Dipl.Psych., Dipl.Päd., Psychologische Psychotherapeutin, Spezielle Traumatherapeutin (DeGPT), EMDR-Therapeutin, Aufsichtsratmitglied Trauma Hilfe Zentrum München,
Mitglied der Arbeitsgruppe Dissoziative Störungen der DeGPT
Bindung und Scham
Scham ist eine zutiefst soziale und bindungsbezogene Emotion. Sie entsteht im Blick realer oder vorgestellter anderer und betrifft nicht nur eine Handlung, sondern das Erleben der eigenen Person: „Mit mir stimmt etwas nicht. Ich bin beschädigt, minderwertig oder der Zugehörigkeit nicht würdig. Besonders nach sexualisierter Gewalt in der Kindheit kann Scham über lange Zeit fortbestehen. Sie erschwert das Sprechen über die Erfahrung, beeinflusst die Reaktionen auf Offenlegung und kann den Zugang zu Hilfe und tragfähigen Beziehungen behindern.
Der Vortrag verbindet bindungstheoretische und traumatherapeutische Perspektiven mit aktuellen Forschungsergebnissen zur Scham nach sexualisierter Gewalt in der Kindheit. Er zeigt, wie Scham in missbrauchenden und beschämenden Beziehungen entsteht, durch Reaktionen des familiären und sozialen Umfeldes verstärkt werden kann und schließlich das Selbstbild, die Beziehungsfähigkeit sowie das Offenlegen traumatischer Erfahrungen prägt. Scham wird dabei nicht lediglich als Begleitsymptom verstanden, sondern als ein zentraler Mechanismus, durch den Gewalt und Beziehungserfahrungen im Selbst fortwirken.
Ingrid Wild-Lüffe
Termin
Do, 15.04.2027, 18:00 – 19:30 Uhr
Online-Angebot
Gebühr: 49,00 €
Ermäßigter Beitrag für Mitglieder: 46,00 €
Unterstützer*innen Preis: 59,00 €
Unterstützer*innen Preis: 59,00 €
Zielgruppe
Approbierte Pyschotherapeut:innen, Fachleute, Sozialarbeiter*innen
Anmeldung
Für diesen Vortrag werden Fortbildungspunkte (BLÄK) beantragt.
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