Hochfunktionalität als mögliche Form dissoziativer Anpassung
Die Dissoziative Identitätsstörung (DIS) wird häufig mit schwerer psychosozialer Beeinträchtigung, auffälligen Identitätswechseln und deutlich eingeschränkter Alltagsfunktion verbunden. In der klinischen Praxis begegnen jedoch auch Menschen mit DIS oder partieller DIS, die beruflich erfolgreich, sozial angepasst und nach außen hochfunktional erscheinen.
Diese Hochfunktionalität steht nicht im Widerspruch zur Schwere der zugrunde liegenden Störung. Vielmehr kann sie Ausdruck einer ausgeprägten inneren Organisation und Kompartmentalisierung sein: Unterschiedliche Selbst- und Funktionszustände übernehmen spezialisierte Aufgaben, während andere traumabezogene Erfahrungen, Affekte und Erinnerungen vom Alltag weitgehend getrennt bleiben.
Die Fortbildung vermittelt eine differenzierte Betrachtung dissoziativer Störungen zwischen psychopathologischer Beeinträchtigung und äußerer Funktionsfähigkeit. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Frage, warum hohe Leistungsfähigkeit eine schwere dissoziative Symptomatik verdecken kann und welche Konsequenzen sich daraus für Diagnostik, Differentialdiagnostik und Behandlung ergeben.
Teil 1: Diagnostik, Phänomenologie und Hochfunktionalität
Teil 2: Differentialdiagnostik, therapeutische Konsequenzen und Fallarbeit
Christina Fischer
Erlebnispädagogin, Psychotherapie HeilprG, Logotherapie und Existenzanalyse, akademische Expertin für Psychotraumatologie und Krisenintervention (DUK), Traumafachberaterin DeGPT
Ingrid Wild-Lüffe
Dipl.Psych., Dipl.Päd., Psychologische Psychotherapeutin, Spezielle Traumatherapeutin (DeGPT), EMDR-Therapeutin, Aufsichtsratmitglied Trauma Hilfe Zentrum München,
Mitglied der Arbeitsgruppe Dissoziative Störungen der DeGPT
Mitglied der Arbeitsgruppe Dissoziative Störungen der DeGPT
Termine
Sa, 10.04.2027, 09:00 – 12:00 Uhr
Sa, 17.04.2027, 09:00 – 12:00 Uhr
Sa, 17.04.2027, 09:00 – 12:00 Uhr
Online-Angebot
Gebühr: 180,00 €
Ermäßigte Gebühr für Mitglieder: 171,00 €
Zielgruppe
Approbierte Pyschotherapeut:innen, Fachleute, Fortgeschrittene Traumatherapeut*innen
Weitere Vorträge dieser Reihe
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