Der Begriff Trauma wird im Alltag ebenso wie im fachlichen Kontext sehr unterschiedlich verwendet. Während manche darunter vor allem einzelne extreme Ereignisse wie Unfälle oder Naturkatastrophen verstehen, zeigen klinische Erfahrungen und aktuelle Forschung, dass auch langandauernde Belastungen, zwischenmenschliche Gewalt, Vernachlässigung oder Bindungstraumatisierungen tiefgreifende psychische Folgen haben können.
Die Veranstaltung geht zunächst der grundlegenden Frage nach:
Was ist ein Trauma – und welche Formen traumatischer Erfahrungen lassen sich unterscheiden?
Dabei werden unterschiedliche Arten von Traumatisierungen sowie typische psychische Reaktionen auf extreme Belastungen vorgestellt.
Inhalte der Veranstaltung
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Spektrum traumabezogener Störungen, wie es in der ICD-11 beschrieben wird. Dazu gehören insbesondere:
– Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
– Komplexe PTBS
Dissoziative Reaktionen und Störungen, darunter:
– Depersonalisation
– Derealisation
– Dissoziative Identitätsstrukturen (DIS und partielle DIS)
– Körperlich-neurologische dissoziative Symptome
Darüber hinaus werden weitere mögliche Traumafolgen besprochen, etwa:
– Anhaltende Trauerreaktionen
– Veränderungen im Selbstbild
– Schwierigkeiten in Beziehungen
– Probleme der Affektregulation
Ziel der Veranstaltung
Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis traumatischer Erfahrungen und ihrer vielfältigen Ausdrucksformen zu vermitteln und die diagnostische Einordnung im klinischen Alltag zu erleichtern.
Anhand klinischer Beispiele werden:
– typische Symptomkonstellationen erläutert
– wichtige diagnostische Fragestellungen diskutiert
Zielgruppe
Die Veranstaltung richtet sich an:
– Psychotherapeut:innen
– Ärzt:innen
– Fachkräfte aus psychosozialen und beratenden Arbeitsfeldern
Angesprochen sind insbesondere Personen, die:
– ihr Verständnis traumatischer Erfahrungen und dissoziativer Symptomatik vertiefen möchten
– bislang noch keine vertiefte Auseinandersetzung mit diagnostischen und theoretischen Fragen der Traumatherapie hatten
– eine fundierte Einführung in das Thema suchen
Organisatorisches
Die Fortbildung ist in zwei aufeinander aufbauende Module gegliedert:
– Dauer jeweils 3 Stunden
– gemeinsam oder einzeln (bei entsprechender Vorerfahrung) belegbar
Weitere Hinweise:
– Es besteht die Möglichkeit zu interaktiven Gesprächen
– Die Bereitschaft zur aktiven Teilnahme wird vorausgesetzt
– Die Veranstaltung richtet sich nicht an Betroffene
– Jede:r Teilnehmende ist selbst verantwortlich für funktionierende Kamera und Mikrofon
Die psychotherapeutische Behandlung von Patient:innen mit komplexen Traumafolgestörungen stellt besondere Anforderungen an Diagnostik, Behandlungsplanung und therapeutische Haltung. Insbesondere bei komplexer PTBS, dissoziativen Störungen sowie ausgeprägter struktureller Dissoziation sind differenzierte diagnostische Einschätzungen und ein reflektiertes therapeutisches Vorgehen notwendig.
Rahmen und Inhalte
In dieser monatlich stattfindenden, zweistündigen Gruppensupervision haben approbierte Psychotherapeut:innen die Möglichkeit, Behandlungsverläufe aus ihrer Praxis vorzustellen und gemeinsam zu reflektieren.
Im Mittelpunkt stehen:
– Diagnostische Fragestellungen nach ICD-11
– Therapeutische Strategien bei komplex traumatisierten Patient:innen
– Umgang mit Dissoziation
– Krisendynamiken
– Übertragungs- und Gegenübertragungsprozesse
Zielgruppe
Die Supervision richtet sich an:
– approbierte Psychotherapeut:innen
Angesprochen sind insbesondere Fachpersonen, die:
– mit komplex traumatisierten Patient:innen arbeiten
– einen vertieften fachlichen Austausch suchen
– Unterstützung bei diagnostischen und therapeutischen Fragestellungen wünschen
Voraussetzungen für die Teilnahme
Um eine möglichst homogene Arbeitsgruppe hinsichtlich Erfahrung, Arbeitskontext und Fragestellungen zu gewährleisten, bitten wir Interessierte um:
– eine kurze Beschreibung ihres Supervisionswunsches
– Angaben zu bisherigen Erfahrungen in der Arbeit mit traumatisierten Patient:innen
Organisatorische Informationen
Format: monatliche, zweistündige Gruppensupervision
Schwerpunkt: Diagnostik und Therapie komplexer Traumafolgestörungen und dissoziativer Störungen (ICD-11)
Leitung der Supervision
Die Supervision wird geleitet von Ingrid Wild-Lüffe, Diplom-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin.
Sie verfügt über langjährige klinische und supervisorische Erfahrung in der Behandlung komplexer Traumafolgestörungen und dissoziativer Störungen, einen fachlichen Schwerpunkt in der Diagnostik und Behandlung komplex traumatisierter Patient:innen sowie umfassende Erfahrung in der Fortbildung und Supervision von Fachkolleg:innen
Sie ist zudem Mitbegründerin des Traumahilfezentrums München (THZM) und engagiert sich dort in der Weiterbildung von Fachkräften zu komplexen Traumafolgestörungen und Dissoziation.
Die psychotherapeutische Behandlung von Patient:innen mit komplexen Traumafolgestörungen stellt besondere Anforderungen an Diagnostik, Behandlungsplanung und therapeutische Haltung. Insbesondere bei komplexer PTBS, dissoziativen Störungen sowie ausgeprägter struktureller Dissoziation sind differenzierte diagnostische Einschätzungen und ein reflektiertes therapeutisches Vorgehen notwendig.
Rahmen und Inhalte
In dieser monatlich stattfindenden, zweistündigen Gruppensupervision haben approbierte Psychotherapeut:innen die Möglichkeit, Behandlungsverläufe aus ihrer Praxis vorzustellen und gemeinsam zu reflektieren.
Im Mittelpunkt stehen:
– Diagnostische Fragestellungen nach ICD-11
– Therapeutische Strategien bei komplex traumatisierten Patient:innen
– Umgang mit Dissoziation
– Krisendynamiken
– Übertragungs- und Gegenübertragungsprozesse
Zielgruppe
Die Supervision richtet sich an:
– approbierte Psychotherapeut:innen
Angesprochen sind insbesondere Fachpersonen, die:
– mit komplex traumatisierten Patient:innen arbeiten
– einen vertieften fachlichen Austausch suchen
– Unterstützung bei diagnostischen und therapeutischen Fragestellungen wünschen
Voraussetzungen für die Teilnahme
Um eine möglichst homogene Arbeitsgruppe hinsichtlich Erfahrung, Arbeitskontext und Fragestellungen zu gewährleisten, bitten wir Interessierte um:
– eine kurze Beschreibung ihres Supervisionswunsches
– Angaben zu bisherigen Erfahrungen in der Arbeit mit traumatisierten Patient:innen
Organisatorische Informationen
Format: monatliche, zweistündige Gruppensupervision
Schwerpunkt: Diagnostik und Therapie komplexer Traumafolgestörungen und dissoziativer Störungen (ICD-11)
Leitung der Supervision
Die Supervision wird geleitet von Ingrid Wild-Lüffe, Diplom-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin.
Sie verfügt über langjährige klinische und supervisorische Erfahrung in der Behandlung komplexer Traumafolgestörungen und dissoziativer Störungen, einen fachlichen Schwerpunkt in der Diagnostik und Behandlung komplex traumatisierter Patient:innen sowie umfassende Erfahrung in der Fortbildung und Supervision von Fachkolleg:innen
Sie ist zudem Mitbegründerin des Traumahilfezentrums München (THZM) und engagiert sich dort in der Weiterbildung von Fachkräften zu komplexen Traumafolgestörungen und Dissoziation.
In heilkundlichen und psychosozialen Arbeitsfeldern begegnen Fachkräften häufig Menschen, die unter innerer Unruhe, emotionaler Überforderung, Scham, Beziehungsunsicherheit oder Rückzug leiden. Belastende Lebens- und Beziehungserfahrungen spielen dabei oft eine zentrale Rolle – ohne dass eine therapeutische Behandlung oder Traumabearbeitung angezeigt ist.
Dieses Angebot des Traumahilfezentrums München (THZM) vermittelt eine traumasensible, stabilisierende Grundhaltung, die Sicherheit schafft und Orientierung gibt – im Gespräch, im Kontakt und im Alltag.
Ein einführender Vortrag führt in grundlegende Fragen ein:
– Was ist Trauma – und welche Bedeutung hat dieses Wissen für psychosoziale und heilkundliche Begleitung?
– Welche Rolle spielen Bindungserfahrungen für heutige Reaktions- und Beziehungsmuster?
– Wie zeigen sich dissoziative Symptome und DIS im Alltag – oft leise, situativ und schwer einzuordnen?
Darauf aufbauend werden haltungsgeleitete, alltagstaugliche Zugänge vorgestellt.
Dazu gehören eine stabilisierende und strukturierende Gesprächsführung, das frühzeitige Erkennen von Überforderung und eine regulierende Begleitung, die Förderung von Gegenwartsbezug und Selbstwahrnehmung sowie eine klare Rollenklärung und sichere Grenzsetzung.
Der Schwerpunkt liegt auf dem Wie des Begleitens – nicht auf Diagnostik oder einem therapeutischen Behandlungsauftrag.
Das Angebot richtet sich an
Heilpraktiker:innen, Sozialpädagog:innen und weitere psychosoziale Fachkräfte, die Menschen traumasensibel stabilisieren und ihre Arbeit sicher, klar und entlastend gestalten möchten.
Weitere Hinweise:
– Es besteht die Möglichkeit zu interaktiven Gesprächen
– Die Bereitschaft zur aktiven Teilnahme wird vorausgesetzt
– Für die Teilnahme werden Kamera und Ton vorausgesetzt; die technische Umsetzung erfolgt eigenverantwortlich.
Der Begriff Trauma wird im Alltag ebenso wie im fachlichen Kontext sehr unterschiedlich verwendet. Während manche darunter vor allem einzelne extreme Ereignisse wie Unfälle oder Naturkatastrophen verstehen, zeigen klinische Erfahrungen und aktuelle Forschung, dass auch langandauernde Belastungen, zwischenmenschliche Gewalt, Vernachlässigung oder Bindungstraumatisierungen tiefgreifende psychische Folgen haben können.
Die Veranstaltung geht zunächst der grundlegenden Frage nach:
Was ist ein Trauma – und welche Formen traumatischer Erfahrungen lassen sich unterscheiden?
Dabei werden unterschiedliche Arten von Traumatisierungen sowie typische psychische Reaktionen auf extreme Belastungen vorgestellt.
Inhalte der Veranstaltung
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Spektrum traumabezogener Störungen, wie es in der ICD-11 beschrieben wird. Dazu gehören insbesondere:
– Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
– Komplexe PTBS
Dissoziative Reaktionen und Störungen, darunter:
– Depersonalisation
– Derealisation
– Dissoziative Identitätsstrukturen (DIS und partielle DIS)
– Körperlich-neurologische dissoziative Symptome
Darüber hinaus werden weitere mögliche Traumafolgen besprochen, etwa:
– Anhaltende Trauerreaktionen
– Veränderungen im Selbstbild
– Schwierigkeiten in Beziehungen
– Probleme der Affektregulation
Ziel der Veranstaltung
Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis traumatischer Erfahrungen und ihrer vielfältigen Ausdrucksformen zu vermitteln und die diagnostische Einordnung im klinischen Alltag zu erleichtern.
Anhand klinischer Beispiele werden:
– typische Symptomkonstellationen erläutert
– wichtige diagnostische Fragestellungen diskutiert
Zielgruppe
Die Veranstaltung richtet sich an:
– Psychotherapeut:innen
– Ärzt:innen
– Fachkräfte aus psychosozialen und beratenden Arbeitsfeldern
Angesprochen sind insbesondere Personen, die:
– ihr Verständnis traumatischer Erfahrungen und dissoziativer Symptomatik vertiefen möchten
– bislang noch keine vertiefte Auseinandersetzung mit diagnostischen und theoretischen Fragen der Traumatherapie hatten
– eine fundierte Einführung in das Thema suchen
Organisatorisches
Die Fortbildung ist in zwei aufeinander aufbauende Module gegliedert:
– Dauer jeweils 3 Stunden
– gemeinsam oder einzeln (bei entsprechender Vorerfahrung) belegbar
Weitere Hinweise :
– Es besteht die Möglichkeit zu interaktiven Gesprächen
– Die Bereitschaft zur aktiven Teilnahme wird vorausgesetzt
– Die Veranstaltung richtet sich nicht an Betroffene
– Jede:r Teilnehmende ist selbst verantwortlich für funktionierende Kamera und Mikrofon
Vergünstigte Gebühr:
Bei gemeinsamer Buchung beider Module (Modul 1 am 28.05. und Modul 2 am 11.06.) reduziert sich der Gesamtpreis auf € 150.- statt 2x € 85.- .
Bitte beachten Sie, dass die Stornofrist an Modul 1 gekoppelt ist.
An diesem Abend werden rechtliche Grundlagen vermittelt, die im Rahmen der Therapie sowohl für Klientinnen und Klienten als auch für ihre Therapeutinnen und Therapeuten von Bedeutung sein können.
Dabei werden unter anderem folgende häufig gestellte Fragen behandelt:
  • Was kann ich mit einem OEG-Antrag erreichen?
  • Wann sollte ich einen Antrag stellen und wann besser nicht?
  • Wie lange dauert es, bis eine Entscheidung vorliegt (Antragsverfahren, Widerspruchsverfahren, Klageverfahren, Berufungsverfahren)?
  • Ist die Klientin bzw. der Klient für ein solches Verfahren ausreichend belastbar?
Schuld und Scham prägen viele Beratungs- und Therapiesituationen oft sichtbar, manchmal verdeckt. Sie zeigen sich in Rückzug, Härte gegen sich selbst, Vermeidung oder in leisen Sätzen, die lange nachhallen.
Dieses Seminar vermittelt kompakt und fachlich fundiert, wie Schuld- und Schamerleben entstehen, wie sie sich im Kontext von Trauma zeigen und welche Dynamiken sie in der Beziehungsgestaltung auslösen können. Gleichzeitig berühren diese Emotionen auch uns als Fachkräfte in unserer Haltung, in unserer Resonanz und in unserer eigenen Geschichte.
Der Schwerpunkt liegt auf der praktischen Umsetzung im Arbeitsalltag:
Die Teilnehmenden arbeiten mit eigenen Fallbeispielen, erproben konkrete Interventionen und reflektieren ihre professionelle Haltung im Umgang mit Schuld- und Schamgefühlen. Selbst- und Co-Regulation werden dabei als zentrale Werkzeuge erfahrbar gemacht.
Im Mittelpunkt stehen:
– das Verstehen von Schuld- und Schamerleben
– die Bedeutung dieser Emotionen in traumatischen Kontexten
– die eigene Resonanz als Fachkraft
– konkrete Interventionen für die Arbeit mit Klient*innen
– Selbst- und Co-Regulation als tragende Basis
Methoden:
Fachliche Impulse, Selbsterfahrung, Kleingruppenarbeit, praktische Übungen, Fallpraxis und kollegiale Beratung.
Diese beiden Gefühle gehören seit der Vertreibung aus dem Paradies in vielen Facetten zum Menschsein. Vielleicht sind sie sogar besonders menschliche Gefühle. Gemeinsam ist ihnen, dass sie unseren Selbstwert betreffen und eine wichtige Rolle im Zusammenleben spielen. Beide sind so unangenehm und schmerzlich, dass wir sie uns möglichst nicht anmerken lassen wollen. Häufig sind sie Ursache von Widerstand, Verstrickungen und Übertragungen.
Scham hat mit unserem Selbstwert und unserer Integrität zu tun. Sie spielt eine wichtige Rolle beim Erlernen der Regeln einer Gemeinschaft und auch beim Schutz vor Gefahren. Das „Sich-schämen-Können“ ist uns innewohnend; wofür wir uns schämen, hängt jedoch von der Umgebung und der Kultur ab, in die wir hineingeboren wurden und in der wir leben.
Wer sich schämt, fühlt sich fehlerhaft, unwert oder ungeliebt und fürchtet, aus der Gemeinschaft „herauszufallen“. Man möchte „im Boden versinken“ oder versucht mit unterschiedlichen Strategien, dieses Gefühl abzuwehren.
Schuld hat mit dem Thema Gerechtigkeit und mit Ausgleich zu tun. Schuld entsteht durch eigenes Handeln oder durch die Verletzung von Normen.
In diesem Seminar möchte ich mich diesen mächtigen Gefühlen von verschiedenen Seiten nähern und sie gemeinsam mit Ihnen erkunden.
Wir werden:
– die positiven Seiten der Scham betrachten,
– verletzte Scham und Schamlosigkeit differenzieren,
– Scham in der Übertragung verstehen,
– den Einfluss von Scham auf Selbstwert und Zugehörigkeit beleuchten,
– Möglichkeiten erkunden, traumatische Scham konstruktiv aufzulösen,
– den Unterschied zwischen Schuld und Schuldgefühl klären,
– über Überlebensschuld sprechen,
– Wege aus der Schuld heraus erarbeiten.
Neben theoretischen Impulsen und praktischen Demonstrationen wird es Übungen sowie persönliche Arbeitssequenzen geben.
Dieser Kurs baut auf der Einführung in die Grundlagen des potenzialfokussierten Brainspottings auf. Er beginnt mit einem kurzen Rückblick sowie der Reflexion der bisherigen Erfahrungen der Teilnehmer:innen. Im weiteren Verlauf werden zusätzliche spezifische Zugangsmöglichkeiten zu einem Brainspot vermittelt, live demonstriert und anschließend in Zweiergruppen praktisch geübt. Neben der Wiederholung bereits gehörter und erlernter Inhalte werden vertiefende neurobiologische Erklärungen zur Wirksamkeit des potenzialfokussierten Brainspottings vermittelt. Im Zentrum steht dabei stets die Beachtung der Selbstregulationskräfte des Gehirns als selbstreferenzielles, selbstregulatives, nicht-lineares und komplexes System. Darüber hinaus werden weitere Zugangswege („Accesses“) zu begeisterungs- und/oder traumabezogenem Belastungsmaterial vorgestellt.
Besonders für die Arbeit mit Klient:innen mit sehr komplexer PTBS sowie mit Personen, die sich außerhalb des Toleranzfensters befinden, ist die Vermittlung von Kombinationsmöglichkeiten aller bisher erlernten Zugangswege von großer Bedeutung.
Zielgruppe
  • Angesprochen sind:
  • Psychotherapeut:innen mit Approbation
  • Ärzt:innen
  • Heilpraktiker:innen mit mindestens dreijähriger psychotherapeutischer Ausbildung bzw. mit staatlicher Erlaubnis zur Ausübung von Psychotherapie
  • Ergo-, Kunst- und Musiktherapeut:innen
  • Nach Rücksprache auch Personen,die in anderen beruflichen Feldern mit traumatisierten Menschen arbeiten oder an eigener Potenzialentfaltung interessiert sind
Gebühren
  • Frühbucherrabatt: 395,- €
  • Bis zwei Monate vor Seminarbeginn: 425,- €
  • Last-Minute-Anmeldung (bis zwei Wochen vor Seminarbeginn): 455,- €
Das von David Grand 2003 zufällig entdeckte „konventionelle“ Brainspotting (BSP) als Weiterentwicklung von EMDR wurde inzwischen nochmals weiterentwickelt und um den Aspekt der Potenzialentfaltung ergänzt.
Bereits Abraham Maslow beschäftigte sich in den 1970er-Jahren im Rahmen seiner Bedürfnispyramide mit dem Aspekt der Selbstverwirklichung. Lichtenberg (1988) beschrieb ein hierarchisch aufgebautes Motivsystem, das durch Traumatisierungserfahrungen beschädigt werden kann. Wolf Büntig, Gründer und Leiter der ZIST-Akademie, entwickelte und praktizierte die sogenannte potenzialorientierte Psychotherapie als Variante der Humanistischen Psychotherapie.
Der Neurobiologe und Hirnforscher Gerald Hüther veröffentlichte 2011 einen „neurobiologischen Mutmacher“, in dem er darlegt, dass die meisten Menschen weit unter ihren Möglichkeiten leben. Er beschreibt, wie neue Erfahrungen und Entdeckungen, die mit Erstaunen und Begeisterung einhergehen, die Ausschüttung von Dopamin bewirken. In einem Vortrag formulierte er prägnant, dass „Begeisterung Dünger für das Hirn“ sei, da Dopamin für verbesserte neuronale Verschaltungen sorgt und eine zentrale Rolle bei Motivationsentwicklung, Bewegung, Belohnung und dem Erleben von Glück spielt.
All diese Erkenntnisse macht sich das Team von Brainspotting-Germany zunutze, um über die Körperebene – als vermutlich tiefste Ebene subjektiver Wahrheit – sowohl Möglichkeiten der Potenzialentfaltung durch erlebte Begeisterungserfahrungen als auch unverarbeitete traumatische Lebenserfahrungen einer Veränderung zuzuführen. Dieses Vorgehen unterstützt als eines der am wenigsten kognitiv orientierten Verfahren mithilfe visueller Fokussierung die Selbstregulationsfähigkeiten unseres Stressverarbeitungssystems. Das Gehirn als selbstreferenzielles, selbstregulatives, nicht-lineares und komplexes System ist hierzu grundsätzlich in der Lage – sofern man es lässt und Therapeut:innen die entsprechenden Rahmenbedingungen herstellen können. Dementsprechend handelt es sich bei Brainspotting weniger um eine Technik als vielmehr um eine besondere therapeutische Haltung. BSP unterscheidet sich damit wesentlich von manualisierten und primär kognitiv ausgerichteten Therapieverfahren.
Soweit es die Zeit erlaubt, finden Live-Demonstrationen unter geschützten Realbedingungen zu den jeweiligen Zugangsmöglichkeiten statt. Darauf folgen ein persönliches sowie ein technisches Debriefing. Die Teilnehmenden haben anschließend die Möglichkeit, in Zweiergruppen das Gesehene und Gelernte unter Anleitung selbst zu erproben, die Wirkungsweise des potenzialfokussierten Brainspottings zu erleben und sich darüber auszutauschen.
Über einen sogenannten Brainspot wird jene relevante Blickorientierung gesucht und gefunden, die bei der Aktivierung begeisternder und/oder belastender Erfahrungen mit der stärksten körperlichen Reaktion der Klient:innen einhergeht. Dies lässt Rückschlüsse auf die Aktivierung stress- bzw. traumaassoziierter Hirnprozesse zu. Im Sinne einer Aufmerksamkeitsverschiebung unterstützt die fokussierte Augenposition den Abruf begeisterungs- und belastungsrelevanter Gedächtnisinhalte und fördert eine verbesserte Selbstregulation.
Zielgruppe
  • Psychotherapeut:innen mit Approbation
  • Ärzt:innen
  • Heilpraktiker:innen mit mindestens dreijähriger psychotherapeutischer Ausbildungbzw. mit staatlicher Erlaubnis zur Ausübung von Psychotherapie
  • Ergo-, Kunst- und Musiktherapeut:innen
  • Nach Rücksprache auch Personen,die in anderen beruflichen Feldern mit traumatisierten Menschen arbeitenoder an eigener Potenzialentfaltung interessiert sind
Gebühren
  • Frühbucherrabatt: 375,- €
  • Bis zwei Monate vor Seminarbeginn: 405,- €
  • Last-Minute-Anmeldung (bis zwei Wochen vor Seminarbeginn): 435,- €
Anmeldung
Die Anmeldung erfolgt über die Webseiten
www.brainspotting-germany.de
oder www.thzm.de