Transgenerationale Traumatisierung - Basisseminar
Das Echo der Vergangenheit und der Ruf des Selbst
In den letzten Jahren haben die Neurowissenschaften gezeigt, wie sich extremer Stress und frühe Traumatisierungen auf das Autonome Nervensystem und den gesamten Organismus auswirken. Gleichzeitig ist das Wissen über die transgenerationale Weitergabe von Traumata durch psychologische und epigenetische Forschung gewachsen.
Heute wird zunehmend erkannt, dass nicht nur Menschen mit schweren traumatischen Erfahrungen unter den Folgen leiden, sondern auch ihre Kinder und Enkel. Die Weitergabe von Traumata wurde besonders bei Nachkommen von Holocaust-Überlebenden sowie von Menschen beobachtet, die Krieg, Vertreibung, Völkermord oder Folter erlebt haben. Auch traditionelle Kulturen kannten dieses Phänomen und entwickelten Rituale, um damit umzugehen.
Im therapeutischen Kontext bleiben solche „ererbten" Traumatisierungen oft unerkannt, da der Fokus meist auf den Symptomen der Nachkommen liegt. Ohne Verständnis für das ursprüngliche Trauma und die daraus entstandene Kette der Belastungen bleiben viele Probleme jedoch schwer lösbar. Traumatische Erfahrungen können über mehrere Generationen hinweg nachwirken und soziale Beziehungen nachhaltig beeinflussen.
Im Basismodul der Seminarreihe geht es um die Ursachen, Übertragungsmechanismen und Symptome transgenerationaler Traumatisierung. Ziel ist es, Verständnis, Diagnostik und praktische Ansätze zur Heilung des „Traumas der Ahnen" zu vermitteln. Durch Übungen, Demonstrationen und Selbsterfahrung erhalten die Teilnehmenden wertvolle Werkzeuge zur Bewältigung transgenerationaler Traumata und zur Regulation des Autonomen Nervensystems. Finden die Ahnen Ruhe, kann sich auch das Leben der Nachkommen verändern.
Das Basisseminar ist Voraussetzung für die Teilnahme an dem Aufbauseminar 1 sowie Aufbauseminar 2.
Aufbauseminar 1 "Transgenerationale Traumatisierung unter dem Aspekt von Scham und Schuld" findet am 16. - 18.07.2027 statt.
Aufbauseminar 2 'Transgenerationale Traumatisierung unter dem Aspekt von Frühen Störungen" findet am 10. - 12.12.2027 statt.
Heike Gattnar – Kursleitung
Körper-Psychotherapeutin (HP), Feldenkrais Lehrerin, Somatic Experiencing (SE) ® -Trainerin und Supervisorin
Dr. Susanne Leitz – Ärztliche Leitung
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Termine
Fr, 30.04.2027, 11:00 – 17:30 Uhr
Sa, 01.05.2027, 10:00 – 17:30 Uhr
So, 02.05.2027, 10:00 – 13:00 Uhr
Sa, 01.05.2027, 10:00 – 17:30 Uhr
So, 02.05.2027, 10:00 – 13:00 Uhr
Gebühr: 525,00 €
Ermäßigte Gebühr für Mitglieder: 498,00 €
Zielgruppe
Fachleute
Anmeldung
Kaffee, Tee, frisches Obst und Kekse stehen während der Veranstaltung für die Teilnehmenden bereit und sind in der Gebühr enthalten.
Für diese Veranstaltung werden Fortbildungspunkte beantragt.
Für diese Veranstaltung werden Fortbildungspunkte beantragt.



