Therapeutisches Boxen ist kein Boxtraining – sondern eine strukturierte, traumasensible Methode, den Körper als Ressource wiederzuentdecken. Nach belastenden Erfahrungen bleibt das Nervensystem oft im Alarmmodus: Anspannung, Übererregung oder Erstarrung erschweren Selbstregulation und den Zugang zu eigenen Ressourcen. Genau hier setzt diese Praxiswerkstatt an.
Sie lernen das Wirkmodell des therapeutischen Boxens kennen (Trauma – Nervensystem – Körperarbeit), erleben die traumasensible Grundhaltung „Sicherheit vor Herausforderung, Wahrnehmung vor Leistung“ und probieren zentrale Übungen selbst aus: Grundstellung und Grundschläge, Spiegel-, Stop-and-Go- und Pendelübungen sowie Kraft-Dosierung. Kontraindikationen und Red Flags werden ebenso praxisnah behandelt wie der Transfer in Beratung, Therapie und Pädagogik.
Nicht das Kämpfen steht im Mittelpunkt, sondern die Erfahrung: Ich kann mich wahrnehmen. Ich kann mich regulieren. Ich kann handeln.
Sportliche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Sie wissen nicht genau, ob diese Technik etwas für Ihren therapeutischen Alltag ist? Am 25.02.2026 findet hierzu ein 45min. Impulsvortrag statt.
Nach belastenden Erfahrungen reagiert das Nervensystem oft mit Anspannung, Übererregung oder Rückzug. Therapeutisches Boxen nutzt gezielte körperliche Übungen, um Selbstwahrnehmung, Selbstregulation und Handlungskompetenz zu fördern. In diesem Impulsvortrag erhalten Sie einen Einblick in die Zusammenhänge von Trauma, Nervensystem und Körperarbeit und lernen die Grundprinzipien des therapeutischen Boxens kennen. Wer erfahren möchte, wie sich diese Ansätze in der Praxis anfühlen und einsetzen lassen, hat im Präsenzseminar am 09.04.2027 die Möglichkeit, die Methoden selbst zu erleben und auszuprobieren.
Die einmalige Erfahrung des unbedingten Angenommen-Seins und die Erfahrung von Selbstwirksamkeit, Achtsamkeit und Handlungsorientierung in der psychotherapeutischen Zusammenarbeit mit einem Hund ist tiefgreifend, berührend und außerordentlich heilsam.
Neben der Geschichte der hundgestützten Intervention im therapeutischen Kontext werden Theorie, Wirkfaktoren und Therapieplanung für den Einsatz eines Hundes in der Psychotherapie reflektiert. Überlegungen am Beispiel konkreter Patient:innen, Rahmenbedingungen der therapeutischen Arbeit mit Hunden (u.a. Recht, Haltung, Tierethik) stehen neben den praktischen Überlegungen zur Zusammenarbeit zwischen Patient:in, Hund und Therapeut:in im Fokus dieses Seminars.
Neben Kleingruppenarbeit zur Indikation von hundegestützten Interventionen und deren möglicher Ausgestaltung wird es die Möglichkeit geben, spezifische Fragen zu erörtern.
Videobeispiele des Referenten aus realen Therapie-Situationen unterstützen den theoretischen Lerninhalt.
Ziel des eintägigen Seminars ist der Aufbau grundlegenden Wissens und erster Kompetenzen zum Einsatz eines Hundes in der psychotherapeutischen Arbeit der Teilnehmenden sowie die Kenntnis der rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen.
In diesem Seminar wird ausdrücklich NICHT mit Hunden in vivo gearbeitet bzw. trainiert. Sollte hier Interesse bestehen, haben Sie die Möglichkeit, vertiefende Seminare beim Referenten zu belegen.
Diese Fortbildung richtet sich an Fachkräfte aus dem psychosozialen Bereich, die ihre therapeutische Arbeit um körperorientierte Methoden erweitern möchten.
Im Fokus steht die Vermittlung traumasensibler Yoga- und Körperübungen, die Klient:innen dabei unterstützen können, mehr Sicherheit, Stabilität und Selbstregulation zu entwickeln.
Die Teilnehmenden lernen praxisnahe Tools kennen, die sich sowohl im therapeutischen Alltag als auch im Notfallkontext einsetzen lassen.
Ziel ist es, auf der einen Seite Sicherheit und Stabilität zu fördern, und auf der anderen Seite den Zugang zum eigenen Körper und seinen Empfindungen zu eröffnen. Dadurch wird es möglich, Affekte besser einzuordnen, erlebbar zu machen und in den therapeutischen Prozess zu integrieren.
Zum Methodenrepertoire gehören Atem- und Koordinationsübungen, ressourcenorientierte Körperarbeit sowie auf der Polyvagal-Theorie basierende Ansätze, die leicht in Einzel- oder Gruppensettings Anwendung finden.
Neben der praktischen Arbeit werden theoretische Grundlagen zu Trauma, dessen Auswirkung auf den Körper und, als hilfreiche Methode, die Polyvagal Theorie vermittelt.
Ziel ist es, Fachkräften konkrete Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie ihre Klient:innen unterstützen können, innere Stabilität aufzubauen, den Kontakt zum eigenen Körper zu stärken und heilsame Selbstbestimmtheit zu fördern.
Vorkenntnisse im Yoga sind nicht erforderlich.
Für dieses Seminar werden keine Fortbildungspunkte beantragt.
Die Einführung in die Respiratorische Neuromodulation bei Dissoziation vermittelt ein kompaktes, fachlich fundiertes Verständnis dieser Mechanismen und eröffnet einen klar strukturierten Zugang zu körperorientierten Interventionsformen.
Die Fortbildung unterscheidet zwischen zentralen und peripheren dissoziativen Prozessen und stellt deren neurophysiologische Grundlagen vor. Forschungsergebnisse der letzten Jahre (u.u8239?a. Herzog et al. 2025; Vesuna et al. 2020; Pick et al. 2026) bilden den wissenschaftlichen Rahmen.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Atem- und Körperarbeit als unmittelbare Zugänge zur Selbstregulation:
  • Einführung in Pranayama und autonome Reaktionsmuster
  • Atemtechniken zur Modulation zentraler Dissoziation (Intentionale Atem-Reflex-Hemmung)
  • Übungen zu Hyper- und Hypoventilation (Sighra Pranayama, Kapalabhati, Ujjayi, Nadi Shodhana)
  • Sensomotorische und achtsamkeitsbasierte Körperwahrnehmung
  • Praktische Sequenzen zur emotionalen Selbstregulation (Pratyahara)
Die Teilnehmenden arbeiten in Kleingruppen, erforschen eigene körperliche und emotionale Muster und reflektieren die Wirkung der Übungen auf das eigene Erleben. Kurzfristige Coping-Strategien zur Stabilisierung und Erdung werden ebenso vermittelt wie längerfristige Wege zur Integration und zur Wiederherstellung eines kohärenten Körpererlebens.
Die Einführung richtet sich an Fachkräfte, die in Beratung, Therapie oder pädagogischen Kontexten mit dissoziativen Phänomenen arbeiten. Ziel ist ein präzises, praxisrelevantes Verständnis sowie ein klar anwendbarer Werkzeugkasten, der die traumasensible Arbeit im Alltag unterstützt.
Einführung in die Respiratorische Neuromodulation bei Dissoziation
Dieser 90-minütige Vortrag gibt einen kompakten Überblick über die Respiratorische Neuromodulation bei Dissoziation. Vermittelt werden die neurophysiologischen Grundlagen zentraler und peripherer dissoziativer Prozesse sowie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu deren Entstehung und Regulation.
Im Fokus stehen die Bedeutung von Atmung, Körperwahrnehmung und autonomem Nervensystem für dissoziative Zustände. Vorgestellt werden theoretische Wirkmodelle körperorientierter Interventionen und deren Bedeutung für Stabilisierung, Selbstregulation und traumasensible Begleitung.
Der Vortrag richtet sich an Fachkräfte aus Therapie, Beratung und Pädagogik, die ihr Verständnis dissoziativer Phänomene um neurobiologische und körperorientierte Perspektiven erweitern möchten.