zu rechnen?
  • Wirkt sich die kulturelle Herkunft auf das Verständnis von Traumafolgen und auf deren Umgang aus?
  • Was sind Postmigrationsfaktoren und welche spezielle psychosoziale Unterstützung brauchen MigrantInnen?
  • Welche Stabilisierung und Selbstfürsorge im Helfersystem brauchen wir als Schutz vor sekundärer Traumatisierung?
„Wenn einer aus seiner Seele singt,
heilt er zugleich seine innere Welt.“
Sir Yehudi Menuhin
Wir singen gemeinsam Lieder
  • die Kraft geben
  • die Mut machen
  • die Lebensfreude schaffen
  • die berühren
  • die so einfach sind, dass man gleich mitsingen kann
  • die aus unterschiedlichen Kulturen kommen
Offen für Betroffene und Nicht-Betroffene.
Eingeladen sind gerade auch Menschen, die glauben nicht singen zu können.
„Wenn einer aus seiner Seele singt,
heilt er zugleich seine innere Welt.“
Sir Yehudi Menuhin
Wir singen gemeinsam Lieder
  • die Kraft geben
  • die Mut machen
  • die Lebensfreude schaffen
  • die berühren
  • die so einfach sind, dass man gleich mitsingen kann
  • die aus unterschiedlichen Kulturen kommen
Offen für Betroffene und Nicht-Betroffene.
Eingeladen sind gerade auch Menschen, die glauben nicht singen zu können.
„Wenn einer aus seiner Seele singt,
heilt er zugleich seine innere Welt.“
Sir Yehudi Menuhin
Wir singen gemeinsam Lieder
  • die Kraft geben
  • die Mut machen
  • die Lebensfreude schaffen
  • die berühren
  • die so einfach sind, dass man gleich mitsingen kann
  • die aus unterschiedlichen Kulturen kommen
Offen für Betroffene und Nicht-Betroffene.
Eingeladen sind gerade auch Menschen, die glauben nicht singen zu können.