Die Dissoziative Identitätsstörung (DIS) wird häufig mit schwerer psychosozialer Beeinträchtigung, auffälligen Identitätswechseln und deutlich eingeschränkter Alltagsfunktion verbunden. In der klinischen Praxis begegnen jedoch auch Menschen mit DIS oder partieller DIS, die beruflich erfolgreich, sozial angepasst und nach außen hochfunktional erscheinen.
Diese Hochfunktionalität steht nicht im Widerspruch zur Schwere der zugrunde liegenden Störung. Vielmehr kann sie Ausdruck einer ausgeprägten inneren Organisation und Kompartmentalisierung sein: Unterschiedliche Selbst- und Funktionszustände übernehmen spezialisierte Aufgaben, während andere traumabezogene Erfahrungen, Affekte und Erinnerungen vom Alltag weitgehend getrennt bleiben.
Die Fortbildung vermittelt eine differenzierte Betrachtung dissoziativer Störungen zwischen psychopathologischer Beeinträchtigung und äußerer Funktionsfähigkeit. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Frage, warum hohe Leistungsfähigkeit eine schwere dissoziative Symptomatik verdecken kann und welche Konsequenzen sich daraus für Diagnostik, Differentialdiagnostik und Behandlung ergeben.
Teil 1: Diagnostik, Phänomenologie und Hochfunktionalität
Teil 2: Differentialdiagnostik, therapeutische Konsequenzen und Fallarbeit
Wenn Kinder über lange Zeit oder bei zentralen (Beziehungs-) Erfahrungen immer wieder über ihre Kräfte gehen müssen, bringt dies sowohl kurz-, als auch langfristig Folgen für ihr Selbst- und Weltverständnis mit sich.
Die Konsequenzen solch massiver und früher Belastung unterscheiden sich in Symptomatik aber auch in der Art und Weise sich selbst, die Welt und sich selbst in dieser Welt zu erleben teils deutlich von den Folgen anderer oder späterer Monotraumatisierungen. Wenn Orientierung schon früh sehr schwierig ist, brauchen Kinder später umso sicherere Leuchttürme.
Wie erleben Kinder, deren Reise in stürmischen Gewässern begann, die Welt? Wie gestalten sich sehr alte und ganz neue Bindungs- und Beziehungsfragen? Warum verwechseln diese Kinder unter Umständen immer wieder Vergangenheit und Gegenwart, auch wenn jetzt doch „alles gut ist? Was braucht es um neue, heilsame Erfahrungen machen zu können und welche Unterstützungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche gibt es auf beraterischer Ebene?
Der Impulsvortrag geht diesen und weiteren traumapädagogischen Fragen nach und vermittelt praxisbezogen hilfreiches Wissen und Ansätze zur Unterstützung von kleinen und größeren Seefahrenden.
Wenn Kinder über lange Zeit oder bei zentralen (Beziehungs-) Erfahrungen immer wieder über ihre Kräfte gehen müssen, bringt dies sowohl kurz-, als auch langfristig Folgen für ihr Selbst- und Weltverständnis mit sich.
Die Konsequenzen solch massiver und früher Belastung unterscheiden sich in Symptomatik aber auch in der Art und Weise sich selbst, die Welt und sich selbst in dieser Welt zu erleben teils deutlich von den Folgen anderer oder späterer Monotraumatisierungen. Wenn Orientierung schon früh sehr schwierig ist, brauchen Kinder später umso sicherere Leuchttürme.
Wie erleben Kinder, deren Reise in stürmischen Gewässern begann, die Welt? Wie gestalten sich sehr alte und ganz neue Bindungs- und Beziehungsfragen? Warum verwechseln diese Kinder unter Umständen immer wieder Vergangenheit und Gegenwart, auch wenn jetzt doch „alles gut ist? Was braucht es um neue, heilsame Erfahrungen machen zu können und welche Unterstützungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche gibt es auf beraterischer Ebene?
Der Impulsvortrag geht diesen und weiteren traumapädagogischen Fragen nach und vermittelt praxisbezogen hilfreiches Wissen und Ansätze zur Unterstützung von kleinen und größeren Seefahrenden.
Scham ist eine zutiefst soziale und bindungsbezogene Emotion. Sie entsteht im Blick realer oder vorgestellter anderer und betrifft nicht nur eine Handlung, sondern das Erleben der eigenen Person: „Mit mir stimmt etwas nicht. Ich bin beschädigt, minderwertig oder der Zugehörigkeit nicht würdig. Besonders nach sexualisierter Gewalt in der Kindheit kann Scham über lange Zeit fortbestehen. Sie erschwert das Sprechen über die Erfahrung, beeinflusst die Reaktionen auf Offenlegung und kann den Zugang zu Hilfe und tragfähigen Beziehungen behindern.
Der Vortrag verbindet bindungstheoretische und traumatherapeutische Perspektiven mit aktuellen Forschungsergebnissen zur Scham nach sexualisierter Gewalt in der Kindheit. Er zeigt, wie Scham in missbrauchenden und beschämenden Beziehungen entsteht, durch Reaktionen des familiären und sozialen Umfeldes verstärkt werden kann und schließlich das Selbstbild, die Beziehungsfähigkeit sowie das Offenlegen traumatischer Erfahrungen prägt. Scham wird dabei nicht lediglich als Begleitsymptom verstanden, sondern als ein zentraler Mechanismus, durch den Gewalt und Beziehungserfahrungen im Selbst fortwirken.
Bindungstraumatisierung ist keine Diagnose im Sinne der klassischen Diagnosesysteme (ICD, DSM). Dennoch kann sie weitreichende Folgen für Beziehungsgestaltung sowie auf körperliche und psychische Gesundheit haben. In diesem Vortrag wollen wir zunächst grundsätzlich klären, was unter Bindungstraumatisierung verstanden wird. Dabei nähern wir uns dem Thema aus einer nervensystematischen Perspektive an. Darüber hinaus soll eine Idee vermittelt werden, warum es hilfreich sein kann, Bindungstraumatisierung auch im Kontext von Diagnosen zu berücksichtigen, die auf den ersten Blick nicht unmittelbar mit Trauma assoziiert werden wie z.B. Depressionen oder chronische Entzündungsprozesse. Der Vortrag bietet einen ersten Überblick über dieses Thema und richtet sich an alle Interessierten.
Bindungstraumatisierung ist keine eigenständige Diagnose im ICD. Und dennoch kann es für die Behandlung psychisch belasteter Menschen hilfreich sein, ein grundlegendes Verständnis davon zu haben. Warum? Genau dieser Frage möchte ich in meinem Vortrag nachgehen.
Wir beginnen bei der klassischen Bindungstheorie, werfen einen kurzen Blick auf Traumatisierung im Allgemeinen und beschäftigen uns etwas ausführlicher mit Stressregulation. Aus dieser Perspektive kann sich der Blick auf Diagnosen wie zum Beispiel Depression, Angstörungen oder auch Sucht verändern. Darüber hinaus bringt Bindungstraumatisierung einige Besonderheiten mit sich, die auch für die therapeutische Arbeit relevant sein können. Hierzu möchte ich einige grundlegende Gedanken Anregungen mit auf den Weg geben.
Der Vortrag versteht sich als Einführung und als Einladung, vertraute Phänomene einmal aus einer etwas anderen Perspektive zu betrachten.
Trauma erschüttert zutiefst das subjektive Sicherheitsgefühl und dadurch wird Bindung zum zentralen Regulationssystem belasteter Menschen.
Moralische Verletzungen erschüttern zusätzlich das eigene Werte-, Identitäts- und Beziehungssystem mit den Folgen, dass Scham, Schuld, Misstrauen, Rückzug und Bindungsprobleme besonders hartnäckig werden. Zudem erschüttert dieses das Kohärenzgefühl zutiefst.
Ziel dieses Vortrages ist es, diesen Prozess von Trauma auf unser Bindungsverhalten im Kontext auf moralische Verletzungen zu verstehen, die unterschiedlichen Reaktionen kennenzulernen und daraus folgend, wie eine gute Begleitung für belastete Personen unter dem besonderen Gesichtspunkt von „Bindung“ hilfreich sein kann.
Aus systemischer Perspektive werden traumabedingte Symptome nicht ausschließlich als Störungen, sondern als Kompetenz- und Überlebensleistungen verstanden. Der Mensch entwickelt sich als bio-psycho-sozio-ökologisches Wesen in einer fortwährenden Antwortbeziehung zu seinen sozialen und natürlichen Umwelten.
Der Vortrag beleuchtet, wie traumatische Erfahrungen Bindung, Körpererleben und Selbstregulation prägen und wie neue Formen der Kommunikation, des Beantwortetwerdens und der Beziehungsgestaltung entstehen können. Dabei werden auch natur- und tiergestützte Erfahrungsräume als mögliche Zugänge zu Sicherheit, Verbundenheit und erweiterten Handlungsmöglichkeiten einbezogen.
Hunde sind immer wieder in der psychotherapeutischen Praxis anzutreffen, ganz real, ganz lebendig, manchmal der Not geschuldet…Was liegt näher, sie in den psychotherapeutischen Prozess mit einzubeziehen?
In diesem Vortrag geht es um einen knappen Überblick über die Geschichte der hundegestützten Intervention im therapeutischen Kontext, die Abgrenzung der Begriffe von Therapiehund und Assistenzhund und um die Ziele von hundegestützter Psychotherapie. Was sind mögliche Wirkfaktoren in der Arbeit mit Hunden in der Psychotherapie? Und was verändert sich, wenn ein Hund mit in die Therapie kommt?
Auf der Basis einer eher übersichtlichen RCT-Studienlage werden verschiedene Theorien vorgestellt und kurz angerissen. Es besteht am Ende Gelegenheit, Fragen zu stellen.